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The Shape of Water
The Shape of Water
© 20th Century Fox

Deutsche Filmstarts: Guillermo del Toro lässt das Wasser flüstern

"Black Panther" erweitert Marvel Cinematic Universe

Der Strom von Comic-Verfilmungen reißt nicht ab: Diese Woche startet weltweit ein neuer Charakter im Marvel Cinematic Universe: Chadwick Boseman als "Black Panther". Auch Fantasy, aber stiller und gefühlvoller, bietet Guillermo del Toro mit seinem 13-fach Oscar-nominierten "The Shape of Water". Was lohnt den Kinobesuch? Und wann lässt man das Portemonnaie besser stecken?

"Shape of Water - Das Flüstern des Wassers"

Fantasy
USA
123 Minuten
FSK 16

Unsere Empfehlung: Reingehen!

US-Fantasy-Film, in dem eine stumme und schüchterne Putzfrau (Sally Hawkins) sich in enem Geheimlabor des US-Militärs in ein dort gefangen gehaltenes Amphibienwesen verliebt und ihm zur Flucht verhelfen will. Diese 20th Century Fox-Produktion zeigt den mexikanischen Regisseur und Drehbuchautoren Guillermo del Toro ("Pacific Rim") auf dem Höhepunkt seiner visuellen Schaffenskraft. Seine emotional fesselnde Geschichte wird durch eine herausragende Leistung von Sally Hawkins zum Leben erweckt.

13 Oscar-Nominierungen hat das Werk, das einhellig von den Kritikern gelobt und vom Publikum positiv beurteilt wird, erhalten. Bei den Golden Globes sind Regisseur del Toro und Komponist Alexandre Desplat ausgezeichnet worden. Unser Kritiker Carsten Moll ist ebenfalls begeistert. Er vergibt die Höchstwertung: Fünf von fünf Sternen! Er schreibt: "Guillermo del Toro beweist erneut, dass er auf stimmige Weise scheinbar gegensätzliche Versatzstücke der Popkultur zusammenführen kann. Seine Monsterfilm-Romanze begeistert dank einer schwungvollen Regie, dem lustvollen Spiel mit Genre-Konventionen sowie dem wohl ungewöhnlichsten Leinwandpaar des Jahres."

"Black Panther"
Fantasy
USA
134 Minuten
FSK 12

Unsere Empfehlung: Reingehen!

US-Fantasy-Film aus dem Marvel Cinematic Universe (MCU), der vom Superhelden Black Panther handelt, der eigentlich Prinz (Chadwick Boseman) eines afrikanischen Staats ist, nun aber einem Gangster (Andy Serkis) ein geheimnisvolles Mineral entreißen muss, auf dem der Reichtum seines Landes beruht. Für Internet-Verschwörungen, dass die Kritiker alle von Walt Disney Studios gekauft sind, damit sie die MCU-Produktionen in die Höhe schreiben, während sie die DC Extended Universe-Konkurrenz von Warner Brothers Pictures absichtlich aburteilen, liefert diese Comic-Verfilmung neue Munition. Denn die Rezensenten sind fast einhellig voll des Lobes über das spannende Werk von Regisseur und Drehbuchautor Ryan Coogler ("Creed"), der eine der packendsten Geschichten erzählt, die Marvel Comics - erstmals tauchte Black Panther 1966 in einem Comic auf - zu bieten hat.

Nachdem Chadwick Boseman vor zwei Jahren in "Captain America: Civil War" mit einem Gastauftritt im MCU etabliert wurde, beweist er nun, dass er einen Film alleine tragen kann. Zugleich werden einige der dreidimensionalsten Charaktere eingeführt, welche die Comic-Verfilmungsreihe bisher gekannt hat. Unser Rezensent Björn Schneider hat es mit Einschränkungen auch gefallen: "Dramaturgisch und vom Handlungsverlauf her konventioneller Superhelden-Film, der aber mit einem exotischen Setting, kreativen Einfällen und einem starken Antagonisten punktet."

"Alles Geld der Welt"
Krimi
USA
133 Minuten
FSK 12

US-Kriminalfilm nach einer wahren Geschichte: 1973 wird der junge Enkel des amerikanischen Milliardärs J. Paul Getty (Christopher Plummer) entführt. Während der geizige Ölmagnat sich weigert, das Lösegeld zu zahlen, lässt die kämpferische Mutter (Michelle Williams) des Entführungsopfers nichts unversucht, um ihren Sohn zu befreien. Es ist die Ironie der Geschichte, dass ausgerechnet die waghalsige Entscheidung des englischen Regisseurs Ridley Scott ("The Martian"), kurz vor der geplanten Veröffentlichung dieser Tobis-Produktion den in Ungnade gefallenen Kevin Spacey durch Christopher Plummer zu ersetzen, seinem Streifen den größten Vorzug verschafft hat. Die beeindruckende Leistung des Kanadiers verhilft der auch ansonsten packenden Darstellung der historischen Ereignisse zu noch mehr Kraft.

Die Kritiken zu "All the Money in the World" sind sehr gut ausgefallen, die Zuschauerreaktionen etwas verhaltener, so wie auch das Lob unseres Kollegen Carsten Moll: "Christopher Plummer verkörpert eindrucksvoll den Öl-Magnaten J. Paul Getty und bildet damit das charismatische Zentrum des Films. Leider kann der Film nicht in jeder Hinsicht überzeugen und leidet unter manchen Längen sowie einem allzu betulichen Beginn."

"Wer ist Daddy?"
Komödie
USA
113 Minuten
FSK 12

Unsere Empfehlung: Spart Euch das Geld!

US-Komödie über zwei ungleiche Zwillingsbrüder (Ed Helms und Owen Wilson), die ihren leiblichen Vater finden wollen. Um die verschiedenen Kandidaten abzuklappern, starten sie eine Reise quer durch die USA. Kameramann Laurence Sher ("War Dogs") hat mit dieser Warner Brothers Pictures-Produktion sein Regiedebut gegeben und setzt seine namhafte Besetzung einer lachfreien, von Szene zu Szene stolpernden, lahmen Handlung aus.

In den USA bereits gefloppt und von den Kritikern wie den Zuschauern verrissen, ist das bestimmt keine Visitenkarte für weitere Engagements. Findet auch unser Kritiker Carsten Moll: "Eine vorhersehbare Komödie, in der Owen Wilson und Ed Helms lediglich in alten Rollenklischees verharren dürfen. Den prominenten Nebendarstellern wie Glenn Close und Christopher Walken gelingt es hingegen, dem lustlosen Film ein wenig Leben einzuhauchen."

Hier geht es zu dem kompletten Filmstarts

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