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"120 BPM" gewinnt Französischen Filmpreis

Césars verkünden #NowWeAct

Bei den Oscars schaffte er es recht überraschend nicht auf die Liste der fünf Nominierungen für den "Besten fremdsprachigen Film". In seinem Heimatland ist "120 battements par minute" nun mehr Ehre widerfahren. Das Drama von Robin Campillo über Pariser AIDS-Aktivisten, das bereits den Großen Preis der Jury - also quasi Silber - bei den Filmfestspielen in Cannes erhielt, hat bei den Französischen Filmpreisen den César als "Bester Film" gewonnen. Dazu kamen fünf weitere Preise für das Originaldrehbuch, Nebendarsteller, Beste männliche Neuentdeckung und Musik.

Campillo hielt im Salle Pleyel in Paris eine politische Dankesrede: "Viele der sozialen Themen, für die Menschen vor 25 Jahren gekämpft haben, sind heute immer noch aktuell. Und wie vor 25 Jahren gilt: Schweigen ist Tod."

Das Drama "Au revouir là-haut" über zwei Trickbetrüger in den zwanziger Jahren konnte fünf Césars auf sich vereinen, darunter für Regisseur Albert Dupontel. Als "Bester fremdsprachiger Film" gewann das russische Drama "Loveless", das bei den Academy Awards den Kürzeren zog.

Der Ehren-César ging an die spanische Darstellerin Penélope Cruz, die den Preis von Pedro Almodóvar und Marion Cotillard entgegen nahm. Cruz verdrückte ihre Tränen und erklärte: "Frankreich ist ein Ort, an dem Künstler einen wichtigen Platz einnehmen und wo Liebe für Kultur und Freiheit herrschen, was uns inspiriert."

Wie die amerikanischen Preisverleihungen standen auch die 43. Französischen Filmpreise im Schlaglicht von Forderungen nach Gleichberechtigung der Geschlechter in der Filmindustrie. Die Französische Filmakademie unterstützte #MaintenantOnAgit (#NowWeAct), das französische Pendant zu #Time'sUp, das die Pariser Stiftung Fondation des Femmes letzte Woche ins Leben gerufen hat. Als sichtbares Zeichen der Unterstützung auf der Zeremonie wurden weiße Schleifen ausgeteilt.

Hier die vollständige Liste der Gewinner:

Bester Film: "120 battements par minute"
Bester Animationsfilm: "Le grand méchant Renard et autres contes"
Bester fremdsprachiger Film: "Loveless" (Russland)
Bester Dokumentarfilm: "I Am Not Your Negro"
Beste Regie: Albert Dupontel für "Au revoir là-haut"
Bestes Regiedebut: Hubert Charuel für "Petit Paysan"
Bestes Originaldrehbuch: Robin Campillo für "120 battements per minute"
Bestes adaptiertes Drehbuch: Albert Dupontel und Pierre Lemaitre für "Au revoir là-haut"
Beste Hauptdarstellerin: Jeanne Balibar für "Barbara"
Bester Hauptdarsteller: Swan Arlaud für "Petit Paysan"
Beste Nebendarstellerin: Sara Giraudeau für "Petit Paysan"
Bester Nebendarsteller: Antoine Reinartz für "120 battements par minute"
Beste weibliche Neuentdeckung: Camélia Jordana für "Le Brio"
Beste männliche Neuentdeckung: Nahuel Pérez Biscayart für "120 battements par minute"
Beste Kamera: Vincent Mathias für "Au revoir là-haut"
Beste Musik: Arnaud Rebotini für "120 battements per minute"
Bester Schnitt: Robin Campillo für "120 battemants per minute"
Beste Kostüme: Mimi Lempicka für "Au revoir là-haut"
Beste Ausstattung: Pierre Quefféléan für "Au revoir là-haut"
Bester Ton: Olivier Mauvezin, Nicolas Moreau und Stéphane Thiébaut für "Barbara"


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