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Crazy Rich Asians - Constance Wu und Awkwafina
Crazy Rich Asians - Constance Wu und Awkwafina

Kinocharts USA (24. - 26.8.): Amerikaner machen "Crazy Rich Asians" reich

Fluchende Henson-Puppen floppen

"Crazy Rich Asians" hat am Wochenende seine Erfolgsgeschichte in den nordamerikanischen Kinos eindrücklich fortgeschrieben und mitgeholfen, dass die Top Twelve-Filme einen Gesamtumsatz von 90 Millionen Dollar erzielten. Das ist zwar ein schwaches Ergebnis, aber um Längen besser als die miserablen 50 Millionen Dollar am Vorjahreswochenende, als "The Hitman's Bodyguard" mit Ryan Reynolds am zweiten Wochenende die Tabellenführung mit gerade mal 10 Millionen Dollar verteidigte.

Gold
Das sieht man nur alle Jubeljahre: Am zweiten Wochenende büßte "Crazy Rich Asians" lediglich minus 6 Prozent seiner Zuschauer ein, verkaufte also beinahe die gleiche Anzahl an Tickets wie am Premierenwochenende - und das ohne die Hilfe eines Feiertags- oder Ferienwochenendes. Warner Brothers Pictures können sich glücklich schätzen, die Verfilmungsrechte an dem gleichnamigen Roman erworben zu haben, zumal jetzt zwei Fortsetzungen auf ihre Leinwandadaptionen warten, von denen die erste bereits in Auftrag gegeben worden ist.

Die Komödie erreicht 24 Millionen Dollar in 3526 Lichtspielhäusern; 142 Kinobesitzer hatten zusätzlich zugegriffen, um sich den Erfolgsfilm zu sichern. Insgesamt steht das 30 Millionen Dollar teure Constance Wu-Werk jetzt bei 76 Millionen Dollar.

Silber
Auf Erfolgskurs liegt auch "The Meg", der nun die 100 Millionen Dollar-Marke gekreuzt hat und nach drei Wochen bei insgesamt 105 Millionen Dollar steht. Der Thriller konnte seinen Zuschauerrückgang mit minus 39 Prozent gemäßigt halten und am Wochenende Karten im Wert von 12 Millionen Dollar absetzen. Zwar hatten 87 Spielstätten den Jason Statham-Streifen aus dem Programm genommen, aber mit 4031 Filmtheatern bleibt die 130 Millionen Dollar teure Warner Brothers Pictures-Produktion der mit Abstand meistgezeigte Film in Kanada und in den USA. Die wahre Erfolgsgeschichte schreibt das Werk allerdings im Ausland, wo bereits gigantische 306 Millionen Dollar erzielt worden sind. Fortsetzung garantiert.

Bronze
Fortsetzung garantiert nicht garantiert bei "The Happytime Murders". Nach miesen Kritiken und noch schlechterer Zuschauermundpropaganda kam zur Premiere zwar immerhin ein Platz auf dem Treppchen, aber ein mageres Einspiel von bloß 9 Millionen Dollar für die Komödie rum. Das Experiment, die Brian Henson-Puppen in einem für Jugendliche nur eingeschränkt sehbaren Film fluchen, Sex haben und Drogen konsumieren zu lassen, sprach offensichtlich nur wenige Zuschauer an. 3256 Kinos haben den Melissa McCarthy-Film auf ihren Spielplänen stehen, der STX Entertainment 40 Millionen Dollar gekostet hat.

Die Neuen
Der reale (Wolfs)Hund "Alpha" kommt aktuell bei den US-Zuschauern noch einigermaßen weg, aber sein mit wesentlich schlechteren Kritiken bedachtes Roboter-Pendant "A-X-L" dürfte der letzte Nagel im Geschäftssarg des trudelnden kleinen Verleihers Global Road sein. Mit gerade mal 2 Millionen Dollar Umsatz schaffte es der Abenteuerfilm so eben noch auf Rang zehn unter die Top Ten. Der zehn Millionen Dollar teure Axel Neustaedter-Streifen ist in nur 1710 Kinos zu sehen.

Auf den Plätzen
Vierter ist "Mission Impossible - Fallout" (5. Woche / bisher insgesamt 194 Millionen Dollar); Fünfter ist der Mark Wahlberg-Thriller "Mile 22" (2. Woche / 25 Mio.); Sechster ist "Christopher Robin" (4. Woche / 77 Mio.); Siebter ist der Kodi Smit-McPhee-Abenteurfilm "Alpha" (2. Woche / 20 Mio.); Achter ist "Blackkklansman" (3. Woche / 31 Mio.) und Neunter schließlich "Slender Man" (3. Woche / 25 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
Am siebten Wochenende checkt "Hotel Transylvania: Summer Vacation" aus den Top Ten aus. 159 Millionen Dollar hat der 80 Millionen Dollar teure Animationsstreifen mit der Stimme von Adam Sandler umgesetzt. Nun müssen Columbia Pictures entscheiden, ob ihnen das reicht, um vielleicht noch einen vierten Teil zu produzieren.

Zweifelsohne kommt die Reihe beim Familienpublikum noch immer gut an und hat zumindest etwas mehr als das Original und etwas weniger als der zweite Teil eingebracht. Aber die Zuschauerzahlen sind die bisher schwächsten der Reihe, was ein Warnsignal sein könnte, das Rad nicht noch weiter zu drehen. Da im Ausland indes beeindruckende 303 Millionen Dollar zusammen gekommen sind, könnten Columbia auf diese Bank setzen.

Hinter dem Original und dessen 144 Millionen Dollar ist die Fortsetzung "Mamma Mia! Here We Go Again" zurück geblieben. In sechs Wochen hat das Musical mit Lily James 115 Millionen Dollar erlöst. Universal Pictures hatten 75 Millionen Dollar an Produktionskosten investiert. Im Ausland sind hervorragende 230 Millionen Dollar dazugekommen, was allerdings deutlich unter den 465 Millionen Dollar für "Mamma Mia!" liegt. Auch hier müssen Universal mit dem weltweiten Einspiel von rund 350 Millionen Dollar - das Original erzielte 610 Millionen Dollar - abwägen, ob eine weitere Fortsetzung Sinn machen würde.


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