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The Happytime Murders (2017)

In der schwarzhumorigen "Sesamstraßen"-Parodie geht es alles andere als zimperlich zu: Ein brutaler Mörder hat es auf Puppen abgesehen.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.5 / 5

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Ein fieser Serienmörder versetzt L.A. in Angst und Schrecken. Genauer gesagt die in der Millionenmetropole lebenden Puppen, denn auf die hat es der Psychopath abgesehen. Das erste Opfer war der Bruder des früheren Cops Phil Phillips (Bill Barretta), der sich jetzt als abgehalfterter Privatschnüffler durchschlägt. Ihm zur Seite steht lediglich seine (menschliche) Ex- Kollegin Detective Connie Edwards, denn: Puppen wie Phillips werden von den Menschen wie Lebewesen zweiter Klasse behandelt, ausgegrenzt, diskriminiert. Allmählich erkennen er und Edwards ein Muster, das hinter den Morden steckt. Der Killer hat es scheinbar auf die Puppendarsteller einer berühmten TV-Serie aus den Achtzigern abgesehen. Immer tiefer führen sie die Ermittlungen daraufhin in die düstere, von käuflichem Sex, Drogen und Kriminalität durchzogene Unterwelt der "Bad Puppets". Zu allem Überfluss gerät nach einer Weile der Privatermittler auch noch selbst unter Mordverdacht.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse3 / 5

"The Happytime Murders" wurde inszeniert von Brian Henson, dem Sohn von "Muppetshow"- und "Sesamstraßen"-Erfinder Jim Henson. Als Puppenspieler wirkte er bereits in den 80er-Jahren in einigen "Muppets"-Filmen und -Serienfolgen mit. Insgesamt sind in "The Happytime Murders" 125 der flauschigen Figuren zu sehen, 40 von ihnen wurden eigens für den Film kreiert. Der rund 45 Millionen Dollar teure Film wurde tatsächlich in der Stadt der Engel, dem Handlungsort der Geschichte, gedreht.

"The Happytime Murders" ist eine zwiespältige Angelegenheit. Einerseits ist er eine herrlich schräge, deftige und wunderbar infantile (falls man auf diese Art von Humor steht) Parodie auf die heile, zuckersüße "Sesamstraßen"-Welt. Bevölkert von Puppen, die so gar nicht niedlich und kuschelig sind und sich so verhalten, wie man es sich von Samson, Tiffy und Co. sicher nicht hätte vorstellen können: Die Puppen vögeln, konsumieren (reines) Koks, hängen in schäbigen, verdreckten Unterweltkellern ab und erledigen einen Blowjob schon mal für weniger als einen Dollar. Das ist größtenteils nicht nur schräg und überdreht sondern auch enorm unterhaltsam anzusehen – vorausgesetzt eben man stört sich nicht an zotigen Witzen, Fontänen-artig spritzenden Körperflüssigkeiten und anderen Obszönitäten.

Weniger unterhaltsam als vielmehr vorhersehbar und spannungsarm gestalten sich leider der Kriminalfall und die mit ihm verbundenen, arg gleichförmig ablaufenden Ermittlungen. In diesem Punkt unterscheidet sich der Film – auch bezogen auf Handlungsverlauf und Dramaturgie – kaum von jedem durchwachsenen Dienstagskrimi im öffentlich-rechtlichen TV ("SOKO Köln", "Die Rosenheim-Cops" o.ä.). Mit dem Unterschied, dass zwischen den Figuren aus Fleisch und Blut eben auch ein paar Puppen umherstreunern. Auch die handelnden Charaktere, egal ob Mensch oder Puppe, sind nicht gerade tiefgründig und komplex gezeichnet. Demgegenüber aber steht wiederum die hohe Anzahl an gelungenen Anspielungen und Verweisen auf Klassiker der Krimi-, Thriller- und Noir-Geschichte, wie etwa "Basic Instinct", "Toten schlafen fest" oder "L.A. Confidential".

Fazit: Politisch unkorrekte und amoralische aber extrem unterhaltsame Parodie auf die schwarze Serie und "Die Muppets", dessen Krimi-Plot sich leider als zu überraschungsarm erweist.




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Land: USA
Jahr: 2017
Genre: Komödie, Krimi
Länge: 92 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 11.10.2018
Regie: Brian Henson
Darsteller: Melissa McCarthy als Connie Edwards, Elizabeth Banks als Jenny, Maya Rudolph als Bubbles
Verleih: Tobis Film

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