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The Gift - Jason Bateman
The Gift - Jason Bateman
© STX Productions

TV-Tipps für Samstag (6.10.): Joel Edgerton macht ein vergiftetes Geschenk

Sat1 zeigt "The Gift"

Das gelungene Regiedebut "The Gift" von Schauspieler Joel Edgerton hat Sat1 am Samstagabend im Spätprogramm zu offerieren, während im ARD-Nachtprogramm besonders "Star Wars"-Fans mit der Komödie "Fanboys" auf ihre Kosten kommen werden.

"The Gift", Sat1, 23:00 Uhr
Das Leben eines Ehepaars (Rebecca Hall und Jason Bateman) gerät ins Schleudern, nachdem es den ehemaligen Schulkollegen (Joel Edgerton) des Mannes getroffen hat, der anfängt, es zu beschenken und zugleich böse Geheimnisse aus der Vergangenheit heraufbeschwört.

Ein beachtliches Regiedebut des australischen Schauspielers Joel Edgerton, der sich bei diesem US-Thriller auch von seinem älteren Bruder Nash - der ihn wiederum letztes Jahr in "Gringo" in Szene setzte - helfen ließ und auch das Drehbuch schrieb. Die STX Entertainment-Produktion überzeugt als boshaft schlauer und verspielt die Zuschauererwartungen unterlaufender Streifen, der vor allem spannend ist.

Das Werk kostete nur 5 Millionen Dollar und wurde in den Hollywood Hills gedreht. Die Kritiken waren 2015 durchgehend positiv, die Zuschauer zufrieden, und mit einem weltweiten Umsatz von 59 Millionen Dollar wurde "The Gift" ein Achtungserfolg.

Kritiker Robert Kojder urteilte in "Flickering Myth": "Eine düstere und nervenaufreibende Geschichte, die drei dynamische Charaktere ergründet, die nicht nur geerdet und echt wirken, sondern als Mittel genutzt werden, um eine provokante Diskussion über Moral, Mobbing und Vertrauen anzustoßen."



"Fanboys", ARD, 01:35 Uhr
"Star Wars"-Fanatiker (Jay Baruchel, Dan Fogler und Sam Huntington) machen sich auf eine Reise zu George Lucas' Skywalker Ranch, damit ihr sterbender Freund (Chris Marquette) "Star Wars: Episode I - The Phantom Menace" vor der Premiere sehen kann.

Ein todkranker Mann in einer vulgären Komödie? Bei The Weinstein Company hatte man offensichtlich Zweifel - bis kurz vor der mehrfach verschobenen Premiere dieser US-Komödie war unklar, ob der Handlungsaspekt des krebskranken Freundes es auf die Leinwand schaffen würde und war Gegenstand einer im Internet ausgetragenen öffentlichen Debatte geworden.

Nachdem "Star Wars"-Produzent George Lucas nach Sicht eines Rohschnitts der Produktion seinen Segen gegeben und auch erlaubt hatte, Toneffekte der "Star Wars"-Streifen zu benutzen - einen Gastauftritt wollte er indes nicht absolvieren -, bekam das Werk einen zweiten Wind, und Weinstein erhöhten das Budget auf 4 Millionen Dollar. Es wurden zahlreiche neue Szenen gedreht, in denen viele Stars in Gastauftritten zu sehen sind: Neben den "Star Wars"-Veteranen Carrie Fisher und Billy Dee Williams auch Danny McBride, Jason Mewes, Craig Robinson, William Shatner, Kevin Smith und Danny Trejo.

Die zusätzlichen Szenen inszenierte nicht mehr der Regiedebutant Kyle Newman, sondern Steven Brill ("Drillbit Taylor"), der sich auch daran machte, die Krebserkrankung unter den Schneidetisch fallen zu lassen. Statt dessen sollten die Fanboys nur aus einer betrunkenen Laune heraus in die Skywalker-Ranch einbrechen. Beide Versionen wurden einem Testpublikum vorgeführt. Als das bekannt wurde, setzten Fans eine Online-Petition auf, die forderte, die Urversion in die Kinos zu bringen. Bei Zusatz-Regisseur Brill kam das gar nicht gut an: Er legte sich in Briefen mit Fans an, die er übel beschimpfte. Was wiederum, als das öffentlich wurde, nicht gut bei den Weinstein Brothers ankam. Sie entließen Brill und überantworteten wieder Newman sein Werk, an dessen finaler Schnittfassung - mit Krebserkrankung - er bis kurz vor der Premiere saß.

Viel Vertrauen hatten die Produzenten in den Film, der schlechte Kritiken erhielt, offenbar aber dann nicht. Sie brachten ihn schließlich 2009 nur in eine Handvoll Kinos, so dass er mit einem weltweiten Umsatz von lediglich 1 Million Dollar floppte. Die genüssliche Selbstbespiegelung von "Star Wars"-Nerds ist teilweise sehr witzig, dürfte aber bei "Star Wars"-Fans mehr Resonanz finden als bei Zuschauern, die von der Saga unbeleckt sind.

Kritiker Pete Hammond urteilte in "Hollywood.com": "Die komische Macht ist mit diesem Film, ein vergnügter und herzerwärmender Streifen über die wundersame Kraft von Filmen, die ein Leben lang andauert."



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