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Werk ohne Autor - Tom Schilling
Werk ohne Autor - Tom Schilling
© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

"Werk ohne Autor" erhält Golden Globes-Nominierung

Satire "Vice" führt mit sechs Nennungen

Der deutsche Beitrag "Werk ohne Autor" von Florian Henkel von Donnersmarck hat eine Chance auf den Golden Globe als "Bester fremdsprachiger Film", wie Mehar Tatna, die Vorsitzende der Hollywood Foreign Press Association, dem Zusammenschluss der ausländischen Journalisten in Hollywood, soeben auf einer Pressekonferenz im Beverly Hilton Hotel in Los Angeles bekannt gegeben hat.

Mit sechs Nominierungen konnte das Drama "Vice" mit Christian Bale als US-Vizepräsident Dick Cheney, das zu Weihnachten in die US-Kinos kommen wird, die meisten Nennungen auf sich vereinigen. Dahinter folgen mit fünf Nominierungen das Musical "A Star Is Born" von und mit Bradley Cooper, der selbst zwei dieser Nennungen auf sich vereinen konnte, das historische Drama "The Favourite" über die Intrigen am englischen Königspalast im 18. Jahrhundert und das Drama "Green Book", das auch schon den Preis beim Filmfestival in Toronto und letzte Woche der Kritikervereinigung National Board of Review gewinnen konnte.

Einen ganz klaren Favoriten gibt es nicht: Keiner Produktion gelang es, bei den rund 90 wahlberechtigten Journalisten aus 55 Ländern den Grand Slam aus Nennungen für Film, Regie, Drehbuch und Hauptdarsteller auf sich zu vereinen.

Wie immer hat die Einteilung in die Sparten Drama und Komödie einige seltsame Platzierungen ergeben: "Green Book" ist zum Beispiel sicherlich keine Komödie, ebenso wenig wie "Tully", für den Hauptdarstellerin Charlize Theron nominiert worden ist. Andersherum kritisieren manche Journalisten, dass "Bohemian Rhapsody" und "A Star Is Born" nicht in der Musical-Sparte auftauchen.

Einige nominierte und auszuzeichende Streifen werden auch für politische Untertöne sorgen: So handeln mit "BlacKkKlansman", "Green Book" und "If Beale Street Could Talk" gleich drei Werke vom Rassismus in den USA. Über ethnische Diversität bei den Nominierten muss sich derweil in diesem Jahr niemand beklagen: Es gehen zahlreiche afro-amerikanische, asiatische und hispanische Künstler ins Rennen.

In der Kategorie des "Besten fremdsprachigen Films" muss sich "Werk ohne Autor" mit vier anderen, allesamt wie er als Anwärter auf eine Nominierung bei den Academy Awards von ihren Ländern eingereichten Produktionen messen. Dabei ist das Drama mit Tom Schilling klarer Außenseiter gegenüber dem mexikanischen Drama "Roma", dessen Regisseur und Drehbuchautor Alfonso Cuarón sogar noch zweimal nominiert ist und das - anders als "Werk ohne Autor" - den Goldenen Löwen in Venedig erringen konnte, und dem japanischen Drama "Manbiki kazoku", das in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet worden ist.

Die Preise werden am 6. Januar in einer von Sandra Oh und Andy Samberg moderierten Show in Los Angeles vergeben werden. Sie gelten als wichtiger Stimmungsbeeinflusser vor den Oscar-Nominierungen.

Hier die Liste der Nominierungen:

Bestes Drama:
"Black Panther"
"BlacKkKlansman"
"Bohemian Rhapsody"
"If Beale Street Could Talk"
"A Star Is Born"

Bestes Musical oder Komödie:
"Crazy Rich Asians"
"The Favourite"
"Green Book"
"Mary Poppins Returns"
"Vice"

Bester Animationsfilm:
"Incredibles 2"
"Isle of Dogs"
"Mirai"
"Ralph Breaks the Internet"
"Spider-Man: Into the Spider-Verse"

Bester fremdsprachiger Film:
"Capernaum" (Libanon)
"Girl" (Belgien)
"Roma" (Mexiko)
"Shoplifters" (Japan)
"Werk ohne Autor" (Deutschland)

Beste Regie:
Bradley Cooper für " A Star Is Born"
Alfonso Cuarón für "Roma"
Peter Farrelly für "Green Book"
Spike Lee für "BlacKkKlansman"
Adam McKay für "Vice"

Bestes Drehbuch:
Debora Davis und Tony McNamara für "The Favourite"
Nick Vallelonga, Brian Currie und Peter Farrelly für "Green Street"
Barry Jenkins für "If Beale Street Could Talk"
Alfonso Cuarón für "Roma"
Adam McKay für "Vice"

Beste Hauptdarstellerin in einem Drama:
Glenn Close für "The Wife"
Lady Gaga für "A Star Is Born"
Nicole Kidman für "Destroyer"
Melissa McCarthy für "Can You Ever Forgive Me?"
Rosamund Pike für "A Private War"

Beste Hauptdarstellerin in einer Komödie oder in einem Musical:
Emily Blunt für "Mary Poppins Returns"
Olivia Coleman für "The Favourite"
Elsie Fisher für "Eight Grade"
Charlize Theron für "Tully"
Constanze Wu für "Crazy Rich Asians"

Bester Hauptdarsteller in einem Drama:
Bradley Cooper für "A Star Is Born"
Willem Dafoe für "At Eternity's Gate"
Lucas Hedges für "Boy Erased"
Rami Malek für "Bohemian Rhapsody"
John David Washington für "BlacKkKlansman"

Bester Hauptdarsteller in einer Komödie oder in einem Musical:
Christian Bale für "Vice"
Lin-Manuel Miranda für "Mary Poppins Returns"
Viggo Mortensen für "Green Book"
Robert Redford für "The Old Man & the Gun"
John C. Reilly für "Stan & Ollie"

Beste Nebendarstellerin:
Amy Adams für "Vice"
Claire Foy für "First Man" ("Aufbruch zum Mond")
Regina King für "If Beale Street Could Talk"
Emma Stone für "The Favourite"
Rachel Weisz für "The Favourite"

Bester Nebendarsteller:
Mahershala Ali für "Green Book"
Timothée Chalamet für "Beautiful Boy"
Adam Driver für "BlacKkKlansman"
Richard E. Grant für "Can You Ever Forgive Me?"
Sam Rockwell für "Vice"

Beste Musik:
Marco Beltrami für "A Quiet Place"
Alexandre Desplat für "Isle of Dogs"
Ludwig Göransson für "Black Panther"
Justin Hurwitz für "First Man" ("Aufbruch zum Mond")
Marc Shaiman für "Mary Poppins Returns"

Bester Song:
"All the Stars" in "Black Panther"
"Girl in the Movies" in "Dumplin"
"Requiem for a Private War" in "A Private War"
"Revelation" in "Boy Erased"
"Shallow" in "A Star Is Born"


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