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Chaos im Netz - Poster
Chaos im Netz - Poster
© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Deutsche Filmstarts: Ralph sorgt für "Chaos im Netz"

Oscar-Favorit "The Favourite" bietet Intrigen und Irrsinn

Eine starke Kinowoche wie selten erwartet die deutschen Zuschauer. Neben dem Oscar-Favoriten "The Favourite" wartet eine bunte Mischung sehenswerter Streifen ohne echten Ausfall auf die Kinogänger. Was lohnt den Kinobesuch? Und wann lässt man die Geldbörse besser stecken?

"Chaos im Netz"
Animation
USA
113 Minuten
FSK 6

Unsere Empfehlung: Reingehen!

Sechs Jahre nach ihren ersten Abenteuern entdecken die Spielfiguren Ralph und Vanellope einen Internet-Router in ihrer Spielkonsole und entern das Netz.

Und auch sechs Jahre nach dem ersten Teil "Ralph reichts" kehrt Regisseur und Drehbuchautor Rich Moore ("Zoomania") zusammen mit Co-Regiedebutant und Mit-Autor Phil Johnston in die Welt der sich missverstanden fühlenden Spielschurkenfigur Wreck-It Ralph zurück. Und den Künstlern reicht es noch lange nicht: Die Fortsetzung übertrifft das Original mit ihrer witzigen und Herz erwärmenden Geschichte, die ihr buntes Universum noch mal ausweitet, dabei aber nicht ihre Charaktere und deren Beziehungen aus den Augen verliert. "Ralph Breaks the Internet" - so der Originaltitel - ist für den Oscar nominiert. Die Kritiken für die Walt Disney Studios-Produktion sind hervorragend, die Zuschauer etwas zurückhaltender.

Unser Kritiker Björn Schneider ist von dem US-Animationsstreifen begeistert und vergibt die Höchstwertung: Fünf von fünf Sternen! Er schreibt: "Anspielungsreicher, ebenso selbstironischer wie phantasievoller Animationsfilm für die ganze Familie. Pointiert, zeitgemäß und charmant umgesetzt."

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"Creed II"
Drama
USA
130 Minuten
FSK 12

Unsere Empfehlung: Reingehen!

Unter der Aufsicht von Rocky Balboa (Sylvester Stallone) bereitet sich Schwergewichtsboxer Adonis Creed (Michael B. Jordan) auf ein Duell mit Viktor Drago (Florian Munteanu) vor, dem Sohn von Ivan Drago (Dolph Lundgren), der einst seinen Vater im Boxring tötete.

Regisseur und Drehbuchautor Ryan Coogler, der vor drei Jahren die "Rocky"-Saga triumphierend wieder belebte, hat die Reihe für "Black Panther" verlassen. An seine Stelle treten Regisseur Steven Caple Jr., dessen zweiter Film dies ist, und Veteran und "Rocky"-Erfinder Sylvester Stallone, der das Skript verfasst hat. Beide vereinen ihre Kräfte für ein US-Drama, das auch wegen seines Anknüpfens an "Rocky IV" wenig Neues zu bieten hat, aber mit seinen generationenübergreifenden Themen noch immer zu fesseln weiß. Die Warner Brothers Pictures-Produktion hat Kritiker wie Zuschauer begeistert.

Unser Rezensent Falk Straub ist mit Einschränkungen auch zufrieden: "Der Film bietet sowohl Neueinsteigern als auch Langzeit-Fans, die sich auf ein Wiedersehen mit einigen alten Charakteren freuen, solide Unterhaltung. Die Schauspieler überzeugen abermals, die Choreografie der Kämpfe und die erwartbare, teils arg klischierte Handlung können mit dem ersten Teil allerdings nicht Schritt halten."

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"Die unglaublichen Abenteuer von Bella"
Abenteuer
USA
96 Minuten
FSK 0

Eine Hündin macht sich auf eine über 600 Kilometer lange Reise durch die Wildnis von Colorado zu ihrem Herrchen (Jonah Hauer-King).

Hinter diesem US-Abenteuerfilm steckt W. Bruce Cameron, der Autor, auf dessen Buch auch schon "A Dog's Purpose" ("Bailey - Ein Freund fürs Leben") beruhte. Hier hat er seinen eigenen Roman aus dem Jahr 2018, der auf einer wahren Geschichte beruht, selbst für die Leinwand adaptiert. Regie bei der Columbia Pictures-Produktion führte Charles Martin Smith, der nicht erst seit den beiden "Mein Freund, der Delfin"-Filmen ein Experte für tierische Abenteuer ist. "A Dog's Way Home" - so der Originaltitel - hat nicht viel Neues zu bieten, ist aber nichtsdestotrotz anrührend. Die Kritiken wie die Zuschauerreaktionen fallen gemischt aus.

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"The Favourite"
Drama
Großbritannien
119 Minuten
FSK 12

Unsere Empfehlung: Reingehen!

In England Anfang des 18. Jahrhunderts wetteifern Lady Sarah (Rachel Weisz) und eine neue Bedienstete (Emma Stone) um die Gunst der kränkelnden Königin Anne (Olivia Colman).

Zehn Oscar-Nominierungen und zwölf BAFTA-Nominierungen - "The Favourite" wird seinem Namen in der Preisverleihungssaison gerecht. Bereits rund 100 Preise hat das britische Drama des griechischen Regisseurs Yorgos Lanthimos ("The Killing of a Sacred Deer") einheimsen können. Die Gefahr besteht, dass bei so vielen Vorschusslorbeeren die Erwartungen des Zuschauers enttäuscht werden könnten. Nur hier nicht: Die 20th Century Fox-Produktion bietet grandiose Leistungen der drei gut besetzten Schauspielerinnen auf - Olivia Colman hat bereits den Golden Globe gewonnen -, und Lanthimos versetzt das Historienspiel geschickt mit einer modernen Botschaft. Die Kritiken fallen durchgängig hymnisch aus, die Zuschauermeinungen sind gemischter.

Unser Kollege Björn Schneider lobt den Streifen über den grünen Klee und vergibt erneut die Höchstwertung: Fünf von fünf Sternen! Er schreibt: "In seinem bis dato zugänglichsten Film entlarvt Yorgos Lanthimos das Leben am englischen Königshof als dekadentes, triviales Lustspiel, das von bemitleidenswerten, von Machthunger angetriebenen Figuren bevölkert wird."

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"Womit haben wir das verdient?"
Komödie
Österreich
92 Minuten
FSK 0

Die Welt einer Mutter (Caroline Peters) wird auf den Kopf gestellt, als ihre Tochter (Chantal Zitzenbacher) auf einmal zum Islam konvertiert und in einem Hidschab herumläuft.

Gut gemeint ist leidlich gut gemacht. Regiedebutantin und Drehbuchautorin Eva Spreitzhofer plädiert mit ihrer österreichischen Komödie für mehr Offenheit und macht sich gleichermaßen über Religion und Liberalität lustig. Leider ist die Neue Vision-Produktion nicht so witzig wie nötig, um über die teilweise arg gesuchten Momente hinwegsehen zu lassen.

Unsere Kritikerin Bianka Piringer rät zum Kauf einer Kinokarte: "Köstlich bissig nimmt der Film den Kulturschock einer emanzipierten Mutter aufs Korn, deren 16-jährige Tochter rebellisch zum Islam konvertiert. Das heitere Ensemble-Spiel einer Wiener Patchwork-Familie und ihres Umfelds nimmt sowohl das Frauenbild des radikalen Islams, als auch die starken Ängste in der westlich geprägten Gesellschaft vor kultureller Überfremdung ins Visier."

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"Beautiful Boy"
Drama
USA
121 Minuten
FSK 12

Unsere Empfehlung: Reingehen!

Über viele Jahre kämpft eine Familie mit der Drogensucht des Sohnes (Timothée Chalamet).

2005 veröffentlichte der US-Journalist David Sheff unter dem Titel "Mein drogenabhängiger Sohn" einen Artikel in "The New York Times"-Magazin, in dem er den Kampf seiner Familie um seinen Sohn Nic schilderte. Den Beitrag erweiterte er zu einem Sachbuch, das 2008 veröffentlicht und zum Bestseller wurde. Parallel kamen die Memorien von Nic unter dem Titel "Tweak: Growing Up on Methamphetamines" heraus. Der belgische Regisseur und Drehbuchautor Felix van Groeningen ("Café Belgica") hat für sein englischsprachiges Debut beide Werke zur Grundlage dieses leisen US-Dramas gemacht, das besonders durch die fabelhaften Darstellungen von Steve Carell und Timothée Chalamet packt. Kritiker wie Zuschauer heben die Daumen für die NFP-Produktion.

Auch unser Rezensent Falk Straub ist angetan: "Ein bezaubernd gespieltes, nonlinear erzähltes und meisterhaft montiertes Familiendrama. An die emotionale Wucht seines 'The Broken Circle' reicht der Streifen zwar nicht ganz heran, rückt dafür ein drängendes, weitverbreitetes gesellschaftliches Problem vorurteilsfrei, feinfühlig und mitfühlend in den Fokus."

Hier geht es zu den kompletten Filmstarts


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