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Der Fall Collini
Der Fall Collini
© Constantin Film

Deutsche Filmstarts: Elyas M'Barek und die Schatten der Vergangenheit

Willem Dafoe grandios als "Van Gogh"

Ein starkes Programm erwartet die Kinobesucher in der Osterwoche in den heimischen Filmtheatern. Elyas M'Barek beweist sich auch in dramatischer Art und Weise in "Der Fall Collini", Willem Dafoe brilliert als "Van Gogh", und für das Familienpublikum sind das britische Fantasy-Abenteuer "Wenn du König wärst" und der deutsche Animationsstreifen "Die sagenhaften Vier" der Brüder Christoph und Wolfgang Lauenstein eine gute Wahl. Was lohnt den Kinobesuch? Und wann hält man das Portemonnaie besser geschlossen?

"Der Fall Collini"
Drama
Deutschland
122 Minuten
FSK 12

Ein unerfahrener Pflichtverteidiger (Elyas M'Barek) bekommt die juristische Vertretung eines mutmaßlichen Mörders (Franco Nero) übertragen und stößt auf eine Verschwörung.

Manchmal übertreibt es Regisseur Marco Kreuzpaintner ("Coming In") etwas mit der Drastik und den Klischees, aber insgesamt ist ihm mit diesem deutschen Drama eine solide Adaption des gleichnamigen Romans von Ferdinand von Schirach aus dem Jahr 2011 gelungen, die von den guten Darstellern getragen wird. Die Constantin-Produktion hat freundliche Kritiken erhalten.

Unser Kritiker Andreas Köhnemann sah Licht und Schatten: "Ein Film, der sich teilweise spannend und mitreißend der Nachkriegsjustiz und ihren Folgen widmet, jedoch oft ins Melodramatische abgleitet."

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"Lloronas Fluch"
Horror
USA
93 Minuten
FSK 16

Eine Sozialarbeiterin (Linda Cardellini) entdeckt, dass die mexikanischen Legende der unheimlichen weinenden Frau vielleicht doch mehr ist als nur ein Ammenmärchen.

Das "Conjuring"-Universum expandiert weiter. Nach "Annabelle" und "The Nun" erhält nun auch die weinende Frau ihren eigenen US-Horrorfilm. Michael Chaves gibt nach Kurzfilmen sein Regiedebut und ist auch schon für "The Conjuring 3" gebucht. Diese Warner Brothers Pictures-Produktion ist allerdings keine allzu viel versprechende Visitenkarte: Wieder einmal setzen die Filmemacher auf Schocks statt das unheimliche Potential des Stoffes. Die Kritiken sind dementsprechend schlecht.

Unserer Rezensentin Bianka Piringer hat es besser gefallen: "Mit seinem Spielfilmdebut stellt Michael Chaves ein Händchen für das Horrorgenre unter Beweis. Angst und Schrecken werden stilvoll geschürt in dieser Geistergeschichte. Allerdings beeinträchtigt es die filmische Wirkung, dass sich das Leid der bösen Gestalt nur wenig mitteilt."

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"Wenn du König wärst"
Fantasy
Großbritannien
120 Minuten
FSK 6

Unsere Empfehlung: Reingehen!

Eine Bande Kinder wehrt sich gegen eine mittelalterliche Zauberin (Rebecca Ferguson), nachdem ein Schüler (Louis Ashbourne Serkis) das sagenumwobene Schwert Excalibur entdeckt hat.

Nach "Attack the Block" widmet sich Regisseur und Drehbuchautor Joe Cornish in seinem zweiten Kinofilm wieder Jugendlichen, diesmal im Gewande eines britischen Fantasy-Films. Die 20th Century Fox-Produktion ruft klassische Abenteuer für alle Altersstufen in Erinnerung und funktioniert eine zeitlose Legende für einen äußerst unterhaltsamen Streifen für die ganze Familie um. Die Kritiken für "The Kid Who Would Be King" - so der Originaltitel - sind grandios, das Publikum indes ist wesentlich reservierter.

Unser Kollege Björn Schneider rät zum Kinobesuch: "Liebenswerter, an die Lebenswelt heutiger Teenager angepasster Mix aus Fantasy, Ritter-Abenteuer und Familienfilm, der mit tollen Jungdarstellern und viel Witz punktet."

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"Die sagenhaften Vier"
Animation
Deutschland
92 Minuten
FSK 0

Unsere Empfehlung: Reingehen!

Eine gelangweilte Katze sucht zusammen mit ihren drei Freunden das große Abenteuer.

1990 gewannen die Brüder Christoph und Wolfgang Lauenstein den Oscar für ihren Animationskurzfilm "Balance". Vergangenes Jahr gaben sie ihr Spielfilmdebut mit dem Animationsstreifen "Luis und die Aliens", der mit 272 000 kleinen und großen Besuchern ein mäßiger Erfolg wurde. Mit ihrem neuen, an das Märchen "Die Bremer Stadtmusikanten" angelehnten deutschen Animationsstreifen sind sie die Qualitätsleiter definitiv nach oben geklettert. Die Figuren wirken zum Greifen dreidimensional, die Bilder sind mit Liebe zum Detail gestaltet und die Handlung mit der Lust an Parodien und Hommagen gespickt. Die ersten Kritiken sind wohlwollend.

Unsere Kritikerin Bianka Piringer ist von der Universum-Produktion richtig begeistert. Sie vergibt die Höchstwertung: Fünf von fünf Sternen! Sie schreibt: "Der Animationsstreifen empfiehlt sich als charmant-gewitzte Neuinterpretation von 'Die Bremer Stadtmusikanten'. Der Tonfall kombiniert und kontrastiert naive Unschuld mit einer Fülle pfiffiger Ideen und fröhlicher Action. Das Ergebnis ist ein hervorragender Film, der rundum gelungenes Kinovergnügen bietet."

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"Van Gogh - An der Schwelle zur Ewigkeit"
Drama
Irland
111 Minuten
FSK 6

Unsere Empfehlung: Reingehen!

Der niederländische Maler Vicent Van Gogh (Willem Dafoe) erlebt im Süden Frankreichs neue Schaffenskraft, aber seine persönlichen Dämonen wird er nicht los.

Der US-Regisseur und Drehbuchautor Julian Schnabel ("Schmetterling und Taucherglocke") begibt sich in diesem irischen Drama auf faszinierende Art und Weise auf die Spuren der letzten Lebensmonate eines Genies, das zu Lebzeiten keine künstlerische Wertschätzung erfuhr. Turmhoch der geniale Willem Dafoe in der Titelrolle, der für seine Leistung Oscar-nominert gewesen ist. Die Kritiken für "At Eternity's Gate" sind hervorragend, die Zuschauermeinungen verhaltener.

Für unseren Rezensenten Björn Schneider bestehen ob der Qualitäten der DCM-Produktion keine Zweifel. Er vergibt die Höchstwertung: Fünf von fünf Sternen! Er schreibt: "Vielschichtiges, ergreifendes Portrait eines Jahrhundertgenies, getragen von einem meisterhaften Hauptdarsteller."

Hier geht es zu den kompletten Filmstarts


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