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Die Firma - Tom Cruise
Die Firma - Tom Cruise
© Paramount Pictures Germany

TV-Tipps für Samstag (22.2.): Tom Cruise kommen Bedenken

RTL2 zeigt "Die Firma"

Am Samstagabend steht Hollywood-Unterhaltung mit zwei männlichen Stars zur Auswahl: Vox zeigt im Hauptprogramm den Science Fiction-Film "Elysium" mit Matt Damon, gefolgt von dem Krimi "Die Firma" mit Tom Cruise im RTL2-Spätprogramm.

"Elysium", Vox, 20:15 Uhr
Im Jahr 2154 leben die Superreichen auf einer Raumstation, während der Rest der Bevölkerung auf der ruinierten Erde zurück gelassen worden ist. Ein Mann (Matt Damon) beginnt eine Mission, die den gegensätzlichen Welten Ausgleich bringen könnte.

Wie die besten Science Fiction-Filme geht auch "Elysium" das Unbehagen über aktuelle Missstände an und transportiert diese in eine ferne Zukunft. Der südafrikanische Regisseur Neill Blomkamp ("Chappie"), der auch schon in seinem sensationell erfolgreichen Debut "District 9" das Thema Einwanderung und Rassismus in eine Science Fiction-Handlung verpackt hatte, ging 2013 mit "Elysium" erneut zeitgenössische politische und soziologische Themen wie Einwanderung, Überbevölkerung, Gesundheitsvorsorge, Ausbeutung, das Rechtssystem und soziale Klassen an.

Die Idee zu seinem zweiten Streifen war Blomkamp bei einer Reise nach Mexiko gekommen, wo er die Armut der Bevölkerung vor der riesigen, von Hubschraubern überwachten Grenze zu den USA gesehen hatte. Die Sony-Tochter TriStar Pictures überzeugte Blomkamp's Idee und sein Drehbuch, so dass dem Filmemacher ein Budget von 115 Millionen Dollar zur Verfügung gestellt wurde und auch Stars wie Matt Damon und Jodie Foster mitarbeiten wollten.

Neill griff nichtsdestotrotz auch auf seine aus "District 9" bewährte Crew aus Cutter Julian Clarke, Ausstatter Philip Ivey, Kameramann Trent Opaloch und Darsteller Sharlto Copley zurück, der diesmal den Bösewicht mimte.

Blomkamp gelang ein interessantes, zum Nachdenken anregendes und unterhaltsames Werk mit aufregenden Action-Sequenzen, das trotz guter Kritiken und einem Erfolg von weltweit 286 Millionen Dollar an den Kinokassen dennoch als Enttäuschung wahrgenommen wurde. Gegenüber "District 9" verblasste "Elysium", das die Mehrheit der Zuschauer kalt ließ.

Kritiker Henry Fitzherbert: "Es ist großartig, einen Blockbuster zu sehen, der etwas im Kopf hat. Es ist nur schade und eine Ironie, dass ein Film über Menschlichkeit sich so wenig für seine Menschen interessiert."



"Die Firma", RTL2, 22:30 Uhr
Ein junger Anwalt (Tom Cruise) schließt sich einer angesehenen Kanzlei an, muss aber bald erkennen, dass diese eine finstere Seite hat.

1993 war John Grisham-Jahr. Gleich zwei Hollywood-Produktionen kamen auf die Leinwand und wurden weltweit große Erfolge: Im Juli "The Firm" und im Dezember "The Pelican Brief" ("Die Akte"). In der Woche, in der "The Firm" Premiere feierte, rangierten gleich drei Romane des Autoren unter den ersten sechs Plätzen der Bestseller-Liste der "New York Times".

Mit seiner Verfilmung des gleichnamigen Romans aus dem Jahr 1991 wurde Regisseur Sydney Pollack der Vorlage gerecht. Nur dem seltsam antiklimaktischen Schluss, der sich vom Buch unterscheidet, merkt man die Mühe an, welche die gleich drei Drehbuchautoren hatten, eine Wendung zu finden, die den Helden integerer dastehen lässt als im Roman.

Für die Rolle von Gene Hackman hatte Pollack, der auch produzierte, eigentlich eine Geschlechtsumwandlung vorgesehen und wollte Meryl Streep besetzen, doch dagegen legte Grisham sein Veto ein. Die Paramount Pictures-Produktion wurde für 42 Millionen Dollar hauptsächlich in Memphis im US-Bundesstaat Tennessee gefilmt.

"The Firm" ist ein spannender US-Kriminalfilm mit sorgfältig herausgearbeiteten Figuren, die von hervorragenden Schauspielern verkörpert werden. Bei gemischten Kritiken spielte er weltweit 270 Millionen Dollar ein.

Nebendarstellerin Holly Hunter wurde für den Oscar und den Britischen Filmpreis nominiert; Komponist Dave Grusin erhielt eine Oscar-Nominierung.

Ein Zuschauer findet: "Die Charaktere, nicht nur die Hauptfiguren, fühlen sich echt und eigenständig an. Gene Hackman stiehlt den Film. Das Drehbuch ist superb, und auch wenn der Schluss, der sich vom Roman unterscheidet, kritisiert worden ist, finde ich, dass er eine verblüffende Befreiung aus einer scheinbar ausweglosen Lage ist."



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