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© Capelight Pictures

Deutsche Filmstarts: Keegan Allen bittet: "Follow Me"

Ethan Hawke setzt "Tesla" unter Strom

US-Produktionen dominieren die neue Kinowoche in den deutschen Lichtspielhäusern: Regisseur Will Wernick legt mit "Follow Me" seinen zweiten Escape Room-Horror hintereinander vor, Michael Angelo Covino schreibt und inszeniert sich seine Rolle in der Komödie "The Climb" auf den Leib, und Ethan Hawke setzt das Biopic "Tesla" unter Strom. Aus Spanien kommt der surreale Thriller "Die obskuren Geschichten eines Zugereisten" dazu. Was lohnt den Kinobesuch? Und wann lässt man das Portemonnaie besser stecken?

"Follow Me"
Horror
USA
91 Minuten
FSK 16

Unsere Empfehlung: Spart Euch das Geld!

Ein amerikanischer Influencer (Keegan Allen) reist mit Freunden (Holland Roden, Siya, George Janko und Denzel Whitaker) nach Moskau, wobei er die Erlebnisse für seinen Blog filmt. Als die Gruppe sich als besonderes Event in einem "Escape Room" einschließen lässt, steht schon bald ihr Leben auf dem Spiel...

Dieser Schuster bleibt wahrlich bei seinen Leisten, auch wenn seine Werke mehr für Holzköpfe enden. Nach dem schwachen "Escape Room" von 2017 schickt Regisseur und Drehbuchautor Will Wernick in "No Escape" - so der Originaltitel - wieder eine Gruppe junger Leute in einen solchen. Der US-Horrorfilm ist absolut überraschungsfrei geraten. Die ersten Kritiken und Zuschauerreaktionen für die Capelight-Produktion sind negativ.

Unser Kritiker Falk Straub meint: "Ein solide gemachter, aber leicht durchschaubarer Film, der auf der Welle der Escape Room-Rätsel surft und diesem Subgenre keine neuen Facetten abgewinnen kann."

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"The Climb"
Komödie
USA
98 Minuten
FSK 6

Unsere Empfehlung: Reingehen!

Die langjährige Freundschaft zweier Männer (Michael Angelo Covino und Kyle Marvin) gerät in eine Krise, als der Eine dem Anderen gesteht, dass er vor Jahren eine Affaire mit dessen Verlobter hatte.

Nach seinem gleichnamigen Kurzfilm aus dem Jahr 2018 klettert Produzent, Regisseur, Drehbuchautor und Hauptdarsteller Michael Angelo Covino mit seinem Langfilmdebut in ungeahnte qualitative Höhen: Die Prokino-Produktion seziert eine männliche Freundschaft auf unterhaltsame und witzige Weise. Die Kritiken für die US-Komödie sind durchweg hymnisch, die ersten Zuschauerreaktionen gewogen.

Unser Rezensent Björn Schneider jubelt und vergibt die Höchstwertung: Fünf von fünf Sternen! Er schreibt: "Ein Film wie das echte Leben: Es geht hoch und runter, verläuft mal glücklich und mal tragisch. Michael Angelo Covino erzählt dabei nie zu seicht oder vorhersehbar, sondern stets locker-leicht und augenzwinkernd von einer ganz besonderen Männerfreundschaft."

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"Die obskuren Geschichten eines Zugereisten"
Thriller
Spanien
103 Minuten
FSK 16

Unsere Empfehlung: Reingehen!

Während einer Zugfahrt erzählt ein Psychiater (Ernesto Alterio) einer Mitreisenden (Pilar Castro) bizarre Geschichten aus seinem Berufsalltag. Schon bald wird die Frau so sehr in die eigenartigen Geschichten hineingezogen, dass sie nicht mehr zwischen Realität und Erzählung unterscheiden kann.

Und noch ein gelungenes Regiedebut: Regisseur Aritz Moreno treibt in diesem spanischen Thriller mit viel schwarzem Humor und einer verschachtelten Geschichte mit skurrilen und surrealen Einfällen ein launiges Spiel um Wahn und Wahrheit. Der Neue Visionen-Produktion liegt der Roman "Ventajas de viajar en tren" - "Abenteuer während einer Zugreise", auch der Originaltitel dieser Verfilmung - von Antonio Orejudo Utrilla aus dem Jahr 2000 zugrunde. Die Kritiken sind gut, die ersten Zuschauerreaktionen verhaltener.

Unser Kollege Andreas Köhnemann gehört zum Pro-Lager: "Witzig, erschütternd, verrätselt, grausam – und ziemlich abgedreht! Eine wilde Filmreise durch Abgründe; originell umgesetzt und toll gespielt."

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"Tesla"
Drama
USA
102 Minuten
FSK 12

Unsere Empfehlung: Ihr könnt, müsst aber nicht!

Der geniale Erfinder und Elektroingenieur Nikola Tesla (Ethan Hawke) arbeitet zunächst für Thomas Edison, verfolgt dann aber seine eigene Karriere als Elektrizitätspionier.

Der aus Serbien stammende Physiker und Elektroingenieur Nikola Tesla, der von 1856 bis 1943 lebte, hat in den USA die elektrische Energietechnik und insbesondere die Zweiphasenwechselstromtechnik vorangetrieben und das moderne Leben somit bis heute geprägt. Das 2003 gegründete Unternehmen Tesla, das Elektroautos sowie Stromspeicher- und Photovoltaikanlagen produziert, ist nach ihm benannt. Nachdem kürzlich Nicholas Hoult den Erfinder in "Edison - Ein Leben voller Licht" dargestellt hat, wird er in diesem US-Drama von Ethan Hawke gegeben, der eine hervorragende Leistung abliefert und die Schwächen der kühnen und ambitionierten Leonine-Produktion glättet. Der Streifen von Regisseur und Drehbuchautor Michael Almereyda hat gemischte Kritiken erhalten.

Unsere Kritikerin Bianka Piringer rät zum Kartenkauf: "Die ideenreiche, sich selbst reflektierende Inszenierung sorgt für Aufsehen, etwa indem sie Tesla's Wegbegleiterin Anne Morgan immer wieder auch als Betrachterin aus der Gegenwart auftreten lässt."

Hier geht es zu den kompletten Filmstarts


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