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Keine Zeit zu sterben - Daniel Craig
Keine Zeit zu sterben - Daniel Craig
© Universal Pictures International

James Bond bekommt mehr Zeit zu sterben

"No Time to Die" erneut verschoben

Ein weiterer ganz heftiger Schlag für die Filmindustrie und insbesondere die Kinobesitzer weltweit, die kommenden Monat auf einen sicheren Publikumsmagneten gehofft hatten. Wer, wenn nicht James Bond 007, hätte es mit dem Corona-Virus aufnehmen können?

Doch das Vertrauen der Verleiher United Artists und Universal Pictures in die kommerziellen Fähigkeiten des Agenten im Geheimdienst Ihrer Majestät scheinen noch immer begrenzt, und so haben sie nun verkündet, dass die für November angesetze Premiere von "No Time to Die" erneut verschoben wird. Jetzt soll der 250 Millionen Dollar teure US-Thriller am 2. April 2021 in die Kinos kommen und damit rund ein Jahr nach seinem ursprünglichen Premierentermin.

"Wir verstehen, dass die Verzögerung für unsere Fans enttäuschend ist, aber wir freuen uns, 'No Time to Die' nächstes Jahr mit ihnen zu teilen", heißt es auf der 007-Website. Man wolle garantieren, dass der Film "von einem weltweiten Kinopublikum gesehen wird" - was angesichts der grassierenden Pandemie nach Ansicht der Filmstudios und Verleiher jetzt nicht möglich zu sein scheint. Insbesondere die in Los Angeles, New York City und San Francisco derzeit noch geschlossenen Lichtspielhäuser sind den Filmemachern ein Dorn im Auge, aber auch die steigenden Corona-Zahlen in Europa, wo die James Bond-Streifen traditionell stark sind, lassen sie zurückschrecken.

Die Taktik der Filmstudios, "die Pandemie auszusitzen, um ihren Filmen einen höheren Profit zu garantieren, macht meiner Meinung nach keinen Sinn", kritisiert John Fithian, der Vorsitzende der britischen Kinobesitzer-Vereinigung National Asscociation of Theatre Owners. "Wenn wir keine Filme mehr zeigen können, bis die Welt durchgeimpft sein wird, werden die Kinos verschwunden sein, in denen man die Filme zeigen wollte."


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