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Conjuring 3: Im Bann des Teufels
Conjuring 3: Im Bann des Teufels
© Warner Bros.

Kinocharts USA (4. - 6.6.): "Conjuring 3" teuflisch gut

Horror-Sequel verdrängt Horror-Sequel von der Spitze

Es ist eine schrecklich schöne oder schön schreckliche Zeit in den nordamerikanischen Kinos. Zwei Fortsetzungen zum Gruseln machten am Wochenende das Rennen um die höchste Publikumsgunst unter sich aus, und mit "The Conjuring: The Devil Made Do It" setzte sich der Neuling souveräner als von Analysten erwartet gegen den Spitzenreiter "A Quiet Place Part II" durch. 24 Millionen Dollar setzte der Horrorfilm mit Vera Farmiga um, während dem Konkurrenten mit Emily Blunt am zweiten Wochenende mit 19 Millionen Dollar nur Silber blieb.

"The Conjuring 3" startete dabei mit bloß gemischten Kritiken und in mit 3102 Kinos wesentlich weniger Spielstätten als "A Quiet Place Part II", der in 3744 Filmtheatern zu sehen ist. Der Erfolg ist noch bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass Warner Brothers Pictures den Streifen zugleich ohne Aufpreis auf HBO Max zum Streamen anbieten. Der neue Kinokassenkönig hat Warner Bros. und dessen Tochter New Line Cinema 39 Millionen Dollar gekostet; zusammen mit den Auslandsumsätzen steht der insgesamt bereits achte Beitrag aus dem seit 2013 expandierenden "Conjuring"-Universum schon bei 57 Millionen Dollar weltweit. "A Quiet Place II" liegt nach zehn Tagen bei 88 Millionen Dollar und weltweit bei 138 Millionen Dollar. Paramount Pictures haben 61 Millionen Dollar in das Sequel investiert.

Bronze geht an "Cruella". Die Emma Stone-Komödie ist mit 3922 Lichtspielhäusern weiterhin das meistgezeigte Werk Kanadas und der USA und setzte an ihrem zweiten Wochenende 11 Millionen Dollar um. Der auch auf Disney+ im Internet für eine Gebühr in Höhe von 30 Dollar erhältliche Film steht bei alles in allem 43 Millionen Dollar; weltweit sind es 87 Millionen Dollar. Die Walt Disney Pictures-Produktion hat 200 Millionen Dollar gekostet.

Der neben "The Conjuring: The Devil Made Me Do It" zweite Neustarter "Spirit Untamed" stieg mit 6 Millionen Dollar auf dem vierten Rang ein. Der 30 Millionen Dollar teure Animationsstreifen ist eine Fortsetzung des 2002 mit weltweit insgesamt 122 Millionen Dollar Umsatz erfolgreichen "Spirit: Stallion of Cimarron" und der seit 2017 ausgestrahlten Netflix-Serie "Spirit Riding Free". Die Universal Pictures-Produktion wartet mit Stimmen von Julianne Moore und Jake Gyllenhaal auf und hat ebenfalls lediglich gemischte Besprechungen bekommen.

Auf zweistellige Millionenbeträge bringen es aktuell der Disney-Animationstreifen "Raya and the Last Dragon" mit der Stimme von Kelly Marie Tran und 53 Millionen Dollar in 14 Wochen; der United Artists-Kriminalfilm "Wrath of Man" mit Jason Statham und 24 Millionen Dollar in fünf Wochen; der Lionsgate-Horrorfilm "Spiral" mit Chris Rock und 22 Millionen Dollar in vier Wochen; das japanische Anime "Demon Slayer: Mugen Train" mit 47 Millionen Dollar in sieben Wochen und der Warner Brothers Pictures-Fantasy Film "Godzilla vs. Kong" mit Alexander Skarsgard und 99 Millionen Dollar in zehn Wochen.


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