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Deutsche Filmstarts: Disney verzaubern mit "Encanto"

Rita Falk-Roman "Hannes" von Hans Steinbichler verfilmt

Walt Disney Studios bringen mit "Encanto" ihren 60. Animationsstreifen heraus und überraschen mit einem Ausflug in fremde Gefilde. Derweil ist die "Resident Evil"-Maschinerie nach fünf Jahren Pause wieder angeworden worden, und Jennifer Hudson schlüpft in die Rolle der Queen of Soul Aretha Franklin. Aus Europa kommen die Verfilmung des Rita Falk-Romans "Hannes" und das französische Fest für die Sinne "À la carte" hinzu. Was lohnt den Kinobesuch? Und wann lässt man die Geldbörse besser stecken?

"Encanto"
Animation
USA
102 Minuten
FSK 0

Unsere Empfehlung: Reingehen!

Als die Macht einer magischen Kerze zu schwinden scheint, ist es an einem Mädchen, das als einziger Spross seiner kolumbianischen Familie keine erkennbare Wunderkraft besitzt, sein Zuhause zu retten.

Nicht nur die Pixar-Tochter, sondern auch die Disney-Mutter kann es auch noch: Mit seinem 60. Animationsstreifen beweist das Haus mit der Maus, dass es weiterhin bezaubernde und wunderschön animierte Unterhaltung für die gesamte Familie schaffen kann - diesmal mit dem Bonus einer in einem für Walt Disney Studios neuen Kulturkreis spielenden Handlung. Die 120 Millionen Dollar schwere Produktion ist von einem Regie- und Drehbuchtrio aus Charise Castro Smith, Jared Bush ("Zoomania") und Bryon Howard ("Zoomania") gestemmt worden. Die Kritiken und ersten Zuschauerreaktionen sind durchweg hymnisch.
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"Resident Evil: Welcome to Raccoon City"
Horror
USA
107 Minuten
FSK 16

Unsere Empfehlung: Spart Euch das Geld!

Eine junge Frau (Kaya Scodelario) kehrt kurz vor der Jahrtausendwende in die Stadt eines dubiosen Unternehmens zurück und wird dort mit einer mysteriösen Seuche konfrontiert, die Menschen in aggressive Monster verwandelt.

Mit den "Resident Evil"-Werken muss sich ja offensichtlich Geld verdienen lassen, anders ist es nicht zu erklären, dass das Versprechen eines "Final Chapter", das der sechste Teil der seit 2002 laufenden Reihe vor fünf Jahren machte, gebrochen worden ist. Nun erfährt das Ganze ein unvermeidliches Reboot mit dem Slogan "Witness the Beginning of Evil". Vielleicht halten die Produzenten die Geschichte um Seuche und einen zwielichtigen Pharamakonzern, die auf den ersten Video-Spielen der japanischen Capcom basiert, die 1996 auf der Playstation ihr Debut feierte, für die Pandemie-Zeit als gut wiederverwertbar. Der englische Regisseur und Drehbuchautor Johannes Roberts ("47 Meters Down") hat einen technisch brillanten, aber inhaltlich öden und unoriginellen US-Horrorfilm in Szene gesetzt, der die Fortsetzung der Reihe nicht rechtfertigen kann. Die Kritiken für die Constantin-Produktion sind negativ ausgefallen.

Unser Kritiker Björn Schneider ist etwas milder: "Simpel gestrickter und optisch nicht immer gelungener, dafür aber kurzweiliger Neustart der Reihe, der über eine schauerliche Atmosphäre und deftige Acton-Einlagen verfügt."

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"Respect"
Drama
USA
145 Minuten
FSK 12

Unsere Empfehlung: Reingehen!

Der Lebensweg der Sängerin Aretha Franklin (Jennifer Hudson) von den bescheidenen Anfängen im Kirchenchor ihres Vaters bis zur "Queen of Soul".

Nach Arbeit für das Fernsehen gibt Regisseurin Liesl Tommy mit diesem 55 Millionen Dollar teuren US-Drama ihr Kinodebut und wird der legendären Aretha Franklin und ihren künstlerischen Errungenschaften insbesondere dank der brillanten Hauptdarstellerin Jennifer Hudson gerecht. Die Kritiken für die Universal Pictures-Produktion sind freundlich, ebenso die Zuschauerreaktionen.

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"Hannes"
Drama
Deutschland
90 Minuten
FSK 12

Unsere Empfehlung: Spart Euch das Geld!

Nachdem ein junger Mann (Johannes Nussbaum) nach einem Motorradunfall ins Koma fällt, weicht sein Freund (Leonard Schleicher) im Krankenhaus nicht von seiner Seite.

Regisseur Hans Steinbichler ("Eine unerhörte Frau") und sein Cousin Dominikus Steinbichler, der das Drehbuch geschrieben hat, haben mit diesem deutschen Drama den gleichnamigen Roman von Rita Falk aus dem Jahr 2012 adaptiert. Dabei haben sie etwas zu tief in den emotionalen Farbtopf gegriffen - die Studiocanal-Produktion trifft willkommene humorvolle und skurrile Töne, ist insgesamt aber nervend manipulativ. Die ersten Kritiken sind gemischt.

Unser Rezensent Björn Schneider gehört zu den Skeptikern: "Süsslich-schmalziges, vorhersehbares Drama mit einer unglaubwürdigen Geschichte und viel zu aufdringlichen musikalischen Untermalung."

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"À l carte! - Freiheit geht durch den Magen"
Komödie
Frankreich
113 Minuten
FSK 0

Unsere Empfehlung: Reingehen!

Ein französischer Meisterkoch (Grégory Gadebois), der 1789 aus seiner Stellung am Hof eines Herzogs entlassen wird, macht mit Hilfe der tatkräftigen Unterstützung einer mysteriösen Frau (Isabelle Carré) aus seinem heimischen Hof das erste Restaurant, zu dem alle Zugang haben.

Regisseur und Drehbuchautor Éric Besnard ("Birnenkuchen mit Lavendel") schwelgt in seiner französischen Komödie in opulenten Bildern und versieht den ernsten historischen Hintergrund gekonnt mit Humor und liebevoll gezeichneten Charakteren. Die Neue Visionen-Produktion hat gemischte Kritiken geerntet.

Unsere Kollegin Bianka Piringer rät zum Kinokartenkauf: "Unter der Regie von Éric Besnard wird die Geschichte eines leidenschaftlichen Kochs am Vorabend der Revolution zum Fest für die Sinne. Die zarte Romantik und die genussvolle Inszenierung der Kochkunst vor dem Hintergrund eines Epochenwandels sind die Zutaten eines lohnenden Kinoerlebnisses."

Hier geht es zu den kompletten Filmstarts


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