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Berlinale 2022 Plakat
Berlinale 2022 Plakat
© Internationale Filmfestspiele Berlin / Claudia Schramke, Berlin

Berlinale 2022 Dokumentarfilmpreis: Jury bekannt gegeben

18 Produktionen gehen ins Rennen

Seit langem engagieren sich die Internationalen Filmfestspiele Berlin für die Vielfalt der dokumentarischen Formen. Eine spezielle Auszeichnung für den besten Dokumentarfilm wurde 2017 ins Leben gerufen. Der Berlinale Dokumentarfilmpreis ist mit einem Preisgeld in Höhe von 40 000 Euro dotiert, das vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) gestiftet wird. Insgesamt sind 18 aktuelle Dokumentarbeiträge aus den Sektionen Berlinale Special, Encounters, Panorama, Forum und Generation für den Berlinale Dokumentarfilmpreis nominiert. Das Preisgeld teilen sich Regisseur und Produzent des Preisträgerfilms. Die Auszeichnung wird im Rahmen der offiziellen Preisverleihung im Berlinale Palast am 16. Februar verliehen.

Eine dreiköpfige Jury entscheidet über die Preisvergabe:

Wang Bing (China)
Wang Bing begann 1999 seine Karriere als unabhängiger Filmemacher. 2003 wurde er mit seinem über neunstündigen Dokumentarfilm "Tiexi qu" ("West of the Tracks") bekannt, der international sehr erfolgreich war. Nach seinen Dokumentationen "San zimei" ("Allein in den Bergen von Yunnan) von 2012 und "Feng ai" ("Til Madness Do Us Part") von 2013 präsentierte er 2016 seinen Film "Ta'ang" im Berlinale Forum. 2017 gewann er mit "Mrs. Fang" den Goldenen Leoparden. Sein jüngster Dokumentarfilm "Dead Souls" feierte 2018 in Cannes Premiere. Bing wird von Kritikern gelobt und gilt als einer der wichtigsten chinesischen Künstler, Dokumentarfilmer und Regisseure seiner Zeit. Zahlreiche bekannte Museen wie das Centre Pompidou in Paris oder die Cinémathèque Royale de Belgique sowie die Documenta ehrten ihn mit Retrospektiven seines gesamten Œuvres.

Rana Eid (Libanon)
Rana Eid ist eine libanesische Sounddesignerin und Filmemacherin. Seit 2003 war sie an mehreren libanesischen Filmen beteiligt, bevor sie 2006 mit dem Komponisten Nadim Mishlawi die Firma DB STUDIOS für Audio-Post-Produktion eröffnete. Seither arbeitet sie an regionalen und internationalen Filmen sowohl mit etablierten Regisseuren als auch mit aufstrebenden Talenten zusammen. 2019 wirkte sie an zwei Oscar-nominierten Filmen mit: "The Cave" ("Klink im Untergrund – The Cave") und "Honeyland" ("Land des Honigs"). Zuletzt war sie Sounddesignerin des World Cinema Fund-Films "You Will Die at 20" im Jahr 2019 und bei "Memory Box", der 2021 am Wettbewerb der Berlinale teilnahm. Sie führte 2017 Regie bei ihrem ersten Dokumentarfilm "Panoptic", der beim Filmfestival Locarno seine Premiere feierte.

Susanne Schüle (Deutschland)
Susanne Schüle ist eine deutsche Kamerafrau und dreht seit 25 Jahren abendfüllende Dokumentarfilme, die auf vielen internationalen Festivals ausgezeichnet wurden. Für "Absolut Warhola" erhielt sie 2001 beim Internationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm den Kamerapreis und 2003 den Grimme-Preis. Der Kurzdokumentarfilm "Akkordeonspielerin" gewann 2007 die Goldene Lola. Für "Himmelverbot" erhielt sie 2015 den Kamerapreis beim DocuArt Festival in Bukarest und ihre aktuelle Kameraarbeit für "Kühe auf dem Dach" wurde 2020 mit dem Preis für den besten innovativen Langfilm auf dem International Film Festival Nyon ausgezeichnet. Susanne Schüle ist neben ihrer Tätigkeit als Kamerafrau Professorin an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf.


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