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Berlinale 2022 Internationale Jury - M. Night...Sa d
Berlinale 2022 Internationale Jury - M. Night Shyamalan, Karim A nouz, Anne Zohra Berrached, Tsitsi Dangarembga, Ryusuke Hamaguchi, Connie Nielsen und Said Ben Sa d
© Berlinale

Berlinale 2022: Internationale Jury nimmt Arbeit auf

M. Night Shyamalan sitzt Wettbewerbsjury vor

Bei der Berlinale 2022 entscheidet erneut eine renommierte Internationale Jury über die Vergabe des Goldenen und der Silbernen Bären. 18 Filme gehen im Wettbewerb ins Bärenrennen, die Preisträger werden am 16. Februar im Berlinale Palast verkündet.

Den Vorsitz der Internationalen Jury übernimmt Regisseur M. Night Shyamalan. Die weiteren Jurymitglieder sind der brasilianische Regisseur, Drehbuchautor und Bildender Künstler Karim Aïnouz, die deutsche Regisseurin und Drehbuchautorin Anne Zohra Berrached, die simbabwische Filmemacherin und Schriftstellerin Tsitsi Dangarembga, die japanische Regisseurin und Drehbuchautorin Ryûsuke Hamaguchi, die dänische Schauspielerin und Produzentin Connie Nielsen und der französische Filmproduzent Saïd Ben Saïd.

M. Night Shyamalan (USA) – Jurypräsident
Der Drehbuchautor, Produzent und Regisseur M. Night Shyamalan fesselt mit seinen Genre-Filmen seit drei Jahrzehnten weltweit das Publikum. Sein beeindruckendes Filmschaffen umfasst rund 14 Spielfilme als Kinoregisseur. Der Durchbruch gelang ihm 1999 mit dem Horrorfilm "The Sixth Sense", in dem Bruce Willis die Hauptrolle spielte. Der Film erzielte das zweithöchste Einspielergebnis des Jahres und erhielt sechs Oscar-Nominierungen. Danach feierte Shyamalan 2000 mit "Unbreakable", "Signs" 2002 und "The Village" 2004 eine Reihe von Kinoerfolgen. "The Visit" war 2015 der erfolgreichste Horrorfilm des Jahres. Diesen Erfolg konnte er 2019 mit seinem nächsten Film "Glass" wiederholen. Ebenso erfolgreich startete er 2015 seinen Auftakt im TV-Bereich mit der zehnteiligen Serie "Wayward Pines", die auf den gleichnamigen Bestseller-Romanen basiert. Zuletzt war Shyamalan Showrunner für die preisgekrönte Serie "Servant", bei der er auch die Regie für einige Episoden übernahm. Im Sommer 2021 startete sein jüngster Kinofilm "Old", der auf der Graphic Novel "Sandcastle" basiert. Aktuell arbeitet Shyamalan an seinem nächsten Film, "Knock at the Cabin", der im Februar 2023 in die Kinos kommen wird.

Karim Aïnouz (Brasilien)
Karim Aïnouz studierte zunächst Architektur in Paris und Brasilien, bevor er einen Abschluss in Filmwissenschaft an der New York University machte und als Regieassistent für Todd Haynes praktische Erfahrungen sammelte. Sein Spielfilmdebut "Madame Satã" feierte 2002 Premiere in Cannes, später liefen 2006 "O Céu de Suely" und "Viajo Porque Preciso, Volto Porque te Amo" 2009 in Venedig. Ein regelmäßiger Gast ist Aïnouz auch bei der Berlinale: 2014 nahm er mit "Praia do Futuro" am Wettbewerb teil, parallel lief im Berlinale Special "Cathedrals of Culture", bei dem er einer von sechs Regisseur war. Seine beiden Dokumentarfilme "Zentralflughafen THF" von 2018, ausgezeichnet mit dem Amnesty International Award, und "Nardjes A." von 2020 wurden im Panorama gezeigt. Sein Spielfilm "A Vida Invisível" ("Die Sehnsucht der Schwestern Gusmão") erhielt 2019 in Cannes den Hauptpreis der Sektion Un Certain Regard; zwei Jahre später lief auch sein autobiographisches Werk "O Marinheiro das Montanhas" an der Croisette.

Saïd Ben Saïd (Frankreich)
Saïd Ben Saïd ist ein französischer Filmproduzent sowie Gründer und Vorsitzender von SBS Productions. Er produzierte bereits 40 Filme, darunter Regiearbeiten von Paul Verhoeven, David Cronenberg, Roman Polanski, Brian De Palma, Nadav Lapid, Philippe Garrel, Walter Hill, Alain Corneau, Kleber Mendonça Filho, André Téchiné und Ira Sachs. Zu seinen jüngsten Filmen gehören: David Cronenberg's "Maps to the Stars" mit Julianne Moore, die in Cannes als Beste Darstellerin ausgezeichnet wurde; Paul Verhoeven's "Elle", der 2017 bei den Golden Globes als Bester ausländischer Film geehrt wurde; Nadav Lapid's "Synonymes", der den Goldenen Bären bei der Berlinale 2019 gewann, sowie Kleber Mendonça Filho's "Bacurau", der 2019 in Cannes den Jury-Preis erhielt. Zuletzt produzierte er Paul Verhoeven's "Benedetta", der 2021 im Wettbewerb von Cannes Premiere feierte. 2015 gründete Ben Saïd seine Verleihfirma SBS Distribution und den internationalen Zweig SBS International, um seine eigenen Produktionen zu vertreiben.

Anne Zohra Berrached (Deutschland)
Anne Zohra Berrached, 1982 in Erfurt als Tochter einer Deutschen und eines Algeriers geboren, studierte zunächst Sozialpädagogik und arbeitete als Theaterpädagogin in London, bevor sie sich dem Filmemachen zuwandte. Nach dem ersten eigenen Kurzdokumentarfilm "Der Pausenclown" im Jahr 2009 studierte sie an der Filmakademie Baden-Württemberg. Ihr erster abendfüllender Spielfilm "Zwei Mütter" wurde 2013 bei der Berlinale in der Perspektive Deutsches Kino mit dem DFJW-Preis Dialogue en perspective bedacht, drei Jahre später ging "24 Wochen" im Wettbewerb ins Rennen um den Goldenen Bären. Der Film wurde mit dem Deutschen Filmpreis in Silber ausgezeichnet und erhielt den Gilde-Filmpreis. Ihren jüngsten Film "Die Welt wird eine andere sein" präsentierte Berrached, die in ihren Filmen meist professionelle Schauspieler gemeinsam mit Laien agieren lässt und auf größtmögliche Authentizität setzt, 2021 im Panorama der Berlinale. Neben ihren Arbeiten fürs Kino inszenierte die Filmemacherin drei viel beachtete TATORT-Episoden.

Tsitsi Dangarembga (Simbabwe)
Die simbabwische Filmemacherin und Schriftstellerin Tsitsi Dangarembga studierte zunächst in Cambridge und an der University of Zimbabwe, bevor sie schließlich für ein Regiestudium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie nach Berlin kam. Als Drehbuchautorin oder Regisseurin war sie an etlichen der filmischen Meilensteine ihres Heimatlandes beteiligt, darunter "Neria" 1991, "Flame" 1996, "Everyone's Child" 1996 oder "I Want a Wedding Dress" im Jahr 2011. 1992 gründete sie ihre eigene Produktionsfirma Nyerai Films, 2003 das International Film Festival for Women in Harare, aus dem auch der African Women Filmmakers' Development Hub hervorging. Darüber hinaus ist sie eine der Mitbegründerinnen des Institute of Creative Arts for Progress in Africa (ICAPA) Trusts. Dangarembga's jüngster Roman "Überleben" - der Abschluss ihrer Trilogie, zu der auch "Der Preis der Freiheit" im Jahr 1988 und "The Book of Not" im Jahr 2006 gehören - stand 2020 auf der Short List für den Booker Prize. 2021 wurde sie mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels sowie mit dem PEN Pinter Prize und dem PEN International Award for Freedom of Expression ausgezeichnet.

Ryûsuke Hamaguchi (Japan)
2021 war Ryûsuke Hamaguchi mit seinem Episodenfilm "Wheel of Fortune and Fantasy" erstmals im Wettbewerb der Berlinale vertreten, wo er mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet wurde. Im gleichen Jahr erhielt er auch den Preis für das Beste Drehbuch beim Festival in Cannes, wo seine Murakami-Verfilmung "Drive My Car" Premiere feierte. Seinen ersten Film "Passion", mit dem er sein Studium an der Universität der Künste Tokio abschloss, hatte Hamaguchi 2008 beim Filmfestival von San Sebastián präsentiert. Es folgten der Spielfilm "The Depths" sowie die dokumentarische Tōhoku-Trilogie ("Sound of the Waves", "Voices from the Waves" und "Storytellers"), die er zwischen 2011 und 2013 gemeinsam mit Ko Sakai inszenierte. Der internationale Durchbruch gelang ihm 2015 mit "Happy Hour", der seine Weltpremiere in Locarno feierte. Drei Jahre später wurde er mit "Asako I & II" erstmals in den Wettbewerb in Cannes eingeladen. Neben seinen Regiearbeiten schrieb er auch das Drehbuch für Kiyoshi Kurosawa's "Wife of a Spy", der 2020 den Silbernen Löwen für die beste Regie in Venedig erhielt.

Connie Nielsen (Dänemark)
Connie Nielsen wurde in Dänemark geboren, wo ihre Bühnenkarriere an der Seite ihrer Mutter in politischen Revue- und Varietéshows begann. Sie zog als junge Frau nach Frankreich und Italien, um ihr Studium fortzusetzen und ihre internationale Schauspielkarriere voranzubringen. In den USA spielte sie in Ridley Scott's Oscar-Gewinner "Gladiator" und "Mission to Mars" (2000) von Brian de Palma im Jahr 2000, und "Basic" im Jahr 2003. Für Susanne Bier's "Brothers" im selben Jahr stand sie erstmals in ihrer Heimat vor der Kamera und wurde dafür unter anderem für den Europäischen Filmpreis nominiert und in San Sebastián sowie mit dem dänischen Filmpreis Bodil ausgezeichnet. Nielsen drehte auch mit Regisseuren wie Olivier Assayas bei "Demonlover.com" im Jahr 2002 oder Lars von Trier bei "Nymphomaniac: Teil 1" im Jahr 2013 und war in Blockbustern wie "Wonder Woman" von Patty Jenkins im Jahr 2017 und Zack Snyder's "Justice League" im Jahr 2021 zu sehen. Zuletzt war sie als Hauptdarstellerin und Executive Producer an der britischen Serie "Close to Me" im Jahr 2021 beteiligt. Nielsen ist außerdem Gründerin der Organisationen Human Needs Project und Road to Freedom Scholarships.


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