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Jim Sheridan (69)

Wissenswertes

Geboren: ✹ 06. Februar 1949 in Dublin, Irland
Größe: 170 cm

Seine Tochter Kirsten Sheridan (*1976) ist ebenfalls Regisseurin ("August Rush", "Disco Pigs") und gab als Co-Autorin von "In America" ihr Drehbuchdebüt

Biographie

Jim Sheridan wurde am 6. Februar 1949 in der irischen Hauptstadt Dublin geboren. Sein Vater, Peter Sheridan arbeitete als Eisenbahnarbeiter, Schauspieler und Bühnenregisseur.
Jim studierte am University College Dublin (UCD) Literatur und Philosophie, ließ sich parallel an der Abbey School of Acting als Schauspieler ausbilden und gründete mit anderen das Dublin's Project Theatre. 1972 heiratete er Fran, mit der er drei Töchter hat (Naomi, Kirsten und Tess). Von 1976 bis 1980 arbeitete er als künstlerischer Leiter des renommierten Kulturzentrums Projects Art Centre - bis zu einem Streit über eine Produktion, in der es um Homosexualität ging.
1981 gab Sheridan seinem Leben eine dramatische Wende: Er wanderte mit seiner Familie über Kanada illegal in die USA ein, wo er zunächst mit wenig Geld im New Yorker Stadtteil Hell's Kitchen lebte - eine Erfahrung, die er später mit "In America" verarbeitete. Ab 1982 arbeitete er als Direktor des Irish Arts Centre in New York. 1988 kehrter er nach Irland zurück.
Dort gelang ihm ein Jahr später im Alter von 40 Jahren mit seinem ersten Film "Mein linker Fuss", der Verfilmung der Memoiren des schwerbehinderten Schriftstellers Christy Brown, der internationale Durchbruch als Regisseur. Die Hauptdarsteller Daniel Day Lewis und Brenda Fricker wurden mit Oscars ausgezeichnet, er selbst wurde als bester Regisseur nominiert.
1990 folgte "Das Feld", die Verfilmung eines Theaterstücks, mit Richard Harris in der Hauptrolle. Harris wurde für seine Darstellung eine störrischen irischen Bauern mit einer Oscar- und Golden Globe-Nominierung bedacht. Der Film erwies sich jedoch nicht als Hit.
Drei Jahre später folgte Sheridans zweite erfolgreiche Zusammenarbeit mit Day-Lewis, "Im Namen des Vaters", einem bewegenden Drama nach der wahren Geschichte der "Guildford Four". Diesmal erntete Sheridan sieben Oscar-Nominierungen, darunter für den besten Film und die beste Regie. Keine davon erfüllte sich. Dafür gab's immerhin den Goldenen Bären der Berlinale.
1996 schrieb Sheridan gemeinsam mit Terry George das Drehbuch zu dessen Film "Mütter und Söhne", der sich um den Hungerstreik eines inhaftierten IRA-Terroristen zu Beginn der 1980er dreht.
Erst 1997 saß Sheridan auch wieder im Regiestuhl, wiederum für einen Film mit Daniel Day-Lewis in der Hauptrolle und wieder mit einem irischen Thema: "Der Boxer" dreht sich um einen Mann, der nach 14 Jahren in Belfast aus dem Gefängnis entlassen wird, wo er unschuldig - für einen anderen - als vermeintlicher IRA-Attentäter einsaß. 1999 produzierte Sheridan eine belanglose, wenn auch nette Komödie: Anjelica Hustons in Irland angesiedeltes "Frauen unter sich".
2003 folgte das halbautobiographische Drama "In America", zu dem er das Drehbuch gemeinsam mit seinen Töchtern Naomi und Kirsten Sheridan schrieb. Der Film wurde von der Kritik gut aufgenommen und erhielt drei Oscar-Nominierungen - für das beste Drehbuch, die beste Hauptdarstellerin (Samantha Morton) und den besten Nebendarsteller (Djimon Honsou). Mit seinem nächsten Projekt, "Get Rich or Die Tryin'" (2005) überraschte Sheridan seine alten Fans - es hat überhaupt nichts mehr mit Irland oder Iren zu tun, sondern basiert auf der Lebensgeschichte des Rappers 50 Cent, der auch noch selbst die Hauptrolle spielt. Der Film erhielt nur mäßige Kritiken, hielt sich an den Kinokassen allerdings gut über Wasser.
2008 wagte Sheridan sich an ein Remake von Susanne Biers Drama "Brothers - Zwischen Brüdern", mit Tobey Maguire, Jake Gyllenhaal und Natalie Portman in den Hauptrollen.



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