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Userwertung 9/10

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Die zehnte Animation aus dem Hause Pixar: Carl Fredricksen, ehemaliger Ballon-Verkäufer und mittlerweile rüstige 78 Jahre alt, verwirklicht sich einen Kindheitstraum - mit tausenden von Luftballons fliegt er mitsamt seinem Haus gen Südamerika
Oben Walt Disney Studios Motion Pictures GermanyOben Walt Disney Studios Motion Pictures GermanyOben Walt Disney Studios Motion Pictures GermanyOben Walt Disney Studios Motion Pictures GermanyGruppenbild in Cannes Oben Walt Disney Studios Motion Pictures GermanyFoto aus Cannes Oben Walt Disney Studios Motion Pictures Germany
Inhalt
  • "Oben", der zehnte Animations-Spaß aus dem Hause Disney/Pixar, präsentiert den ungewöhnlichsten Kino-Helden aller Zeiten: Carl Fredricksen, ehemaliger Ballon-Verkäufer und mittlerweile rüstige 78 Jahre alt!
    Schon als Kind liebte er es von großen Abenteuern zu träumen und bevor es zu spät ist, so denkt sich Carl, möchte er seinen größten Traum nun endlich wahr werden lassen. Und so lässt Carl mit tausenden von Luftballons sein Haus abheben um damit nach Südamerikas zu fliegen. Erst viel zu spät bemerkt er, dass sein größter Albtraum als blinder Passagier mit von der Partie ist: ein übereifriger 9-jähriger Pfadpfinder und selbsternannter Wildnis-Forscher.us
Credits
Awards, Auszeichnungen und Preise
Filmkritik
  • Seit 15 Jahren beschert die Animations-Filmschmiede Pixar einen Erfolgshit nach dem anderen: Ob „Toy Story“, „Findet Nemo“, „Die Unglaublichen“ oder zuletzt „Wall-E“, die Filme sind nicht nur Effekt-Theater auf der Höhe der Zeit, sondern treffen auch erzählerisch genau den Nerv ihres Publikums. Mit „Wall-E“ gesellte sich zu den üblichen, überwiegend an die jüngeren Zuschauer gerichteten Appellen an Freundschaft, Loyalität und Zusammenhalt, eine Dimension ethisch-moralischer Aussagen hinzu.
    Der jüngste Clou der Kreativen aus dem Hause Pixar ist „Oben“, und der wartet nicht nur mit einem schrulligen Antihelden par excellence auf, sondern nimmt sich beinahe poetisch des Älterwerdens und der (fast) verflossenen Träume an. Kurzgesagt lautet die Botschaft: Es ist nie zu spät, und du kannst alles erreichen, ganz gleich wie alt (oder jung) du bist, wenn du es dir wirklich vornimmst.
    Im Mittelpunkt steht der kauzige 78-jährige Carl Fredericksen, der mit seiner inzwischen verstorbenen Frau ein Leben lang davon träumte, die ganze Welt zu bereisen. Ein Fleckchen hatte es dem Paar in ihrer Phantasie ganz besonders angetan: Die „Paradise Falls“ in Südamerika, gigantische Wasserfälle inmitten des tropischen Urwaldes, die sich unvermittelt aus der grünen Pracht hunderte von Metern tosend in die Tiefe stürzen. Den beiden waren aber die finanziellen Nöte einfacher Menschen, mit einem kleinen Häuschen, an dem ständig was zu reparieren war, immer in die Quere gekommen. Und so wurde die Reise Jahr um Jahr verschoben, bis beide so alt waren, dass der Wunsch nur noch wie eine nebulöse Schwärmerei der Vergangenheit anmutete. Nun ist seine Liebste gegangen und er ganz allein mit seinen Erinnerungen in diesem Haus. Und dieses soll ihm von skrupellosen Immobilienhaien nun auch noch weggenommen werden. Carl schmiedet einen Plan, und bald darauf erhebt sich sein Haus, an ein paar Tausend bunten Luftballons hängend, in die Höhe und fliegt mit Kurs Südamerika davon.
    Keine Reise aber ohne einen blinden Passagier: Auf der Veranda krallt sich der pummlige Pfadfinder Russel verstört an der Wand fest. Eigentlich wollte sich die hilfsbereite Nervensäge von einem Plagegeist, beim alten Carl das letzte noch fehlende Pfadfinder-Abzeichen verdienen; nun muss er mit, auf eine unglaubliche Abenteuerreise.
    Wie seine Vorgänger besticht „Oben“ durch eine grandiose Optik. Und damit auch die allerletzten tiefer liegenden Schichten der Netzhaut mit feinster CGI-Technik wachgeküsst werden, wurde diesmal das Spektakel in 3D gedreht. Das verleiht dem visuellen Eindruck nicht nur eine weitere Dimension, sondern sorgt tatsächlich für den einen oder anderen Aha-Effekt (wenn auch zu befürchten ist, dass die 3D-Technik, die geradezu inflationär in die Kinosäle Einzug hält, bald ihren Neureiz verbraucht haben dürfte). Die spektakuläre Bilderpracht macht aber nicht den eigentlichen Charme des Films aus: Dieser liebreizend kauzige alte Knabe (der optisch ein wenig an Spencer Tracy erinnert), dem seine Schöpfer einen unglaublich großen Quadratschädel verpasst haben, um mit dem Kopf durch die Wand zu kommen und sich trotzig allen Widerständen entgegenzustemmen, ist es, der die Herzen im Sturm erobert. Damit die Story aber nicht zu einer Ode an das Alter gerät, klebt ihm der trottelige Russel an der Backe. Etwas boshaft in unserer Zeit des Jugendwahns ist das schon, aber so schön heilsam, dass man sich „Oben“ glatt als Realfilm wünscht (vielleicht lässt sich Clint Eastwood doch noch mal überreden, als Hauptdarsteller vor die Kamera zu treten?).
    Abwechslungsreich geht es allemal zu, und erfreulich sind sowohl die Storytelling-Elemente, die etwas Tempo rausnehmen, damit sich das Actiongewitter nicht zu einer sinnarm aneinander gereihten Bilderflut reduziert, als auch die schrägen bis leicht psychedelischen Einlagen: nebst sprechenden Hunden gibt es noch einen besonderen Gast, vielleicht sogar den heimlichen Star des Films, zu bestaunen: eine bunte überdimensionierte Kreuzung aus Paradies- und Laufvogel mit ausgeprägtem Beschützerinstinkt und Vorliebe für Schokolade. Total spinnert, aber wundervoll skurril. Und sogar einen üblen Schurken entbehrt der Streifen nicht: einen Kapitän-Nemo-Verschnitt mit leichten Dr. Moreau-Anleihen.
    Fazit: „Oben“ ist ein wundervoller prächtiger Bilderreigen, der sowohl die visuell leicht stimulierbaren Synapsen zum Tanzen bringen wird, als auch sich liebreizend an das Organ in unserer Brust anschmeichelt. Die herrlich verschrobenen und charmanten, mit viel Detailliebe zum Leben erweckten, Figuren, lassen beinahe vergessen, dass es sich nicht um echte Menschen handelt. „Oben“ bietet Filmenthusiasten allen Alters eine ebenso fetzige wie anrührende Geschichte, der es an Herz, Hirn und eines hoffnungsvollen Horizontes nicht ermangelt.

    Dimitrios Athanassiou






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Userkommentare
rumbombe vom 28.09.2009
Ich hab mir die 3D-Version des Filmes angeguckt. Ich finde nicht, dass es sich lohnt die 11 Euro zu bezahlen, da der Film nicht viele 3D-Effekte enthält. Doch der Film ansich ist genial. Die Abwechslung zwischen traurig und lustig ist gut ausgeglichen und die Charaktere sind der hammer. Ich empfehle den Film sehr.
Animiertes Fleisch vom 15.09.2009
Liebe Kinobesucher,
gerne hätten wir Ihnen auch diesen Film in der neuen 3D-Technik gezeigt, doch die überzogene Leihmietenforderung des WALT DISNEY-Filmverleihs hätten einen Eintrittspreis von bis zu 12,--Euro zur Folge gehabt, den wir nicht bereit waren, so an Sie weiter zu geben.
Wir bitten um Verständnis.
filmfuzzy vom 12.08.2009
"O B E N" (UP)
Die Computeranimierten Filme ( die so genannten CGI) überschwemmen zurzeit die Kinos. Dabei gibt es sehr viel Schrott auf der Leinwand zu sehen ("Kung Fu Panda", "Horton hört ein Hu"). Es hapert sehr oft an einer richtigen Geschichte. Aber jetzt ist Besserung in Sicht. Pixar und Disney haben sich endlich einmal wieder eine richtig fantasievolle Story einfallen lassen. Das hervorragende Ergebnis ?OBEN?.
Carl Fredicksen, ein kleiner Junge schwärmt für den Forscher und Abenteurer Charles Muntz. Bei der Suche nach eigenen Abenteuern trifft er auf Ellie. Sie entpuppt sich als Seelenverwandte, ein Wirbelwind mit Zahnlücke, die den ängstlichen und schüchternen Carl ebenfalls sofort in ihr Herz schließt. So sehr, dass beide für immer ein Paar bleiben. Ihr gemeinsamer Traum: eine Reise zu dem gewaltigen Wasserfall Paradise Falls im südamerikanischen Amazonas-Gebiet. Doch dieser Wunsch bleibt unerfüllt.
Jetzt sitzt der 78jährige Ballonverkäufer allein und mürrisch in seinem Häuschen. Elli ist gestorben. Nicht einmal der junge Pfadfinder Russell, der eines Tages vor seiner Tür steht, kann ihn aufmuntern. Der Kleine braucht nur noch einen einzigen Aufnäher, um in den nächsthöheren Pfadfinderrang aufzusteigen. Dafür muss er einem Senioren helfen. Nur will sich Carl von dem Jungen mit dem sonnigen Gemüt nicht helfen lassen und schickt die Nervensäge weg.
Doch ihm machen Grundstücksspekulanten zu schaffen. Sein kleines Holzhaus steht auf begehrtem Baugrund und Carl will nicht verkaufen. Als eines Tages ein Bauarbeiter seinen Gartenzaun und Briefkasten beschädigt, dreht Carl durch und verletzt den Arbeiter mit seiner Gehhilfe. Ein Gericht verfügt daraufhin die Einweisung in ein Altersheim.
Aber nicht mit Carl. Als die Pfleger ihn abholen wollen, öffnet sich das Dach von seinem Haus und mit vielen tausend Luftballons schwebt Carl davon.
Die Segel aus zusammengenähten Laken sind gesetzt: Carl möchte sich und seiner Frau nachträglich doch noch den großen Lebenstraum erfüllen. Während er Kurs auf Südamerika nimmt, klopft es plötzlich an der Tür. Der achtjährige Russell hat sich heimlich auf die Veranda geschlichen.
Jetzt steht er starr vor Angst und dick bepackt mit Outdoor-Utensilien vor ihm. Widerwillig lässt Carl ihn ins Haus. Ihm bleibt keine andere Wahl, als die Quasselstrippe mitzunehmen. Wenn es Carl zu viel wird, schaltet er einfach sein Hörgerät ab. Der Wind bläst sie tatsächlich nach Südamerika zu den Paradise Wasserfällen. Doch damit fangen die Abenteuer des ungleichen Pärchen es richtig an. Es kommt zu einem atemberaubenden Showdown über den Wolken?
Nach seinen großen Erfolgen DIE MONSTER AG (Regie) und TOY STORY (Co-Writer) präsentiert Regisseur Pete Docter zusammen mit Co-Regisseur und Drehbuchautor Bob Peterson (Drehbuch FINDET NEMO) ein ungleiches Duo auf der Leinwand, das vor Witz und Energie nur so sprüht. Heben Sie ab mit Carl und Russell und begleiten den kauzigen Rentner und den aufgeweckten Jungen auf ihrem herrlich komischen Trip durch den Urwald. Erleben Sie, wie auf der ungewöhnlichen Reise kindlicher Leichtsinn auf die Gelassenheit des Alters trifft ? mit einem ungewöhnlichen Ergebnis für alle!
Herrlich neu geschaffene Charaktere mit einem Carl der eine gewisse Ähnlichkeit mit Robin Williams hat. Ein Riesenvogel Namens Kevin und eine gefährliche Meute Hunde deren Gedanken man hören kann.

95 Minuten ein Filmerlebnis das jung und alt begeistert..

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