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The King's Speech

Userwertung 9/10
Historiendrama nach wahren Begebenheiten um den britischen König George VI. und seinen Sprachtherapeuten Lionel Logue. Mit Colin Firth und Geoffrey Rush...
The Kings Speech Central FilmThe Kings Speech - König George VI COLIN FIRTH Central FilmThe Kings Speech - König George VI Bertie COLIN FIRTH und seine Ehefrau Königin Elizabeth HELENA BONHAM CARTER bei einem öffentlichen Auftritt in ihrer Zeit als Herzog und Herzogin von York Central FilmThe Kings Speech - Der Sprachtherapeut Lionel Logue GEOFFREY RUSH in seiner Praxis Central FilmThe Kings Speech - Bertie COLIN FIRTH und Lionel Logue GEOFFREY RUSH bei der Arbeit SenatorThe Kings Speech - König George VI Bertie Colin Firth und seine Ehefrau Königin Elizabeth HELENA BONHAM CARTER Senator
Inhalt
  • Als Sohn des britischen Königs George V. gehört es zu den Pflichten von Prinz Albert, genannt Bertie (COLIN FIRTH), öffentlich zu sprechen. Für den zurückhaltend-besonnenen Mann eine Qual, denn seit seiner Jugend leidet er an einem schweren Stottern. Kein Arzt und kein Psychologe kann ihm helfen, weshalb sich Berties liebevoll sorgende Ehefrau Elizabeth (HELENA BONHAM CARTER) an den exzentrischen Sprachtherapeuten Lionel Logue (GEOFFREY RUSH) wendet. Mit seinem forschen Auftreten und den unkonventionellen Behandlungsmethoden stößt er seinen adligen Patienten zunächst vor den Kopf. Bald aber zeigen sich erste Erfolge. Nach dem Tod seines Vaters und der Abdankung seines Bruders Edward VIII. (GUY PEARCE) wegen dessen Liebe zur geschiedenen Bürgerlichen Wallis Simpson wird Bertie unter dem Namen George VI. 1936 unerwartet zu Englands neuem König. Öffentliche Auftritte und Radioansprachen lassen sich fortan noch weniger umgehen als zuvor, und nicht zuletzt der drohende Krieg erhöht den Druck auf den schüchternen Regenten. Die Zusammenarbeit und wachsende Freundschaft mit Logue hilft Bertie dabei erheblich. Doch kurz vor der offiziellen Krönung stellt eine unerwartete Enthüllung das gegenseitige Vertrauen und damit auch Berties Kampf gegen das Stottern auf die Probe.
Credits
Awards, Auszeichnungen und Preise
Filmkritik
  • Nachdem in den letzten Jahren vor allem die weiblichen Mitglieder der britischen königlichen Familie in Filmen verewigt wurden, hat sich Regisseur Tom Hooper nun König George VI, dem früh verstorbenem Vater von Queen Elisabeth II, gewidmet. Der Regisseur konzentriert sich dabei auf die turbulente Zeit vor der unerwarteten Thronbesteigung des Zweitgeborenen von König George V. - und insbesondere auf die massive Sprachstörung, die dem von der Familie "Bertie" genannten Prinz Albert jeden öffentlichen Auftritt zur Qual werden ließen.
    Mit allerlei Preisen bedacht und nominiert für 12 Oscars lief der Film dieses Jahr auf der Berlinale außer Konkurrenz im Rahmen des Wettbewerbsprogramms - und war dort ganz klar der beste Film den ich gesehen habe.
    Ein Historiendrama über einen stotternden Prinzen klingt ja zunächst mal nicht sehr spannend - aber Hopper gelingt hier einfach alles. Mit einem großartigen Ensemble inszeniert er nicht nur das Drama eines Königs wider willen, sondern auch die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft zwischen zwei sehr unterschiedlichen Männern. Der eine, gespielt vom brillanten Geoffrey Rush, ein unkonventioneller, liebenswerter, aber als australischer Einwanderer in der britischen Standesgesellschaft verlachter Ausgestoßener; der andere, der ebenso grandiose Colin Firth, ein von Standesdünkel geprägter, aber völlig verunsicherter Aristokrat. Daneben überzeugt vor allem Helena Bonham-Carter als Elizabeth, liebevolle Ehefrau des stotternden Prinzen (die in späteren Jahren als Queen Mum bekannt werden sollte) - aber auch alle anderen Darsteller liefern hier beste Arbeit ab.
    Das Drehbuch, ausgestattet mit viel Dialogwitz, liefert einen ungewöhnlichen Einblick in das Leben der Windsors, macht es doch klar, dass es nicht gerade angenehm ist, als potentieller Thronerbe im goldenen Käfig zu leben, ohne echte politische Macht, von Geburt an gezwungen zu einem Leben in der Öffentlichkeit, die die Monarchen als eine Art nostalgisches Dekor missbraucht. So werden die Windsors hier als eine Art jahrhundertealte Schauspieler-Dynastie dargestellt, die den Sprösslingen kaum eine Möglichkeit bietet auszubrechen.
    So wird es denn auch nachvollziehbar, dass der "ewige Prinz" Charles nicht allzu unglücklich darüber scheint, dass seit Jahren darüber spekuliert wird ob er überhaupt je den Thron besteigen wird. Schon die männlichen Thronerben vor ihm, so lernen wir hier, hatten ja kein ungetrübtes Verhältnis zur Krone, übernahm doch schon sein Großvater Prinz Albert, der spätere König George VI, das Zepter nur aus Pflichtbewusstsein und überaus widerwillig von seinem älteren Bruder, der aus Liebe zu einer zweifach geschiedenen Amerikanerin sang und klanglos abgedankt hatte. Und man kommt nicht umhin den Hut zu ziehen vor Queen Elizabeth II, die seit nunmehr bald 60 Jahren mit eiserner Disziplin das britische Staatsoberhaupt mimt.
    Und nun soll einmal gelobt werden, was viel zu oft unbeachtet bleibt: Die Arbeit der Beleuchter. Schon in der ersten Szene ist das Licht auffallend gut: Der stotternde Prinz Albert soll eine Rede im Radio halten und schon bevor er seinen Mund öffnet macht sein grünlich ausgeleuchtes Gesicht klar, wie sehr der Mann leidet. Großartig dann in späteren Einstellungen, in denen ein großer Raum durch unterschiedliche Lichtstimmungen quasi unterteilt, und so die Wahrnehmung der Tiefe optisch verstärkt wird. Da das Licht unter die Aufsicht des Kameramanns fällt gilt das Lob natürlich auch Kameramann Danny Cohen für seine saubere Arbeit.
    Aber auch sonst findet sich nichts zu mäkeln: Schnitt, Ausstattung, Kostüme, Musik - hier stimmt einfach alles. Und so werden wohl nur Trash-Freunde oder Action-Fans nicht so recht glücklich mit "The King's Speech".

    Fazit: Nicht verpassen! Ein Film, wie man ihn nur sehr, sehr selten sieht: So kugelrund wie nur möglich.

    Julia Nieder

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Userkommentare
Kommentar vom 16.07.2011
sehr toller film: gute mischung aus drama und komödie, exzellente schauspielerleistungen (lionel und birdy ;) ), einfach großes kino!!!!!!!
filmfuzzy vom 13.01.2011
Ein ungewöhnlicher Filmtitel bei dem man sich fragt, wie füllt man die Leinwand mit zwei Stunden, über etwas, was sich eher nach einem Hörspiel anhört. Man kann. Und wie. Ein Film nominiert für 7 Golden Globes, der sicherlich auch bei der Oscarverleihung nicht leer ausgehen wird. Auch die Entstehungsgeschichte wäre es wert als Film festgehalten zu werden.
Die Geschichte dieses Films beginnt bereits in den 1940er Jahren, während des Zweiten Weltkriegs. Als Kind litt Drehbuchautor David Seidler an einem schweren Stottern. Doch als er die Reden des britischen Königs George VI. während und nach dem Krieg in der BBC hörte, war für ihn klar: wenn der Monarch einen Weg finden konnte, mit seinem Stottern umzugehen, würde ihm das auch gelingen.
So wurde George VI., der stotternde König, der zum öffentlichen Sprechen gezwungen war, ein Kindheitsheld und Vorbild für David ? und nicht zuletzt die Inspiration für THE KING?S SPEECH.
Als Sohn des britischen Königs George V. gehört es zu Berties (COLIN FIRTH) Pflichten, öffentlich zu sprechen. Für den zurückhaltend-besonnenen Mann eine Qual, denn seit seiner Jugend leidet er an einem schweren Stottern. Kein Arzt und kein Psychologe kann ihm helfen, weshalb sich Berties liebevoll sorgende Ehefrau Elizabeth (HELENA BONHAM CARTER) an den exzentrischen Sprachtherapeuten Lionel Logue (GEOFFREY RUSH) wendet.
Mit seinem forschen Auftreten und den unkonventionellen Behandlungsmethoden stößt er seinen adligen Patienten zunächst vor den Kopf. Bald aber zeigen sich erste Erfolge. Nach dem Tod seines Vaters und der Abdankung seines Bruders Edward VIII. (GUY PEARCE), wegen dessen Liebe zur geschiedenen Bürgerlichen Wallis Simpson, wird Bertie unter dem Namen George VI. 1936 unerwartet zu Englands neuem König.
Öffentliche Auftritte und Radioansprachen lassen sich fortan noch weniger umgehen als zuvor, und nicht zuletzt der drohende Krieg erhöht den Druck auf den schüchternen Regenten. Die Zusammenarbeit und wachsende Freundschaft mit Logue hilft Bertie dabei erheblich. Doch kurz vor der offiziellen Krönung stellt eine unerwartete Enthüllung das gegenseitige Vertrauen und damit auch Berties Kampf gegen das Stottern auf die Probe.
Ein interessanter Blick hinter die Kulissen der Zeitgeschichte. Excellent schauspielerisch umgesetzt. Mit oscarreifen Leistungen in Haupt-und Nebenrollen. Dazu mit einer perfekten Kameraarbeit in Szene gesetzt.Man darf gespannt wieviele Preise diese Produktion bekommt.Zuerst als Theaterstck angedacht, war es doch die richtige Entscheidung daraus einen Film zu machen.
118 Minuten ? eines der cineastischen Höhepunkte für das Filmjahr 2011.
Ab 17. Februar 2011 im KINO.


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