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Meryl Streep
Meryl Streep
© BANG Showbiz

Meryl Streep kritisiert Walt Disney

"Rassistisch, Antisemit, Frauenhasser"

Meryl Streep erregte am 7. Januar mit ein paar deutlichen Worten zu Walt Disney Aufsehen: Ihrer Meinung nach hatte der Mickey Mouse-Erfinder "ein paar rassistische Neigungen, unterstützte eine antisemitische Lobbygruppe und war ein Frauenhasser." Immerhin räumte sie später ein, dass Disney "wohl Millarden Menschen Freude gebracht hat." Die Umstände der Äußerungen: Streep überreichte auf der National Board of Review Awards-Gala den Preis für die beste Schauspielerin an Emma Thompson - für deren Rolle im Drama Saving Mr. Banks, das sich um Walt Disney (Tom Hanks) und die "Marry Poppins"-Autorin P.L. Travers (Thompson) dreht und Disney in einem eher positiven Licht erscheinen lässt. Verständlich, dass einige Leute wenig erfreut über Streeps Verurteilung seines Charakters waren: "Ich dachte, 'Oh, wow, das hätte sie nicht sagen müssen", beschwerte sich eine Mitarbeiterin der Zeremonie gegenüber dem Hollywood Reporter. "Sie überreicht den Award an Emma Thompson für einen Film der eine Art Liebesbrief an Disney ist! Aber sie ist Meryl Streep - sie kann sagen, was sie will." Travers hätte an Streeps Worten vermutlich ihre Freude gehabt. Die britische Schriftstellerin geriet häufig mit dem Produzenten aneinander und war von seiner Verfilmung ihres Kinderbuchklassikers absolut nicht angetan. Streep hat zuletzt tatsächlich ebenfalls einen Disneyfilm abgedreht, das Musical Into the Woods. Die Promotour dürfte interessant werden...


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