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Ausnahmezustand (1998)

The Siege

Terroranschläge erschüttern New York. Doch trotz größter Anstrengungen, die Hintermänner zu ermitteln, tappen FBI-Agent Hubbard und sein Haddad völlig im Dunkeln.User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.5 / 5

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Als eine Terrorwelle New York erschüttert, haben es die FBI-Ermittler Anthony Hubbard und Frank Haddad nicht nur mit arabischen Terroristen, sondern auch mit der undurchsichtigen CIA-Agentin Elise Kraft zu tun, die mehr über die Drahtzieher zu wissen scheint, als sie zugeben möchte.

Nach einem weiteren verheerenden Anschlag verhängt die Regierung schließlich das Kriegsrecht: Unter der Führung von General William Deveraux besetzt das Militär die Stadt und beginnt mit der Internierung der arabischstämmigen Bevölkerung...

Filmkritik

Es gibt sie noch: intelligente Thriller, bei denen Action nicht Selbstzweck sondern integraler Bestandteil der Handlung und die Story nicht vollends aus der Luft gegriffen ist. Edward Zwicks "Ausnahmezustand" ist ein solcher Glücksfall und überzeugt durch unerbittlichen Realismus, hervorragende Hauptdarsteller und die packende Inszenierung eines brisanten Stoffes.
Der Film entwirft das Szenario einer von verheerenden Anschlägen heimgesuchten und schließlich vom eigenen Militär belagerten Metropole und zieht dabei Parallelen zur amerikanischen Hysterie während des Zweiten Weltkriegs, als japanischstämmige Bürger unter Mißachtung ihrer Menschenrechte in Lagern interniert wurden. Darüber hinaus verknüpft "Ausnahmezustand" mehrere Handlungsebenen zu einem – für einen Genrefilm – ungewöhnlich komplexen Plot, in dessen Verlauf das vielzitierte Bild vom "bösen Moslem" und "guten Amerikaner" verblaßt.
Islamische Vereinigungen konnten sich mit dem brisanten Stoff dennoch nicht anfreunden und verdammten den Film pünktlich zum US-Start mit dem – übrigens völlig unzutreffenden – Vorwurf der Araber-Diskriminierung. Ganz im Gegenteil nämlich verhält sich "Ausnahmezustand" eher politisch überkorrekt und endet gar mit einer überflüssigen Morallektion, die das noch einmal explizit ausspricht, was der Film zuvor viel wirkungsvoller mit seinen Bildern zum Ausdruck gebracht hat.
Denzel Washington verkörpert dabei keinen übermenschlichen Kämpfer, sondern einen verletzbaren Helden, der ebenso nach seinen Überzeugungen handelt wie Bruce Willis als Hubbards scheinbar übermächtiger Antagonist Deveraux. Dazwischen bewegt sich Annette Bening als selbstbewußte CIA-Agentin, die den Ausspruch "sleeping with the enemy" offenbar wörtlich nimmt.




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Land: USA
Jahr: 1998
Genre: Action, Thriller
Länge: 116 Minuten
FSK: 16
Kinostart: 21.01.1999
Regie: Edward Zwick
Darsteller: Denzel Washington als Anthony Hubbard, Annette Bening, Bruce Willis
Verleih: 20th Century Fox

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