oder

Quills-Macht der Besessenheit (2000)

Quills

User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2.5 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 2 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Die Welt soll für immer vom Marquis de Sade befreit werden- von dem Einfluß seiner sinnlichen bis perversen Prosa. Im Irrenhaus von Charenton soll er darben, bis er stirbt. Doch der Anstaltsleiter Abbé Coulmier gestattet dem Marquis einige Privilegien, z.B. das Verfassen von Texten, die de Sade mit Hilfe der Magd Madeleine an seinen Verleger schmuggelt. Das Resultat ist der Roman "Justine", der über Nacht zum Stadtgespräch von ganz Paris wird. Napoleon Bonaparte kann das nicht auf sich sitzen lassen: zusammen mit dem Psychiater Dr. Royer-Collard schickt er seinen brutalsten Bluthund nach Charenton. Der soll den Marquis zur Räson bringen- und jedes Mittel ist erlaubt. Es beginnt ein unerbittlich ausgefochtener Willenskrieg, der schon bald eskaliert und alle Beteiligten einen hohen Preis kostet.

Filmkritik

Lüstling de Sade wandelt kurz nach der nach ihm benannten französischen Verfilmung wieder im Kino. Philip Kaufmans theatertypische Inszenierung mag für prüde Amerikaner vielleicht freizügig scheinen, hierzulande gibt’s keinen Grund für Schamesröte. Zumal nicht seine berüchtigten erotischen Eskapaden, sondern sein mit dem Tode endender Kampf um die Schreibfreiheit im Mittelpunkt stehen. Eine namhafte Schauspielgarde vergnügt sich bestenfalls in anzüglichen Andeutungen, die nicht verhüllen, wie statisch und unheimlich bemüht Kaufmans Inszenierung wirkt. Zu blass bleiben die Charaktere, zu staubig das Ambiente hinter Klostermauern, zu simpel die Botschaft und zu schlaff die Triebe: keinem der Schauspieler gelingt es, ihre oft undankbaren, unglücklich verteilten Rollen mit wenigstens etwas Feuer, Lebendigkeit oder gar Begehren zu versehen. Viele Facetten mögen den Marquis auszeichnen, Kaufman wählt nur eine: er sieht in ihm nur den Kämpfer, der für seine Freiheit stirbt. Solche Reduktion, solche Mystifizierung mag für Amerikaner einprägsam sein, unterschlägt jedoch die anderen Aspekte seiner Person. Und die sind bei einem pur auf Körperlichkeit abonnierten Lustmeister eigentlich die interessanteren Aspekte.




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Land: USA
Jahr: 2000
Genre: Drama
Länge: 123 Minuten
Kinostart: 08.03.2001
Regie: Philip Kaufman
Darsteller: Jane Menelaus, Amelia Warner, Kate Winslet
Verleih: 20th Century Fox

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