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The Score (2001)

Der langsame und nicht besonders originelle US-Krimi vereint die Titanen dreier Schauspielgenerationen: Marlon Brando, Robert De Niro und Edward Norton. De Niro und Norton wollen einen letzten perfekten Raub hinlegenUser-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.0 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 2 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Nick Wells ist ein absoluter Profi. In Windeseile knackt er das komplizierteste Schloss und sackt seine Beute ein. Doch nun will sich der brillante Safeknacker, im legalen Leben der Besitzer eines gut florierenden Jazzclubs in Montreal, zur Ruhe setzen. Nur ein letzter, gewaltiger Coup soll es noch sein. Das Objekt seiner Begierde ist ein unbezahlbares antikes Königszepter, das am wohl bestgesicherten Ort Kanadas liegt: Hinter den Mauern des staatlichen Zolllagers von Montreal. Womit wir auch schon beim Haken an der Sache wären: Mit diesem Coup zwingt Nicks Freund und Auftraggeber Max ihn, mit seinen zwei eisernen Vorsätzen zu brechen: "Arbeite niemals in der Stadt, in der du lebst" und "Arbeite immer allein". Um auch nur in die Nähe des Tresors zu kommen, braucht Nick die Hilfe eines Insiders. Der findet sich mit Jackie Teller, einem jungen, talentierten Dieb. Jackie hat sich bereits unter falschem Namen in die Putzkolonne des Zolllagers eingeschleust und das Gebäude ausspioniert. Nick traut dem hitzköpfigen, aggressiven Dieb nicht. Dennoch lässt er sich schließlich auf den Coup ein. Doch als Jackies aufbrausendes Temperament die Planungen des kühlen Rechners Nick in Gefahr bringen, prallen die Egos aufeinander.

Filmkritik

Mit Marlon Brando, Robert de Niro und Edward Norton finden sich drei der besten Schauspielkoryphäen zum Treffen der Generationen. Ausgerechnet Komödienfachmann Frank Oz, bekannt durch Unfug wie "In & Out" und dem Anarcho-Hit "Bowfingers große Nummer", hat einen mustergültigen U-Turn hingelegt und einen im besten Sinne altmodischen Heist-Thriller gedreht. Oz verzichtet auf alles, was moderne Gangsterfilme so unerträglich macht: MTV-Clip-Stil, stupide Machosprüche, unmotivierte Action und inszenierte Coolness haben hier nichts verloren. Wie einst Fred Zinnemann mit "Der Schakal" bringt nichts die Regie und die Profi-Einbrecher aus der Ruhe. Im in dezentem Dunkelbraun fotografierten Montreal beginnt eine geradlinige Geschichte von der Planung bis zur Durchführung des Diebstahls, die von der ersten bis zur letzten Minute einen traumhaften Spannungsbogen birgt. Wie Michael Mann in seinem fast vergessenen "Thief" beobachtet Oz mit objektivem Blick, wie sich die Männer vorbereiten - was Edward Norton, der seine unvergessliche Rolle aus "Zwielicht" nahezu wiederholt, und Robert de Niro Raum für eine satte Performance bietet, während Angela Bassett mit ihrem Nebenpart schwer unterfordert wird. Dass sich der massive Marlon Brando nur selten zeigt und ab der Hälfte verschwindet, liegt vermutlich an der ihm nachgesagten Unart, die Oz und de Niro auf die Palme brachte. Das Wichtigste ist, dass "The Score", die immer gleiche Geschichte vom letzten große Coup, weder verstaubt noch lahm wirkt. Er hält seine Spannung und seine Stimmung ohne Stilbrüche konsequent durch, teilt den Figuren Respekt und der Handlung größtmöglichen Realismus ohne Hang zur Effekthascherei zu. Solche Filme sind heute eine Rarität, auch wenn die bedächtige Dramaturgie das überreizte Publikum herausfordert.




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Land: USA
Jahr: 2001
Genre: Krimi
Länge: 124 Minuten
Kinostart: 09.08.2001
Regie: Frank Oz
Darsteller: Robert De Niro als Nick Wells, Edward Norton als Jack Teller, Marlon Brando als Max
Verleih: Constantin Film

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