oder

Snatch - Schweine und Diamanten (2000)

Snatch

Gangsterkomödie von Guy Ritchie: Der irische Vagabund "One Punch" Mickey O´Neill führt mit seiner unschlagbaren Rechten alle abgesprochenen Boxkämpfe ad absurdum. Derweil setzt der spielsüchtige Mafiosi Franky Four Fingers einen großen Diamanten-Coup in den Sand. Das hat für ihn fatale Konsequenzen und zwingt seinen New Yorker Boss Avi, sich auf den Weg in das - ihm verhasste - London zu machen...User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.0 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 9 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Der irische Gypsy One-Punch Mickey O'Neill verkauft dem unterbelichteten Tommy einen kaputten Wohnwagen. Doch Tommy ist Partner des kleinkriminellen Boxpromoters Turkish, der über den Betrug wenig erfreut. Zur Wiedergutmachung soll One-Punch in einem Bare-Knuckle-Fight gegen einen seiner Boxer antreten. Turkish und Tommy wissen allerdings nicht, dass der stark nuschelnde Gypsy seinen Spitznamen One-Punch-Mickey nicht umsonst trägt: Als Champion im Bare-Knuckle-Boxen befördert er Turkishs Boxer mit einem Hieb ins Krankenhaus. Da der Boxer am nächsten Tag bei einem von Gangsterboss Brick Top organisierten manipulierten Boxkampf antreten sollte, verdonnern Turkish und Tommy den Gypsy, an Stelle ihres Boxers bei dem Kampf anzutreten und wie besprochen zu Boden zu gehen. Der aber hat seine ganz eigenen Pläne mit Brick Top und seinen Killern...

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Filmkritik

Guy Ritchie sollte sich beim nächsten Film überlegen, ob er nicht mal etwas anderes machen will. Andernfalls wird er auf die ewig gleiche Nummer festgelegt und die Welt will nur noch kleine, sympathische Gangstergeschichten voller Loser und Verrückten von ihm sehen. Aber immerhin: Das was er macht, kann er!

Snatch wirkt wie ein lustiger Videoclip aus den siebziger Jahren und dementsprechend übertrieben in seiner lauten Art. Retro schreit die Ästhetik und leider wirkt der Film in seinem Streben nach Realität nicht so überzeugend wie der wundervolle Vorgänger "Bube, Dame, König, Gras". Zwar machen die Schauspieler noch immer den Eindruck, als würden sie nach Fish ´n´ Chips und abgestandenem Schweiß stinken, aber viele Rollen wirken überzeichnet und flach.

Wieder dabei ist Ex-Fußballer Vinnie Jones, der seine brutalen Entgleisungen auf dem grünen Rasen auf der Leinwand nur zu gerne fortlebt. Guy Ritchie war von ihm so begeistert, dass er ihn auch dieses Mal wieder einsetzen wollte, und da sich der Film vom Vorgänger thematisch und inhaltlich kaum unterscheidet, bekam Jones auch eine ähnliche Rolle Er darf wieder den Killer spielen und das tun, was er anscheinend am liebsten tut: böse aussehen und Leute schikanieren.
Bis in die Nebenrollen ist Snatch gut besetzt, von Benicio del Toro bis hin zu Brad Pitt, der hier eine seiner bekanntesten Rollen karikiert ­ als Faustboxer, der übrigens einen vollkommen unverständlichen Zigeunerslang spricht. Doch die Superstars wirken erfrischend unarrogant neben absoluten Neulingen oder Szenegrößen wie Goldie. Die Dreharbeiten scheinen Spaß gemacht zu haben.

Durch Ritchies Heirat mit Madonna wird der Film größte Publicity erfahren ­ doch den Publikumsansturm hätte man lieber dem witzigeren und eleganteren Erstlingswerk gewünscht.




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Land: USA
Jahr: 2000
Genre: Action, Komödie
Länge: 103 Minuten
FSK: 16
Kinostart: 22.03.2001
Regie: Guy Ritchie
Darsteller: Andy Beckwith, Ewen Bremner, Ade
Verleih: Columbia TriStar

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