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Zoolander (2001)

Ben Stillers US-Komödie zeigt ihn als eitles und doofes Model Derek Zoolander, das die Modezaren einer Gehirnwäsche unterziehen, um den Premier von Malaysia umzubringen. Überdreht, mit einigen guten Gags, muss sich die Handlung mächtig strecken...User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse ??? / 5

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Die Crème de la Crème der Modedesigner sieht ihr Imperium bedroht: Malaysia will die Kinderarbeit abschaffen. Wo soll die Modeindustrie jetzt ihre Waren herstellen lassen? Die Modeschöpfer beschliessen, den Präsident von Malaysia beseitigen zu lassen.
Der Kandidat: Das superdämliche Model Model Derek Zoolander, der gerade dabei ist, den Titel "Männliches Model des Jahres" zum vierten Mal zu verteidigen. Als die Auszeichnung an seinen Erzrivalen Hansel geht, ist Zoolander am Boden zerstört. Er verkündet seinen Rücktritt vom Laufsteg, um sich "den wahren Werten des Lebens" zu widmen. Zunächst führt sein Weg in die Kohlenmine zu seinem Vater, der nicht gerade begeistert ist - hält er doch seinen Sohn für ein tuntiges Weichei. Zurück in New York erhält Zoolander urplötzlich einen lukrativen Auftrag vom Modezar Mugato für dessen neue Show. Der Minister von Malaysia ist der Ehrengast... Derek wird einer intensiven Gehirnwäsche unterzogen und zu einer Art gefährlichen Waffe programmiert...

Filmkritik

Am ehesten könnte man Ben Stillers "Zoolander"-Komik mit den besten Einfällen eines Stephen Chiau vergleichen, der sich in Hongkong seit Jahren einen Namen als absurder Genre-Koch gemacht hat. Stiller verbindet die Modewelt mit dem Politthriller. Ein Guru der Szene will den malaysischen Ministerpräsidenten tot sehen, weil der die Kinderarbeit abschaffen möchte. Ohne dieses ausbeuterische Konzept wäre die Branche aber am Ende. Also soll das nicht besonders schlaue männliche Top-Model Derek Zoolander darauf abgerichtet werden, das schändliche Attentat zu vollziehen. Doch sowohl eine engagierte Journalistin als auch der aufstrebende Model-Konkurrent bekommen Wind von der Sache und versuchen, die Tat zu verhindern. Mit einer brillanten Collage der Ereignisse persifliert Ben Stiller zu Beginn die Modewelt. Für seine ironischen Spitzen findet er eine gelackte Ästhetik, die aus irgendeinem Werbespot stammen könnte. Die Realität der Top-Models findet in einer Abfolge absurder Klischeebilder statt. Ob die stilisierte Fahrt durch New York in einem Jeep mit coolen, bunten Brillen, welche schließlich im lustvollen Benzinduschen endet, oder die Konfrontation mit der harten Wirklichkeit der Kohleminen, die eher an Arbeiterromatik erinnert, stets filtert "Zoolander" das Geschehen durch den oberflächlichen Blick der Markenindustrie, die die Realität in ihren Kampagnen schon immer wirklicher darstellen konnte, als sie ist. Passend dazu stülpt Stiller der Modelwelt fremde Genremuster über, wie zum Beispiel ein klassisches Duell, und verändert sie, bis nur noch ein irrwitziger Zirkus übrig ist. So ist alles in diesem Film ein Destillat der Modebranche, die durch das treffende Einfangen ihrer eigenen Wahrnehmung bissig entlarvt wird. Vor hanebüchenen Einfällen und exzellenter Situationskomik strotzt der Film übrigens auch noch.




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Land: USA
Jahr: 2001
Genre: Komödie
Länge: 89 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 27.12.2001
Regie: Ben Stiller
Darsteller: Ben Stiller als Derek Zoolander, Owen Wilson als Hansel, Christine Taylor als Matilda Jeffries
Verleih: United International Pictures

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