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Dracula Untold
Dracula Untold
© Universal Pictures International Germany

Kritik: Dracula Untold (2014)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5

Auf den Spuren eines der bekanntesten Monster der Literatur- und Filmgeschichte inszeniert der Regiedebütant Gary Shore den untoten Fürsten diesmal als Actionhelden in einem düsteren Fantasy-Epos. Auch wenn der Filmtitel dabei vollmundig eine bisher unerzählte Geschichte verspricht, so bietet "Dracula Untold" doch vor allem bekannte Zutaten, die den alten Mythos höchstens in technischer Hinsicht updaten. Ein nicht geringer Anteil des beachtlichen Budgets dürfte daher wohl auch in die aufwendigen und eindrucksvollen Spezialeffekte geflossen sein, die etwa die Verwandlung Vlads in einen flatternden Schwarm von Fledermäusen oder den Aufmarsch riesiger Heere ermöglichen.

Auf die nächste Schlacht voller extravaganter Kamerafahrten und spritzendem digitalen Blut muss das Publikum dabei nie lange warten. Einer Logik der Eskalation folgend steigert sich der Film nach dem Drehbuch von Matt Sazama und Burk Sharpless von einer Actionsequenz zur nächsten und versucht sich dabei immer wieder selbst zu übertrumpfen. Die auf Geschwindigkeit und Schauwerte fokussierte Inszenierung lässt dabei so manches Plotloch vergessen, zugleich leiden aber auch die Atmosphäre und die Figurenzeichnung unter der hektischen Regie sowie dem allzu oberflächlichen Skript.

Ein wenig mehr Mut und Originalität wäre zudem bei der visuellen Gestaltung wünschenswert gewesen, denn "Dracula Untold" bietet zwar größtenteils beeindruckende Bilder, die sind aber aus den Fantasy-Blochbustern der letzten Jahre schon bekannt. So scheint sich Gary Shore hier durch allerlei Hits von "Die Mumie" (1999) über "Der Herr der Ringe" (2001, 2002, 2003) und "300" (2007) bis zu "The Dark Knight Rises" (2012) zu samplen, ohne mit seinem Film dabei einen nennenswerten künstlerischen Mehrwert zu generieren.

Fazit: Das Action-Epos um den weltberühmten Blutsauger verschenkt leider eine Menge Potenzial und kann lediglich mit seinen beeindruckenden Spezialeffekten überzeugen. Dem Mythos Dracula oder dem Fantasy-Genre kann Gary Shore mit seinem Regiedebüt jedoch nichts Nennenswertes hinzufügen.





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