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Kritik: Zoomania (2016)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Nachdem der Übergang von handgezeichneten zu computeranimierten Produktionen für die Disney-Studios nicht immer ganz reibungslos verlaufen ist und vor allem Pixar in Sachen Trickfilm lange als tonangebend galt, scheint Disney nun wieder an alte Erfolge anknüpfen zu können. Nach den bei Kritik und Publikum beliebten "Die Eiskönigin – Völlig unverfroren" (2013) sowie "Baymax – Riesiges Robowabohu" (2014) startet mit "Zoomania" nun ein weiteres Animationsabenteuer, dem es gelingt die bekannten Stärken der Studios mit neuen Impulsen zu versehen.

Im Grunde erzählen die Regisseure Byron Howard und Rich Moore eine klassische Geschichte um eine Außenseiterin, die sich Respekt und damit ihren Platz in der Gesellschaft erkämpft. Mit seiner leicht nachvollziehbaren Story sowie einer starken, für ein tolerantes Miteinander werbenden Moral bietet der Film kindgerechte Unterhaltung. Gleichzeitig erweist sich die an typische Buddy-Movies angelehnte Produktion allerdings als weitaus ironischer und doppeldeutiger als viele frühere Disney-Werke und bereitet damit besonders den Erwachsenen unter den Zuschauern zusätzlichen Spaß.

Neben Anspielungen auf "Der Pate" oder "Breaking Bad" erstaunt vor allem, wie die von Howard, Moore sowie Jared Bush erdachte Handlung immer wieder auf die sozialen Missstände unserer Zeit deutet und etwa anhand der tierischen Protagonisten das Thema Rassismus behandelt. Der Spagat zwischen massentauglichem Kinderfilm und politischem Zwischentönen mag zwar nicht immer überzeugen – so manches Mal wirkt der Verweis auf tagespolitische Ereignisse doch arg bemüht – , aber im Großen und Ganzen ist der Ansatz doch als gelungen zu bezeichnen und bietet Eltern und Kinder eine reiche Basis für anknüpfende Gespräche.

Fazit: "Zoomania" erweist sich trotz kindgerechter Handlung sowie einer klaren moralischen Botschaft ironischer als frühere Disney-Produktionen. So manche Anspielung wirkt zwar etwas bemüht, aber vor allem Erwachsenen bietet der Buddy-Film durch zahlreiche Filmzitate und politische Zwischentöne zusätzliches Vergnügen.




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