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Gänsehaut 2 - Gruseliges Halloween
Gänsehaut 2 - Gruseliges Halloween
© Sony Pictures

Kritik: Gänsehaut 2 - Gruseliges Halloween (2018)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Cast und Regisseur wurden für die Fortsetzung des Horror-Abenteuers komplett ausgetauscht. So spielt zum Beispiel Jack Black (abgesehen von einem Mini-Auftritt) keine große Rolle mehr. Im Erstling war R.L. Stine noch einer der Hauptfiguren. Und auf dem Regie-Stuhl saß statt Rob Letterman der "Duff"-Regisseur Ari Sandel. Als Vorlage für die Geschichten und Figuren fungierte erneut die Horror-Jugendbuchserie "Gänsehaut", die zweiterfolgreichste Buchreihe aller Zeiten. Der im Frühjahr 2017 gedrehte "Gänsehaut 2" kostete 35 Millionen US-Dollar.

Regisseur Ari Sandel versteht es, seinen Mix aus Familien-Abenteuer, Horror und Hommage an Klassiker des (Puppen-) Horrorfilms mit ordentlich Gruselatmosphäre auszustatten. Dies gelingt ihm vor allem dank der Vielzahl an bizarren Figuren und Kreaturen, die er zum Leben erweckt. Pünktlich zur großen Halloween-Party lässt er ein wahres Sammelsurium an Gespenstern, Skeletten, Hexen, Schneemenschen, Kürbissen (!) und sogar Kostümen lebendig werden. All diese Wesen sind gut animiert und sorgen für mächtig Action und Chaos auf der Leinwand.

Einige von ihnen zeugen von einem besonders hohen Maß an Einfallsreichtum und Kreativität. Da ist zum einen der Antagonist: Die durchtriebene Bauchrednerpuppe Slappy, die mit ihren Sprüchen für die meisten Lacher sorgt. Als ebenso skurril und unheimlich erweist sich die monströse, gewaltige Killer-Spinne, die für die allerjüngsten Zuschauer zu gruselig geraten sein könnte. Überhaupt ist "Gänsehaut 2" aufgrund seines hohen Erzähltempos, der düsteren Stimmung und vielen übernatürlichen Erscheinungen eher nicht für Kinder unter zehn Jahren geeignet.

Schade ist, dass Sympathieträger Jack Black nicht mehr Screen-Time zugestanden wurde. Außerdem ist der Film hinsichtlich seiner Dramaturgie und des Handlungsverlaufs leider völlig von überraschenden Wendungen befreit. Das ein oder andere Gruselfilm-Klischee erfüllt er zudem, und das schon von Beginn an. Die Prämisse von den ahnungslosen Jugendlichen, die mit dem Öffnen eines geheimnisvollen Buches ein wahres Höllenfeuer entfachen, ist nicht besonders originell.

Fazit: Trotz seines nach Schema-F gestalteten Spannungsaufbaus und der überraschungsarmen Story, kann "Gänsehaut 2" als irrwitziges, schräges Horror-Abenteuer durchaus Akzente setzen.




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