Die Domain Spielfilm.de verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst Du Dich damit einverstanden. Weitere Cookie-Informationen findest Du hier.

Ok, einverstanden!

oder
Halloween
Halloween
© United International Pictures

Deutsche Filmstarts: Schrei noch einmal, Jamie Lee!

Detlev Buck kommt auf den Hund

Halloween scheint vor der Tür zu stehen - gleich zwei Filme haben das US-Folklorefest im Titel, mal definitiv für Erwachsene mit dem elften Aufguss der Horrorreihe zum Vierzigsten, mal definitiv für ein jüngeres Publikum mit der Fantasy-Fortsetzung zu "Gänsehaut". Detlev Buck kommt bei der passend betitelten Ensemble-Komödie "Wuff" auf den Hund, während Benno Fürmann in Schweden ermittelt und Gerard Butler in der Barentssee auf Tauchstation geht. Was lohnt den Kinobesuch? Und wann lässt man die Geldbörse besser stecken?

"Halloween"
Horror
USA
106 Minuten
FSK 16

Unsere Empfehlung: Reingehen!

Nach 40 Jahren kehrt Serienmörder Michael Myers (Nick Castle) in seine Heimatstadt zurück – wo er es abermals auf jene Frau (Jamie Lee Curtis) abgesehen hat, die seine Attacken damals nur knapp überlebte.

Braucht es wirklich noch einen elften "Halloween"? Nicht mehr als ein Marketing-Gag - Jamie Lee Curtis und Nick Castle sind nach 40 Jahren nochmals in ihren alten Rollen zu sehen - schien diese Universal Pictures-Produktion zu sein. Doch Regisseur und Drehbuchautor David Gordon Green ("Stronger") straft alle Skeptiker Lügen. Sein Horrorfilm wischt all die Jahrzehnte enttäuschender Fortsetzungen und Wiederverfilmungen vom Tisch, indem er die zunehmend komplizierte Hintergrundgeschichte um The Shape, den Mann mit der Maske, ignoriert und sich einfach wieder auf das besinnt, was das Original einst so stark machte: Simpler, aber immer noch wirkungsvoller Schrecken. Die Kritiken sind gut, und die Zuschauer, die in den USA die Kinos gestürmt haben, zufrieden.

Unser Kritiker Andreas Köhnemann stimmt mit Einschränkungen ein: "Die Rückkehr der Horror-Ikone Michael Myers lebt vom Duell mit der Heldin Laurie Strode, die von Jamie Lee Curtis mit vollem Einsatz verkörpert wird. Der Film hat Schwächen, ist aber stilbewusst in Szene gesetzt."

"Wuff"
Komödie
Deutschland
113 Minuten
FSK 6

Eine Reihe sehr unterschiedlicher Großstädter finden durch ihre Hunde zueinander und zu sich selbst.

Gerade ist Detlev Buck mit dem harten Kriminalfilm "Asphaltgorillas" in den Kinos gewesen, folgt nun eine Komödie. Der Ensemble-Film - unter anderem sind Emily Cox, Marie Burchard, Johanna Wokalek, Frederick Lau und Kostja Ullmann zu sehen - geht definitiv eher in die Breite als in die Tiefe und sollte intellektuell niemanden überfordern. Nicht schlecht gemacht, aber bei aller Wohlfühlatmosphäre fehlen Witz und, ja, Biss. Die Kritiken für die DCM-Produktion sind gemischt.

Unser Rezensent Falk Straub hat nicht angebissen: "Detlev Buck lässt der Gangstergroteske 'Asphaltgorillas' die Liebeskomödie 'Wuff' folgen. War die eine zu überdreht, ist die andere viel zu seicht. Vorhersehbares Genre-Kino mit stereotypen Figuren, erwartbaren Situationen und deutlich zu wenig Komik und Romantik."

"Gänsehaut 2: Gruseliges Halloween"
Fantasy
USA
90 Minuten
FSK 12

Drei Jugendliche (Wendi McLendon-Covey, Madison Iseman und Jeremy Ray Taylor) geraten an eine sehr lebendige und abgrundtief bösartige Bauchrednerpuppe, die zu Halloween mit einer ganzen Menge Monster der Kleinstadt die Hölle heiß macht.

Fortsetzung zu "Gänsehaut" aus dem Jahr 2015, bei der diesmal Ari Sandel ("The DUFF") Regie geführt hat und der damalige Hauptdarsteller Jack Black sich nur in einem Gastauftritt die Ehre gibt. Die Columbia Pictures Produktion ist ein erhebliches Stück schwächer als der unterhaltsame Vorgänger und hält nur noch für das junge Publikum einige Leckereien bereit. Die Kritiken zu "Goosebumps: Haunted Halloween" sind gemischt, die Zuschauer in den USA haben den Daumen gesenkt.

Unser Kollege Björn Schneider möchte den Stab nicht komplett brechen: "Trotz seines nach Schema-F gestalteten Spannungsaufbaus und der überraschungsarmen Story kann der Film als irrwitziges, schräges Horror-Abenteuer durchaus Akzente setzen."

"Wildhexe"
Fantasy
Dänemark
99 Minuten
FSK 6

Unsere Empfehlung: Reingehen!

Ein zwölfjähriges Mädchen (Gerda Lie Kaas) entdeckt, dass es eine Wildhexe ist, die mit Tieren sprechen kann. Zusammen mit ihrer klugen Hexentante (Sonja Richter) und zwei Freunden (Vera Mi Fernandez Bachmann und Albert Werner Rønhard) muss sie den Kampf gegen eine böse Hexe aufnehmen, die eine mächtige und finstere Oberhexe zum Leben erwecken will.

Kaspar Munk hat den Fantasy-Film nach Motiven aus der "Vildheks"-Reihe - so auch der Originaltitel dieser Verfilmung - der dänischen Autorin Lene Kaaberbol, die zu den auflagenstärksten Jugendbuchautorin unseres Nachbarlandes gehört, verfilmt. Der Streifen bietet spannende Unterhaltung, eindrucksvolle Landschaftsaufnahmen und eine Prise Grusel. Die Kritiken der MFA-Produktion sind gut.

Unserer Kritikerin Bianka Piringer hat es ebenfalls sehr gut gefallen: "Die reizvolle Verfilmung führt behutsam an die komplizierte Welt heran und stellt die traumwandlerische Idylle eines Hexenhäuschens im Wald in den Mittelpunkt. Die sympathische Hauptdarstellerin und die stimmungsvolle visuelle Gestaltung überzeugen und sorgen dafür, dass die schweren, düsteren Anteile der Geschichte nicht zu stark ins Gewicht fallen."

"Hunter Killer"
Thriller
USA
122 Minuten
FSK 16

Nach einem Militärputsch in Russland kommt es auf hoher See zu einer Konfrontation zwischen amerikanischen und russischen Streitkräften. Ein amerikanischer U-Boot-Kapitän (Gerard Butler) und ein russischer Kapitän (Michael Nyqvist) versuchen, den Ausbruch des Dritten Weltkriegs zu verhindern.

Der südafrikanische Regisseur Donovan Marsh gibt mit diesem Thriller sein Hollywood-Debut und hat dazu den Roman "Firing Point" von George Wallace und Don Keith aus dem Jahr 2012 adaptiert. Sein Problem: Man glaubt, das alles schon x-mal gesehen zu haben. Zu gleichen Teilen spannend und bescheuert. Ebenso gespalten sind Kritiker und Zuschauer in ihrer Einschätzung der Concorde-Produktion.

Und auch unser Rezesent Falk Straub sieht Licht und Schatten: "Der Film reicht an die Klassiker wie 'Das Boot' oder 'Jagd auf Roter Oktober' nicht heran, langweilt aber auch nie. Den Mangel an Charaktertiefe und überzeugenden Wortgefechten macht Hollywood-Novize Donovan Marsh mit viel Dynamik und spannenden Manövern wett. Erfrischend ist zudem Gerard Butler's besonnene und weitsichtige Hauptfigur."

"Intrigo: Tod eines Autors"
Schweden
Krimi
106 Minuten
FSK 12

Ein Übersetzer (Benno Fürmann) begibt sich auf die Spur eines toten schwedischen Schriftstellers, der in seinem letzten Manuskript ein Geheimnis versteckt hat.

Der schwedische Regisseur Daniel Alfredson hat seine Erfahrungen mit Romantrilogien. 2009 verfilmte er zwei der drei "Millenium"-Romane von Stieg Larsson. Jetzt kommen drei Kriminalfilme, die auf Büchern von Hakan Nesser basieren, unter dem Obertitel "Intrigo" in die Kinos; "Dear Agnes" und "Samaria" werden folgen. "Death of an Author" macht den Beginn - ob die nur thematisch verbundene Reihe so viel cineastischen Staub aufwirbeln wird wie einst Lisbeth Salander & Co., darf bezweifelt werden. Benno Fürmann spielt ausgezeichnet, aber Alfredson inszeniert die solide 20th Century Fox-Produktion viel zu betulich.

Unser Kollege Andreas Köhnemann meint: "Eine verschachtelt erzählte, namhaft besetzte Hakan-Nesser-Adaption, die hinter der überraschend hellen Optik das Dunkle findet."

Hier geht es zu den kompletten Filmstarts


Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.