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Die Unglaublichen 2
Die Unglaublichen 2
© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Kritik: Die Unglaublichen 2 (2018)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Fast 15 Jahre nach dem ersten Teil kommen die beliebten Superhelden auf die große Leinwand zurück. "Die Unglaublichen" spielte 2004 über 630 Millionen US-Dollar ein und entwickelte sich zu einem der erfolgreichsten Animationsfilme aller Zeiten. Inszeniert wurde "Die Unglaublichen 2" erneut von Brad Bird, der in den letzten Jahren Realfilme wie "A world beyond" oder "Mission: Impossible – Phantom Protokoll" inszenierte. Er verfasste zudem das Drehbuch. Die Produktionskosten beliefen sich auf rund 200 Millionen US-Dollar.

Von Beginn an bereitet der zweite Teil des actionreichsten Animationsfranchise aller Zeiten mindestens ebensolche Freude wie das Original. Das liegt vor allem, dass Bird seine Figuren weiterentwickelt und sie noch menschenähnlicher sein lässt – damit eignen sie sich für die Zuschauer mehr denn je als zwar nach wie vor schrullige, aber immer herzensgute und durchweg sympathische Identifikationsfiguren. Die Unglaublichen waren schon immer weit weg von der Unfehlbarkeit und unermesslichen Stärke vieler Superhelden aus dem Marvel- oder DC-Universum. Hier aber stattet sie Bird mit noch mehr (menschlichen) Zügen, Ängsten und Schwächen aus und konfrontiert sie auch noch mit ganz normalen, alltäglichen Problemen.

Gemeint sind damit in erster Linie der Erziehungsstress und (vor-)pubertäre Wahnsinn, dem sich Mr. Incredible in seiner neuen Rolle als Hausmann ausgesetzt sieht. Plötzlich erweisen sich statt gemeiner, zerstörungswütiger Bösewichte die Mathe-Hausaufgaben vom Sohnemann und der Liebeskummer der Tochter als die größten Herausforderungen. Und dann wäre da natürlich noch der heimliche Star der beiden Filme: das knuffige Baby Jack-Jack, das die meisten Lacher auf seiner Seite hat. Auch deshalb, da Bird das Spiel mit den unkontrollierbaren, mannigfaltigen Superkräften von Jack-Jack köstlich überhöht und wunderbar auf die Spitze treibt.

Fans der Reihe brauchen aber keine Sorge haben, dass die Macher bei all der Konzentration auf den Familienalltag und die emotionale Befindlichkeiten der Figuren, die Action vernachlässigen. Für die ist in "Die Unglaublichen 2" vor allem Elastigirl zuständig, die unter anderem in rasanten, halsbrecherischen Verfolgungsjagden auf ihrem Elastibike die Leinwand zum Beben bringt.

Fazit: Dank der Weiterentwicklung und einer konsequenten "Vermenschlichung" der Protagonisten, erweist sich der mit spektakulären Verfolgungsjagden ausgestattete Film als würdiger Nachfolger.




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