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Everest - Ein Yeti will hoch hinaus
Everest - Ein Yeti will hoch hinaus
© Universal Pictures International

Kritik: Everest - Ein Yeti will hoch hinaus (2019)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Yetis erfreuen sich seit einigen Jahren in der Filmbranche, gerade im Familien- und Animationsfilm, großer Beliebtheit. So startet "Everest" ziemlich genau ein Jahr nach "Smallfoot" und zwei Jahre nach der kanadischen Animationsproduktion "Mission Yeti" in den Kinos. "Everest" wurde von Jill Culton und Todd Wildermann in Gemeinschaftsarbeit realisiert. Culton führte zuvor bei "Jagdfieber" Regie, Wildermann bei der Fortsetzung, "Jagdfieber 2".

Chinesische Sehenswürdigkeiten, prachtvolle südostasiatische Landschaften und Flüsse wie den beeindruckenden Jangtse hat man in einem Animationsfilm der großen Hollywood-Produktionsstudios bislang noch nicht gesehen. Ebenso wenig gelang es einem solchen Film bislang, eine pulsierende Metropole wie hier die Millionenstadt Peking derart wirklichkeitsgetreu und realitätsnah filmisch umzusetzen – inklusive des überwältigenden Straßenbildes und der neonfarbenen, stilisierten Leuchtreklamen. Allein dies verschafft dem jüngsten Werk von DreamWorks Animation ein gewisses Alleinstellungsmerkmal. Immerhin beschreitet das Produktionsstudio mit "Everest" inhaltliches und thematisches Neuland.

Mit "Everest" schielen die Macher zwar nicht gerade sehr subtil auf den chinesischen Markt, aber sie tun dies zumindest mit einem Film, der nicht nur durch seine betörende Optik, sondern gerade auch durch das ausgewogene Zusammenspiel von Humor und Emotionalität gefällt. Für die witzigsten Momente ist zumeist der knuffige, liebenswürdige Yeti Everest zuständig. Diesen plüschigen Zeitgenossen schließt man nicht zuletzt aufgrund seiner Gefräßigkeit und kindlichen Neugier schnell ins Herz. Auch die menschliche Hauptfigur, die hochsensible und musikbegeisterte Yi, vereint die Sympathien auf sich. Sie erweist sich als vielschichtiger Charakter. Ein Mädchen, das in ihrem jungen Leben – durch den Tod des Vaters – bereits mit Verlust, Trauer und emotionalem Schmerz konfrontiert wurde.

Dem Film fehlt hier und da lediglich die inhaltliche Abwechslung sowie das Überraschungsmoment. Denn bei ihrem Trip hangeln sich die vier Abenteurer gewissermaßen immer nur von Station zu Station - Fluss folgt auf Berg folgt auf Reisfeld folgt auf Gebirge -, wodurch sich ein Anflug von Eintönigkeit einstellt, gerade für ältere Zuschauer. Jedoch sorgen die kreativ umgesetzten und waghalsigen Verfolgungsjagden, bei denen die Bösewichte die unterschiedlichsten Gefährte zu Land und zu Wasser nutzen, zwischendurch für einen hohen Unterhaltungswert und Auflockerung.

Fazit: Stark bebilderter, mit lehrreichen Botschaften und liebenswürdigen Charakteren ausgestatteter Animationsfilm für eine junge Zielgruppe, der sich mit seiner fernöstlichen Aura und der exotischen asiatischen Einfärbung von der Konkurrenz abhebt.




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