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Shaun das Schaf - Der Film : UFO-Alarm
Shaun das Schaf - Der Film : UFO-Alarm
© Studiocanal

Filmstarts Deutschland: Shaun das Schaf erlebt sein "Farmageddon"

Ralph Fiennes tanzt mit "Nurejew"

Eine proppevolle Kinowoche steht in Deutschland an. Für die ganze Familie - die Verleihpolitik muss man nicht verstehen - gehen gleich zwei hochkarätige Animationsstreifen an den Start: "Everest" aus den USA und "Shaun das Schaf" aus Großbritannien. Ebenfalls im Doppelpack: Die US-Horrorfilme "Ready or Not" und "Midsommar". Ralph Fiennes legt mit "Nurejew" seine dritte Regiearbeit vor, und aus Frankreich kommt der Gewinner des Großen Preises der Jury auf der diesjährigen Berlinale "Gelobt sei Gott" von Francois Ozon. Was lohnt den Kinobesuch? Und wann lässt man das Portemonnaie besser stecken?

"Everest - Ein Yeti will hoch hinaus"
Animation
USA
97 Minuten
FSK 6

Unsere Empfehlung: Reingehen!

Eine Gruppe Außenseiter versucht, einen jungen Yeti zurück zu seiner Familie zu bringen.

Regisseurin und Drehbuchautorin Jill Culton ("Jagdfieber") versetzt inhaltlich bei ihrem US-Animationsstreifen "Abominable" - "Scheußlich", so der Originaltitel - kein Himalaya-Gebirge, aber die wunderschönen Animationen und das insgesamt unterhaltsame Abenteuer dürften die ganze Familie bestens unterhalten. Die Universal Pictures-Produktion hat hervorragende Kritiken erhalten.

Auch von unserem Kritiker Björn Schneider: "Stark bebilderter, mit lehrreichen Botschaften und liebenswürdigen Charakteren ausgestatteter Animationsfilm für eine junge Zielgruppe, der sich mit seiner fernöstlichen Aura und der exotischen asiatischen Einfärbung von der Konkurrenz abhebt."

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"Shaun das Schaf - Der Film: Ufo-Alarm"
Animation
Großbritannien
86 Minuten
FSK 0

Unsere Empfehlung: Reingehen!

Ein außerirdisches Mädchen landet auf den Mossy Bottom Farm von Shaun dem Schaf.

Allein wegen des Originaltitels "Farmageddon" dieses britischen Animationsstreifens sollte man schon ins Filmtheater gehen. Aber entscheidend ist "auf dem Platz", und da liefert der zweite Kinofilm nach dem ersten "Shaun das Schaf"-Werk von 2015 einsame Extraklasse. Die Co-Regisseure Will Becher und Richard Phelan geben hier zwar ihr Kinodebut, aber beide sind "vom Fach", da sie als Regisseure und Animationskünstler jahrelang an der seit 2009 laufenden Stop Motion-Fernsehserie mitgearbeitet haben. Die Studiocanal-Produktion erzählt mit unglaublichem Detailreichtum und herrlich witzig eine Geschichte von Solidarität und Freundschaft. Die ersten Kritiken sind sehr gut.

Unser Rezensent Falk Straub ist ebenfalls angetan: "Der zweite Kinoauftritt des wolligen Helden ist alles andere als ein 'Farmageddon'. Dieses detailverliebte Abenteuer ist ein überirdischer Spaß für Jung und Alt – einfallsreich, anspielungsreich und lehrreich; toll animiert, clever geschrieben und liebevoll erzählt."

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"Get Lucky - Sex verändert alles"
Komödie
Deutschland
97 Minuten
FSK 12

Unsere Empfehlung: Spart Euch das Geld!

Eine Gruppe Jugendlicher macht beim Urlaub am Meer die ersten Erfahrungen in Sachen Liebe und körperlicher Nähe.

"Sexunterricht mit Palina Rojinski" titelt die "Schwäbische Zeitung" über diese deutsche Komödie. Wenn da keine Alarmglocken klingeln...dann sei gesagt, dass diese vielleicht plumpe Zusammenfassung der DCM-Produktion nicht plumper ist als der Film von Regisseurin und Drehbuchautorin Ziska Riemann, die eben erst mit dem ungleich stärkeren "Electric Girl" in den Programmkinos gewesen ist. Hier misslingt ihr die sympathische Ausgangssituation, weil sie keinen kohärenten Tonfall findet. Komische Momente, peinliche Fremdschämmomente, grauenvoller Humor, ernste Situationen und Schulsexualkundeunterricht reihen sich hier kunterbunt aneinander. Die ersten Kritiken sind schlecht.

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"Ready or Not"
Horror
USA
95 Minuten
FSK 16

Unsere Empfehlung: Reingehen!

Die Hochzeitsnacht einer jungen Braut (Samara Weaving) wird zum Alptraum, als die Familie, in die sie einheiratet, sie in das Ritual eines tödlichen Spiels verwickelt.

Trotz hervorragender Kritiken und zufriedener Zuschauer ist dieser US-Horrorfilm auf dem Heimatmarkt gefloppt. Es wollten einfach zu wenige Besucher das Werk des Regieduos Tyler Gillett und Matt Bettinelli-Olpin ("Devil's Due") sehen. Schade, denn die intelligente, subversive und schwarzhumorige 20th Century Fox-Produktion ist mit ihrem unterhaltsamen Biss und breitenkompatiblen Horror definitiv einen Blick wert.

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"Midsommar"
Horror
USA
147 Minuten
FSK 16

Unsere Empfehlung: Reingehen!

Der Urlaub in einem schwedischen Dorf wird für einen Freundeskreis zum Höllentrip, als sich das Mittsommerfest als heidnisches Ritual entpuppt.

Auch hier die gleiche Geschichte: Trotz guter Kritiken konnte dieser US-Horrorfilm beim Publikum nicht landen. Und auch hier gilt: Die deutschen Zuschauer können die Wiederholung dieses Fehlers vermeiden. Denn die Weltkino-Produktion von Regisseur und Drehbuchautor Ari Aster ("Hereditary") ist ambitioniert, beeindruckend in Szene gesetzt und vor allem verstörend.

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"Nurejew"
Drama
Großbritannien
127 Minuten
FSK 6

Unsere Empfehlung: Könnt, müsst aber nicht!

Der russische Star-Balletttänzer Rudolf Nurejew (Oleg Ivenko) plant 1961 die Flucht aus seinem Heimatland.

Der englische Schauspieler Ralph Fiennes, der in diesem britischen Drama auch eine Nebenrolle übernimmt, hat sich für seine dritte Regiearbeit einen entscheidenden Ausschnitt aus dem Leben des russischen Balletttänzers Rudolf Nurejew ausgewählt und die Titelrolle mit einem schauspielernden Tänzer, nicht mit einem tanzenden Schauspieler besetzt. Die Alamode-Produktion ist eine solide und recht kurzweilige Einführung in eine faszinierende Biographie, die freundliche Kritiken und gemischte Zuschauerreaktionen hervorgerufen hat.

Unser Kollege Falk Straub ist ungnädiger: "Ein in mehrfacher Hinsicht misslungener Film, dessen größte Schwäche der eindimensionale Hauptdarsteller ist, dessen blutleere Darbietung den gesamten Film lähmt."

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"Der Distelfink"
Drama
USA
149 Minuten
FSK 12

Unsere Empfehlung: Spart Euch das Geld!

Ein Junge (Oakes Fegley) verliert seine Mutter bei einem Terrorangriff auf eine New Yorker Gemäldegallerie, was das Leben des Heranwachsenden (Ansel Elgort) zunehmend aus den Fugen geraten lässt.

Die wenigen Zuschauer, die diesen Kolossal-Flop gesehen haben, hassen "The Goldfinch" - so der Originaltitel - nicht so sehr wie die Kritiker, welche die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Donna Tartt aus dem Jahr 2013 in Bausch und Bogen verdammt haben. Der irische Regisseur John Crowley ("Brooklyn") hat das US-Drama wunderschön verfilmt, aber insgesamt kommt er mit der Vorlage überhaupt nicht klar und hat die komplexe Erzählstuktur in eine träge und kalt lassende Enttäuschung planiert. Die Oscar-Hoffnungen, die Warner Brothers Pictures gehegt haben werden, haben sich damit erledigt.

Unser Kritiker Björn Schneider warnt vor dem Erwerb einer Kinokarte: "Zerfahren, vage, lückenhaft. Der Verfilmung des Roman-Welterfolgs gelingt es trotz vielversprechender Ansätze nicht, die Epik und das fragile emotionale Gefüge der Hauptfigur glaubhaft und vollends überzeugend auf die Leinwand zu übertragen."

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"Gelobt sei Gott"
Drama
Frankreich
137 Minuten
FSK 6

Unsere Empfehlung: Reingehen!

Drei Männer (Swann Arlaud, Denis Menochet und Melvil Poupaud) wollen den Priester (Bernard Verley), der sie als Kinder sexuell missbraucht hat und der immer noch mit Kindern arbeitet, öffentlich anklagen.

Der im Film gezeigte und namentlich genannte Priester Bernard Preynat versuchte vergeblich, die Aufführung dieses französischen Dramas zu verhindern. Der inzwischen 74-Jährige ist diesen Sommer von einem Kirchengericht des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen für schuldig befunden und aus dem Klerikerstand entlassen worden. Den Fall, der Frankreich über Jahre erregt hat, hat Regisseur und Drehbuchautor Francois Ozon ("Frantz") mit zielstrebiger Überzeugung und einer ruhigen, niemals schrillen Empörung auf die Leinwand gebracht. Die nüchterne, aber packende Pandora-Produktion gewann auf der Berlinale den Großen Preis der Jury, also sozusagen den zweiten Platz, und hat sehr gute Kritiken erhalten.

Denen sich unser Rezensent Björn Schneider anschließt: "Brillant gespieltes, erschütterndes Drama über den bedingungslosen Kampf um Gerechtigkeit und Aufarbeitung, der die institutionelle Vertuschung sowie Leugnung der Missbrauchsfälle innerhalb der katholischen Kirche schildert."

Hier geht es zu den kompletten Filmstarts


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