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Everest - Ein Yeti will hoch hinaus
Everest - Ein Yeti will hoch hinaus
© Universal Pictures International

Kinocharts USA (27. - 29.9.): Der Yeti erklimmt die Spitze

Renee Zellweger füllt als Judy Garland scheußlich leere Kinos

Ein stilles Wochenende in den nordamerikanischen Kinos, das mit dem einzigen landesweiten Neustart "Abominable" ("Everest - Ein Yeti will hoch hinaus") immerhin einen neuen Tabellenführer hervorgebracht hat. Die Top Twelve-Filme erreichten lediglich schwache 86 Millionen Dollar, sogar noch etwas weniger als am Vorjahreswochenende. Damals flossen bloß 94 Millionen Dollar in die Kassen, als "Night School" mit Kevin Hart und 27 Millionen Dollar ganz oben Premiere feierte.

Gold
Es reichen schwache 20 Millionen Dollar für "Abominable" - zu Deutsch "Scheußlich" -, um die Kinokassenkrone vom schwächelnden "Downton Abbey" zu übernehmen. Der Animationsstreifen mit der Stimme von Joseph Izzo hat Universal Pictures 75 Millionen Dollar gekostet und gute Kritiken erhalten. Um profitabel zu werden, müsste aber nun noch ordentlich im Ausland verdient werden. Mit dem massiven Start von 4242 Kinos hat das Werk aus dem Hause Dreamworks Animation "it Chapter Two" als meistgespielten Film Kanadas und der USA abgelöst.

Silber
Um minus 53 Prozent ließen die Umsätze von "Downton Abbey" im Wochenendvergleich nach - zu viel, um die Tabellenspitze zu verteidigen. Und das obwohl Focus Features weitere 311 Lichtspielhäuser bestückt und die Zahl der Spielorte nach dem überraschend starken Start auf 3390 Filmtheater erhöht hatten. Das britische Drama kam am zweiten Wochenende mit 14 Millionen Dollar als Zweiter ins Ziel. 20 Millionen Dollar hat das Elizabeth McGovern-Werk gekostet und steht nach zehn Tagen bei 58 Millionen Dollar. Weltweit sind es bereits 107 Millionen Dollar. "We have been expecting you", der Slogan der Fernsehverfilmung, ist nicht ungehört verhallt.

Bronze
"Hustlers" hielt sich mit einem erfreulich geringen Besucherschwund in Höhe von nur minus 32 Prozent am dritten Wochenende in einem insgesamt schwachen Marktumfeld so gut, dass er sogar wieder vom fünften auf den dritten Rang kletterte. Der Kriminalfilm erreichte 11 Millionen Dollar. 17 Kinos hatten die STX Entertainment-Produktion von ihren Spielplänen genommen, so dass sie in noch 3508 Lichtspielhäusern zu sehen ist. Der 20 Millionen Dollar teure Jennifer Lopez-Streifen konnte bis jetzt 80 Millionen Dollar umsetzen.

Die Neuen
Wegen der insgesamt geringen Umsätze reichten "Judy" bereits 2,9 Millionen Dollar am Debutwochenende, um trotz des geringen Einsatzes in bloß 461 Filmtheatern Siebter Sieger zu werden. Die Kritiken sind gut, und einige Beobachter gehen davon aus, dass das Oscar-Rennen um die "Beste Hauptdarstellerin" schon gelaufen ist: Renee Zellwegger brilliert in dem britischen Drama als Judy Garland. Budgetzahlen sind für die Roadside Attractions-Produktion noch nicht bekannt.

Auf den Plätzen
Vierter ist "It Chapter Two" (4. Woche / bisher insgesamt 193 Millionen Dollar); Fünfter ist "Ad Astra" (2. Woche / 35 Mio.); Sechster ist "Rambo: Last Blood" (2. Woche /33 Mio.); Achter ist "Good Boys" (7. Woche / 80 Mio.); Neunter ist "The Lion King" (11. Woche / 540 Mio.) und Zehnter ist "Angel Has Fallen" (6. Woche / 67 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
Wieder einmal ist einem für das christlich-religiöse Publikum zugedachten Drama ein Achtungserfolg gelungen: "Overcomer" von und mit Alex Kendrick hat in sechs Wochen 33 Millionen Dollar erwirtschaftet. Die Kosten lagen für die Sony-Tochter Affirm Films, die sich auf solche Streifen für die Evangelikalen spezialisiert hat, bei gerade mal 5 Millionen Dollar.

172 Millionen Dollar sind den Kinogängern "Hobbs & Shaw" wert gewesen. Der "Fast & Furious"-Reihe einen Ableger zu spendieren, hat also funktioniert. Allerdings haben Universal Pictures satte 200 Millionen Dollar in den Thriller investiert - für schwarze Zahlen reicht das Geschäft auf dem Heimatmarkt also noch nicht aus. Aber keine Sorge: Aus dem Ausland kommen aktuell riesige 583 Millionen Dollar obendrauf. Ein weltweites Einspiel von also 756 Millonen Dollar sollte gleichbedeutend mit einem grünen Licht für ein weiteres Abenteuer mit Dwayne Johnson und Jason Statham sein.

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