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Pettersson & Findus: Findus zieht um
Pettersson & Findus: Findus zieht um
© Central Film © Wild Bunch

Pettersson und Findus: Findus zieht um (2017)

Pettersson & Findus: Findus zieht um

Findus ist älter geworden und wird immer eigenständiger. Da bekommt er kurz darauf sein eigenes Häuschen, was zu unerwarteter Konfusion führt. Vor allem in der Gefühlswelt von Pettersson.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5
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Kater Findus ist wieder ein bisschen größer geworden und so langsam will er in ein eigenes Häuschen umziehen. Pettersson (Stefan Kurt) kommt das nicht ungelegen, ist er von Findus‘ ständigem Gehopse doch ohnehin ziemlich genervt. Gesagt, getan: Wenig später lebt der Kater alleine im umgebauten Toiletten-Haus. Doch damit beginnen die Probleme erst. Denn während Findus sein neues Leben in den eigenen vier Wänden genießt, wird bei Pettersson die Sehnsucht nach seinem Kater immer größer.

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Die "Pettersson und Findus"-Filme beruhen auf den Kinderbüchern des Schweden Sven Nordqvist. Er ließ sich seine in der Natur angesiedelten Alltagsgeschichten um die unzertrennlichen Freunde in den frühen 80er-Jahren einfallen. "Findus zieht um" wurde, wie schon die vorherigen Teile, von Ali Samadi Ahadi inszeniert. Ahadi dreht Spielfilme ebenso wie Dokumentationen – mit Erfolg. So erhielt er z.B. für seine Doku "Lost children" 2006 den Deutschen Filmpreis. Drei Jahre später folgte der "Preis der deutschen Filmkritik" für sein Spielfilmdebüt "Salami Aleikum".

In Sachen Optik und Ausstattung verlässt sich der dritte "Pettersson und Findus"-Film ganz auf die bisherigen visuellen Stärken der Reihe. Die Geschichte ist erneut in eine liebevoll und detailreich ausgestattete, an eine kindlich-verspielte Bilderbuch-Optik erinnernde Szenerie eingebettet. Die Welt von Pettersson und Findus – inklusive Haus, Hundehütte und dem Toilettenhäuschen – wurde erneut in einem Studio erschaffen. Die idyllischen Hintergrundlandschaften hingegen fügte man künstlich hinzu, diese passen sich den bunten Studio-Kulissen und -Requisiten aber wunderbar an.

Außerdem gebührt den Machern ein Kompliment, dass sie bei der Entwicklung der Reihe und ihrer Charaktere nicht stehen bleiben. Die Protagonisten haben sich weiter entwickelt und damit auch anderen Bedürfnisse als noch in den ersten Filmen. Thematisch geht es in "Findus zieht um" vor allem um das allmähliche Loslösen von vertrauten, Sicherheit verschaffenden Umgebungen und Personen. Der Film behandelt ebenso die damit einhergehenden emotionalen Konfusionen und inneren Konflikte. Vor allem bei Pettersson, dem die Trennung von Findus sehr schwer fällt. Überhaupt erscheint die Figur des Pettersson hier komplexer und (zum Glück) weniger tölpelhaft als im Vorgängerfilm.

Für Abwechslung und Unterhaltung sorgen zudem die körperbetonten, pfiffigen Slapstick-Momente. Diese zeigen sich unter anderem in einigen turbulenten Szenen am See, den Pettersson und Findus zum Angeln aufsuchen. Abgesehen davon zündet der Humor jedoch nur selten. Viele (Wort-)Witze laufen ins Leere und für einige Pointen sind die jüngsten Zuschauer schlicht zu jung. Dazu kommt das störende Dauer-Gehopse von Findus gerade im ersten Drittel. Überhaupt kommt Findus in diesem Film übertrieben aufgedreht und hyperaktiv daher. Leider erweist sich auch ein eingeschobener Subplot von einer Übernachtung im Zelt als unpassend. Diese Nebenhandlung steht in keinem Zusammenhang zur eigentlichen Story des Films und fügt diesem – außer einer längeren Laufzeit – nichts Elementares hinzu

Fazit: Der dritte Film der Reihe überzeugt mit wichtiger Botschaft, toller Optik und einer Weiterentwicklung der Figuren, kann beim Humor die Qualität der Vorgänger aber nicht halten.




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Land: Deutschland
Jahr: 2017
Genre: Animation, Kinderfilm
Länge: 76 Minuten
FSK: 0
Kinostart: 13.09.2018
Regie: Ali Samadi Ahadi
Darsteller: Marianne Sägebrecht als Beda Andersson, Stefan Kurt als Pettersson, Max Herbrechter als Gustavsson
Verleih: Central Film, Wild Bunch

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