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Pokémon Meisterdetektiv Pikachu
Pokémon Meisterdetektiv Pikachu
© Warner Bros.

Kritik: Pokémon Meisterdetektiv Pikachu (2019)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

20 Jahre nach dem ersten Film über die beliebten Taschenmonster (Pokémon – Der Film, 1998) wagen die produzierenden Studios (Warner Brothers & Legendary Pictures) mit "Meisterdetektiv Pikachu" einen Neuanfang. Dabei handelt es sich um den ersten Live-Action-Film über die Pokémon. Der Film, der von Rob Letterman inszeniert wurde, basiert lose auf dem 2016 erschienenen, gleichnamigen App-Spiel.

Rein optisch gelingt den Machern von "Meisterdetektiv Pikachu" ein berauschender, vollends überzeugender Film. Das beginnt bereits bei der stilsicheren technischen Umsetzung des Handlungsortes (Ryme City gefällt als von Neonlicht-durchflutete, stylische Millionen-Metropole) und endet bei der visuellen Gestaltung der (mal mehr, mal weniger) niedlichen Taschenmonster, die den insgesamt sehr lebhaft und mit viel Action angereicherten Film bevölkern. Das Besondere: Jedes Pokémon wirkt hier gestalterisch ein wenig anders und individuell. Bei der Animation der unterschiedlichen Monsterarten gaben sich die Verantwortlichen also redlich Mühe.

Und obwohl im Film einige Dutzend Pokémon zu sehen sind (von Bisasams bis hin zu Mewtos) könnten Hardcore-Fans enttäuscht sein, dass diese meist nicht viel mehr als bloßes Beiwerk sind und als Statisten oder wahlweise Hintergrundkulisse dienen. Klar, Pikachu trumpft groß auf und bekommt großartige Auftritte spendiert – die anderen Taschenmonster hätten allerdings mehr Screentime verdient gehabt. Etwas ärgerlich ist zudem, dass wenig Sorgfalt und Mühen für die Ausarbeitung einer spannenden, wendungsreichen Story aufgewandt wurden. Der Handlungsverlauf ist insgesamt recht früh absehbar, ebenso wie die schlussendliche Aufklärung der Verschwörung. Immerhin: Ein profitgeiler Medienkonzern bekommt sein Fett weg, wodurch der Film sogar mit leisen Anflügen von Gesellschafts- und Sozialkritik um die Ecke kommt.

Fazit: Die vorhersehbare, wenig überraschende Story steht einer anmutigen Optik und großartigen Animationsarbeit gegenüber. 3 Sterne




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