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Je suis Karl (2021)

Misslungener "Politfilm", der vor der "Gefahr von rechts" warnen will, sich aber in plumpen Klischees verläuftKritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 1 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2.0 / 5

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Mitten in Berlin zertrümmert eine Briefbombe ein Wohngebäude, in dem auch die jugendliche Maxi mit ihrer Familie lebt. Mutter und Brüder sterben, nur sie und ihr Vater Alex überleben, die tief traumatisiert versuchen, mit der Situation irgendwie klar zu kommen. Sie sind verunsichert, sie, die eigentlich immer dachten, mitten im Leben zu stehen und bisher keine Ängste und Sorgen kannten: Weltoffene und vorurteilsfreie Menschen, die stets das Gute wollten, was in der Eingangsszene dadurch illustriert werden soll, dass sie einen libyschen Flüchtling über die Grenze nach Deutschland schleppen. Diese selbstverständliche Gewissheit ist jetzt weg. Noch dazu war es so, dass der Attentäter langen, dunklen Bart trug und überhaupt etwas "fremdländisch" aussah. Während Alex noch zweifelt und seine neu entdeckten Vorurteile von sich schiebt, gerät Maxi durch Zufall in die Fänge eines jungen, feschen und smarten Burschen, der sie zu einer Veranstaltung in Prag einlädt, wo "junge, engagierte Menschen" über die "Zukunft Europas" reden wollen. Das ist natürlich nur ein Vorwand, denn eigentlich geht es dort um die "Verteidigung des Abendlandes" und in letzter Konsequenz um eine rechte Machtergreifung. Das weiß Maxi (noch) nicht und fühlt sich mit der ihr entgegengebrachten Aufmerksamkeit und dem Verständnis wohl und lässt sich einlullen. Was sie auch noch nicht weiß: Das Attentat wurde von ebenjener Gruppe junger Rechter verübt...

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FilmkritikKritik anzeigen

Die rechte Bedrohung: Spätestens seit der "Flüchtlingskrise" 2015 versuchen Parteien europaweit (und darüber hinaus), verunsicherte Bürger wie Rattenfänger einzusammeln und vorhandene Ängste zu schüren und zu instrumentalisieren. Die einen machen das "Mainstream-verträglich" von der politischen Mitte aus, die anderen radikal. In den letzten Jahren gab es aber auch das neu aufkommende Phänomen [...mehr]

FBW-BewertungJurybegründung anzeigen

FBW: besonders wertvollDie Auseinandersetzung mit der rechten Szene und den Gefahren populistischer Politik hat schon vor einigen Jahren auch das Kino erreicht. Regisseur Christian Schwochow und Drehbuchautor Thomas Wendrich aber leisten mit JE SUIS KARL jetzt einen [...mehr]

Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: Deutschland
Jahr: 2021
Genre: Drama
Kinostart: 16.09.2021
Regie: Christian Schwochow
Darsteller: Luna Wedler als Maxi Baier, Jannis Niewöhner als Karl, Milan Peschel als Alex Baier
Verleih: Pandora Film

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