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Spider-Man: Far from Home - Tom Holland
Spider-Man: Far from Home - Tom Holland
© Sony Pictures

Das MCU-Aus für "Spider-Man"?

Tom Holland verspricht: Comic-Figur bleibt in sicheren Sony-Händen

(04.09.2019) Update
Als am 20. August bekannt gegeben wurde, dass sich Sony und Disney nicht über eine weitere Zusammenarbeit im Marvel Cinematic Universe hatten einigen können und die Sony-Tochter in Zukunft ihre "Spider-Man"-Streifen ohne Marvel Studios produzieren würden, waren viele Fans besorgt, denn die von Columbia solo produzierten "Amazing Spider-Man"-Streifen mit Andrew Garfield hatten viele in unguter Erinnerung.

Niemand anders als Spider-Man selbst meint nun aber: Macht euch keine Sorgen! Tom Holland hat in einem "GQ"-Interview und auf der Disney D23 Convention erklärt, dass die "letzten fünf Jahre mit Marvel unglaublich gewesen sind", dass aber "das Vermächtnis und die Zukunft von Spidey bei Sony in sicheren Händen liegt. Ich werde Spider-Man weiterhin spielen und die beste Zeit meines Lebens haben. Egal, wie wir es anfangen werden - es wird Spaß machen. Die Zukunft von Spider-Man wird anders sein, aber genauso geil und irre, und wir werden neue Wege finden, es sogar noch cooler zu machen."

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(21.08.2019) Disney und Sony streiten ums Geld
Mit einem weltweiten Einspiel von 1,1 Milliarden Dollar ist "Spider-Man: Far from Home" ein Mega-Erfolg und hat alle Zweifel, ob das Marvel Cinematic Universe nach dem Höhe- und Endpunkt von "Avengers: Endgame" in sich zusammen fallen würde wie ein Soufflé, schnell beseitigt. Man müsste meinen, Columbia Pictures und Marvel Studios wären schon dabei, die Scheinwerfer für das nächste Spidey-Abenteuer aufzustellen.

Doch weit gefehlt. Momentan liegt die Zukunft des 1962 von Stan Lee erfundenen Superhelden, dem momentan Tom Holland seit drei Jahren Gestalt verleiht, im Argen. 2015 hatten die Columbia-Mutter Sony und die Marvel-Mutter Walt Disney einen Vertrag geschlossen, der Spider-Man, an dem Columbia seit 1999 die Verfilmungsrechte halten, auch in den "Avengers"-Konkurrenzproduktionen des Marvel Cinematic Universe, die Disney produzierte, auftauchen ließ. Ein Geschäft, das beiden Seiten nutzte: Disney hatten einen populären Superhelden mehr, und Columbia profitierte vom MCU-Publikum, das nun noch mehr Appetit auf die von Columbia produzierten "Spider-Man"-Solofilme bekam. Das Haus mit der Maus wurde zudem mit 5 Prozent an den Einnahmen der Columbia-Produktionen beteiligt.

Nun haben sich die beiden Studios nicht einigen können, diesen Vertrag mit seinen Konditionen zu verlängern - Disney verlangen angeblich eine weit höhere Gewinnbeteiligung von jetzt 50 Prozent - so dass Spider-Man nicht mehr in den MCU-Filmen des Haus mit der Maus auftauchen wird. Umgekehrt würde eine Trennung auch bedeuten, dass kein Nick Fury oder andere Charaktere aus dem MCU, an denen Disney die Rechte halten, mehr in den Solo-Filmen mitwirken könnten. Und Disney leiht Marvel-Chef Kevin Feige auch nicht weiter an die Konkurrenz aus, um dort "Spider-Man"-Streifen zu produzieren, sehr zum Bedauern von Columbia.

Das Studio, das angeblich mindestens zwei weitere "Spider-Man"-Teile in naher Zukunft produzieren will, twitterte: "Wir sind enttäuscht, aber respektieren Disney's Entscheidung, Kevin Feige als Produzent unseren nächsten Spider-Man-Film nicht produzieren zu lassen. Wir hoffen, dass sich dies zukünftig noch ändern wird, aber verstehen, dass die vielen Verantwortlichkeiten, die Disney ihm anvertraut haben - darunter all die neu dazukommenden Marvel-Figuren - ihm keine Zeit mehr lassen, an einer Figur zu arbeiten, die ihnen nicht gehört. Kevin ist phantastisch, und wir sind dankbar für seine Hilfe und Führung und schätzen den Pfad, den er uns geholfen hat einzuschlagen und den wir weiter gehen werden."


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