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Kinocharts USA (4. - 6.2.): Die "Jackass"-Prankster entthronen "Spider-Man"

Reinfall für "Moonfall"

Mit dem ersten großen Doppeldebut seit Dezember konnte Seriensieger "Spider-Man: No Way Home" an dessen achten Wochenende zum zweiten Mal und nun wohl endgültig entthront werden. Die Krone geht an den nächsten Teil einer seit acht Jahre schlummernden Reihe, die offenkundig ebenso wie "Scream" nichts von ihrer Attraktivität eingebüßt hat.

Zwar sind die 23 Millionen Dollar, die "Jackass Forever" eingespielt hat, das zweitschwächste Ergebnis des "Jackass"- und "Bad Grandpa"-Quintetts, aber immer noch solide genug in Zeiten von Pandemie und Ostküsten-Blizzard. Paramount Pictures werden hinsichtlich der neuen Komödie mit Johnny Knoxville und seiner Gang sowieso entspannt sein, denn die Produktion hat nur 10 Millionen Dollar gekostet. Mit vier Kinos Vorsprung vor "Spider-Man: No Way Home" und damit 3604 Filmtheatern hat "Jackass Forever" diesen nun auch als meistgezeigten Streifen abgelöst.

Silber geht an "Moonfall". Hier werden Lionsgate Films schon etwas besorgter auf die schwachen 10 Millionen Dollar blicken, die der Science Fiction-Film mit Halle Berry in 3446 Spielstätten umgesetzt hat, denn das Werk von Roland Emmerich hat sie stolze 140 Millionen Dollar gekostet.

Selbst in seiner achten Woche wäre der phänomenale "Spider-Man: No Way Home" jetzt beinahe noch einmal mit einem zweistelligen Millionenergebnis aus dem Wochenende gegangen. Die 9 Millionen Dollar entsprechen einem erneut winzigen Zuschauerrückgang im Wochenendvergleich von lediglich minus 12 Prozent. 3600 Filmtheater zeigen den Fantasy-Film mit Tom Holland noch immer. Die 200 Millionen Dollar teure Columbia Pictures-Produktion liegt nun bei insgesamt gigantischen 749 Millionen Dollar - es fehlen bloß noch 11 Millionen Dollar, dann wird die Marvel-Comic-Verfilmung an "Avatar" vorbei gezogen und das dritterfolgreichste Werk aller Zeiten in Nordamerika sein. Im Ausland hat das 27. MCU-Abenteuer 1,0 Milliarden Dollar generiert und steht somit bei einem weltweiten Einspiel von Schwindel erregenden 1,7 Milliarden Dollar.

Die dritte Premiere spielte als französischer und damit untertitelter Streifen keine große Rolle. "Le loup et le lion" ("Der Wolf und der Löwe") startete in lediglich 800 Kinos und konnte dort nur Karten im Wert von 675 000 Dollar absetzen. Der Abenteuerfilm mit Molly Kunz stieg damit nur als Zehnter gerade so in den Charts ein.

Gut laufen derweil noch der Paramount-Horrorfilm "Scream" mit Neve Campbell und 69 Millionen Dollar in vier Wochen und der Universal-Animationsstreifen "Sing 2" mit der Stimme von Reese Witherspoon und 139 Millionen Dollar in sieben Wochen.


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