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Sonic the Hedgehog 2
Sonic the Hedgehog 2
© Paramount Pictures Germany

Kinocharts USA (8. - 10.4): "Sonic the Hedgehog 2" auf der Überholspur

Zuschauer fliehen vor "Morbius"

Das für Paramount Pictures schöne Jahr 2022 setzt sich fort. Das Studio hatte für seinen "Sonic the Hedgehog 2" mit rund 50 Millionen Dollar zum Eröffnungswochenende kalkuliert - am Ende wurden es 72 Millionen Dollar, was am oberen Ende der Erwartungen von Analysten liegt und die Tabellenführung mit Leichtigkeit von Ein-Wochen-Champ "Morbius" entwindet. Damit hat die Fortsetzung auch deutlich gegenüber dem Original zugelegt, das vor zwei Jahren mit 58 Millionen Dollar Premiere feierte. Der Fantasy-Film mit Jim Carrey ist in 4234 Kinos zu sehen und hat gemischte Kritiken erhalten. Aus dem Ausland kommen für die 90 Millionen Dollar teure Videospieladaption derzeit 70 Millionen Dollar für ein weltweites Einspiel von 142 Millionen Dollar.

Silber geht an "Morbius". Und das ist die letzte gute Nachricht, denn der Absturz von minus 73 Prozent beim Umsatz im Wochenendvergleich ist nahezu unerhört und "übertrifft" sogar noch die minus 71 Prozent, die "The Suicide Squad" letztes Jahr erdulden musste. Die schlechten Kritiken für die Marvel-Comic-Verfilmung haben sich mit einer Woche Verzug in miserabler Mundpropaganda niedergeschlagen. Statt 39 Millionen Dollar zum Auftakt flossen jetzt nur noch 10 Millionen Dollar in die Kassen der 83 Millionen Dollar teuren Columbia Pictures-Produktion. Mit 4268 Spielorten bleibt der Fantasy-Film das meistgespielte Werk Nordamerikas, was die Zuschauerflucht nur noch bitterer macht. Haut es das Ausland nicht raus - dort kommen derzeit 69 Millionen Dollar zusammen -, dann dürfte Jared Leto's Darstellung als Anti-Held ein einmaliges Gastspiel bleiben. In Nordamerika stehen jetzt 57 Millionen Dollar zu Buche, so dass das derzeitige weltweite Gesamteinspiel 126 Millionen Dollar beträgt.

Auf dem dritten Rang, ebenfalls eine Etage nach unten verdrängt, steht "The Lost City" und damit eine weitere Paramount-Produktion. Der 74 Millionen Dollar teure Abenteuerfilm kommt am dritten Wochenende auf 9 Millionen Dollar, was einem Besucherrückgang von minus 38 Prozent entspricht. Der in 3797 Lichtspielhäusern laufende Sandra Bullock-Streifen steht nun bei 68 Millionen Dollar. Im Ausland wird der Film erst ab dieser Woche groß anlaufen.

Auf dem vierten Platz debutierte "Ambulance". Der Thriller mit Jake Gyllenhaal, der gemischte Kritiken erhalten hat, erreichte in 3412 Spielstätten lediglich 8 Millionen Dollar - für Regisseur Michael Bay ein Karriereschlechtwert. Im Ausland läuft es für die 40 Millionen Dollar teure Universal Pictures-Produktion mit aktuell 22 Millionen Dollar etwas besser, so dass das weltweite Ergebnis 30 Millionen Dollar beträgt.

Besser als erwartet schlug sich "Everything Everywhere All at Once" auf dem sechsten Platz. Die Komödie mit Michelle Yeoh startete am dritten Wochenende landesweit in 1212 Filmtheatern, nachdem sie bislang in lediglich 38 Kinos zu sehen war, da aber mit 1,8 Millionen Dollar schon für Furore sorgte. Die Kritiker haben die A24-Produktion bereits einmütig gefeiert; nun stimmte mit 6 Millionen Dollar Wochenendumsatz auch die Kasse. Insgesamt steht das 25 Millionen Dollar teure Werk jetzt bei 8 Millionen Dollar.

Gut laufen derweil noch der Warner Bros.-Fantasy-Film "The Batman" mit Robert Pattinson und 359 Millionen Dollar in sechs Wochen; der Columbia-Abenteuerfilm "Uncharted" mit Tom Holland und 143 Millionen Dollar in acht Wochen; der Columbia-Fantasy-Film "Spider-Man: No Way Home" mit erneut Tom Holland und 803 Millionen Dollar in 17 Wochen, das United Artists-Drama "Dog" von und mit Channing Tatum und 61 Millionen Dollar in acht Wochen und der Universal-Animationsstreifen "Sing 2" mit der Stimme von Reese Witherspoon und 162 Millionen Dollar in 16 Wochen.

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