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'Avatar - Aufbruch nach Pandora'
'Avatar - Aufbruch nach Pandora'
© 2009 Twentieth Century Fox

"Avatar" weiter auf Rekordjagd

Chinesische Regierung befürchtet Gewaltausbrüche wegen "Avatar"

James Camerons Science Fiction-Spektakel "Avatar" fährt weiter weltweit Rekorde ein - und macht der chinesischen Propagandabehörde dermaßen angst und bange, dass sie Ende der Woche den Film aus den Kinos nimmt

"Avatar" und kein Ende. Das Science Fiction-Spektakel stand am vergangenen Wochen unter anderem in den USA, in Deutschland, England, Frankreich, Spanien und Österreich an der Spitze der Charts und hat wieder mal eine Reihe von Rekorden gebrochen. So hat noch nie ein Film am heimischen Boxoffice so schnell die 500 Mio. Dollar Marke gebrochen (für 505,1 Mio. brauchte "Avatar" genau 32 Tage). Darüber hinaus hat
noch nie ein Film in seiner 5. Woche in den US-Kinos so viel in die Kassen gespült - der bisherige Rekordhalter "Titanic" hatte in seinem 5.Kinowochenende noch 30 Mio. eingespielt, "Avatar" beglückte die US-Kinobesitzer von Freitag bis Sonntag mit 42,8 Mio. Dollar Einnahmen.
Auf dem internationalen Markt ist es die 1 Milliarde Dollar Marke, die "Avatar" so schnell wie noch kein anderer Film zuvor genommen hat. Besonders beliebt sind die edlen Wilden dabei in Frankreich - insgesamt zahlten allein die Franzosen bereits 115,3 Mio. Dollar, um dem Kampf der Na'vi gegen die bösen menschlichen Kapitalisten beizuwohnen. Widerspenstig zeigten sich vergangenes Wochenende nur die italienischen Kinogänger: Sie bevorzugten die heimische Produktion "Io, Loro et Lara".
James Camerons Siegeszug wird das allerdings kaum stoppen: Das Einspielergebnis des bisher erfolgreichsten Films aller Zeiten, James Camerons "Titanic" (rund 1,85 Milliarden Dollar) wird "Avatar" aller Wahrscheinlichkeit nach in maximal zwei Wochen geschlagen haben - nur rund 230 Mio. Dollar fehlen Cameron noch, um seinen eigenen Einspielrekord in den Schatten zu stellen.

Selbst die chinesischen Kinogänger, die "Avatar" seit zwei Wochen sehen können, strömen in solchen Massen in die Kinos, dass die Regierung es nun offenbar mit der Angst zu tun bekommt: Ab Samstag wird der Film, der auch in China an Platz eins der Charts steht, nur noch in den extrem spärlichen 3D-Kinos des Landes zu sehen sein - die 2D-Version hingegen darf nur noch bis Freitag gezeigt werden.
Grund: Da die Story an die in China millionenfach durchgeführten Zwangsumsiedlungen - etwa zum Bau des Drei-Schluchten-Damms - erinnert, befürchtet die Propagandabehörde angeblich, der Film könne das Volk zu Gewalt anstacheln. Dass "Avatar" bei den chinesischen Kinogängern wirklich einen Nerv getroffen hat, bestätigen Aussagen wie jene des chinesischen Bloggers Han Han: "Für Besucher in anderen Ländern ist eine solche brutale Räumung jenseits ihrer Vorstellungskraft. Es kann nur auf einem anderen Planeten oder in China stattfinden."
Ab Samstag sollen nun mit Hilfe der Produktion "Konfuzius", die "Avatar" in den chinesischen Kino ablösen wird, die traditionellen Werte des chinesischen Philosophen propagiert werden.



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