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Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind
Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind
© Warner Bros.

Kritik: Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind (2015)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Fünf Jahre nach dem Kinostart des letzten "Harry Potter"-Films wird mit "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" der Grundstein für eine neue Serie von aufwändigen Fantasy-Filmen gelegt. Die Autorin der "Harry Potter"-Romane, Joanne K. Rowling, hat dafür ihr erstes Drehbuch geschrieben, basierend auf ihrem gleichnamigen Büchlein. Unter der Regie von David Yates, der schon die "Harry Potter"-Filme 5-8 inszenierte, nimmt am Schauplatz New York ein turbulentes Abenteuer seinen Lauf, das 1926, also lange vor Harry Potters Zeit, angesiedelt ist. Diesmal kommen auch fast keine Kinder vor. Im Mittelpunkt steht der britische Magizoologe Newt Scamander, ein Experte und Liebhaber magischer Tiere. In der fremden Stadt New York macht er sich bei der Regierung der Zauberer gleich unbeliebt, denn die Einfuhr magischer Geschöpfe ist ebenso verboten wie seine Freundschaft mit dem No-Maj Kowalski.

Auf die zahlreichen Fans der "Harry Potter"-Filme wartet ein Abenteuer, das hübsche Verweise auf das Zauberer-Universum à la Hogwarts enthält. Ohne seinen Zauberstab kommt Newt auf den Straßen New Yorks nicht weit, die amerikanischen Zaubererkollegen beschäftigen Hauselfen, und die magischen Geschöpfe, die Newt begleiten, wecken Erinnerungen an Hagrids Zauberwald. Eddie Redmayne spielt den Magizoologen sehr sympathisch. Tina, die ein Auge auf ihn geworfen hat, muss Verständnis für seine Schüchternheit aufbringen. Ihre Schwester Queenie (Alison Sudol), die Gedanken lesen kann, und der No-Maj Kowalski ergeben als Nebenfiguren ein lustiges romantisches Gespann.

Wenn sich hier und da plötzlich magische Geschöpfe zwischen den Wolkenkratzern bemerkbar machen, ergeben sich schöne Motive für Animation und Spezialeffekte. Das New York der 1920er Jahre sieht oft aus wie eine düstere Kulissenstadt. Die soziale Kluft ist bei den No-Majs groß, und mit der Figur eines armen, misshandelten Jugendlichen zieht auch trauriger Ernst in die Geschichte ein. Dennoch stehen die spektakulären Schauwerte im Vordergrund, die auch die finalen Kämpfe um die Stadt prägen. Für Kinder jedoch dürfte diese Geschichte nur bedingt attraktiv sein mit ihren erwachsenen Charakteren, ihrer übergroßen Länge und dem manchmal geradezu verwirrenden Ideenreichtum.

Fazit: Das Fantasy-Abenteuer, für das die britische Autorin Joanne K. Rowling ihr erstes Drehbuch verfasste, spielt als Spin-Off zu den "Harry Potter"-Geschichten im New York des Jahres 1926. Unter der Regie von David Yates entfaltet sich ein gewaltiges CGI-Spektakel mit düsteren und humorvollen Noten, in dessen Zentrum der aus England eingereiste Magizoologe Newt Scamander und seine magischen Geschöpfe, aber auch eine unbekannte Gefahr, die die Stadt zu zerstören droht, stehen. Leider gibt es keine Kinder in den Hauptrollen und die zuweilen komplizierte Geschichte zieht sich in die Länge, aber ihr Ideenreichtum überzeugt oft ebenso wie das Spiel von Eddie Redmayne und die spannungsgeladene Atmosphäre.





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