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Turbulenzen - und andere Katastrophen
Turbulenzen - und andere Katastrophen
© 20th Century Fox

Turbulenzen - und andere Katastrophen (1999)

Pushing Tin

User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2.6 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 5 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Wenn sich Hektik, Stress und Radarsignale zu nah begegnen, erleben die Fluglotsen vom Tracon-Tower auf Long Island den ganz normalen, alltäglichen Wahnsinn.

Unter den Chaoskontrolleuren, die drohende Crashs von Flugzeugen und Nerven durch Konzentration und Humor zu verhindern versuchen, ist der hektische, charmant selbstverliebte Sonnyboy Nick Falzone die unangefochtene Nummer eins. Bis mit dem risikofreudigen, aber Krisen-resistenten Fluglotsenguru Russell Bell ein Neuzugang eintrifft, der Nick in fast allen Belangen die Show stiehlt. Vom ersten Kontakt an sind die beiden im Temperament grundverschiedenen Männer auf Konfrontationskurs.
Nur ein einziges Mal sieht Nick in dem Neuen eine Bereicherung, als er während eines trinkfreudigen Abends beim Italiener und auch danach die Gesellschaft von Russells attraktiver, aber emotional labiler Frau Mary genießen kann.

Nach dem unerwarteten One Night Stand wird Nick zum Magneten für Katastrophen. Russel, der von dem Seitensprung erfahren hat, reagiert nicht mit Zorn, sondern der gelassenen Prognose, daß Ähnliches auch Nicks schöner Frau Connie passieren könne.

Schlagartig gerät das Leben des nun paranoid eifersüchtigen Kontrollfreaks in heftige Turbulenzen. Ein Rückschlag nach dem anderen reduziert den strahlenden Helden zum einsamen Nervenbündel, das schließlich ausgerechnet sein größter Feind wieder aufbauen muß?

Filmkritik

"Turbulenzen" hätte das Zeug zu einem guten Film gehabt: ein interessantes Thema, hervoragende Schauspieler – und eine eindrucksvolle Anfangssequenz, die es in sich hat. Dann aber schlägt das Drehbuch zu: mit schlechten Dialogen, abgedroschenen Klischees und Handlungselementen, die weit jenseits der Glaubwürdigkeitsgrenze liegen.

Was für ein Jammer: Anstatt das faszinierende Leben von Fluglotsen, die täglich bis zu 7 000 Anflüge auf einer Fläche von 150 Quadratmeilen regeln müssen, ernsthaft und packend zu beleuchten, erschöpft sich "Tubulenzen" schließlich in der Darstellung der spätpubertären Rivalität zwischen John Cusack und Billy Bob Thornton. Die beiden Streithähne versuchen sich bei jeder Gelegenheit auf infantile Weise auszustechen: beim Basketball, beim Autofahren und schließlich sogar wenn es darum geht, am schnellsten ein paar Snacks in einem Donut-Shop zu ordern.

Die Schauspieler sind erste Garnitur, die Charaktere allerdings unausgegoren. Darunter müssen insbesondere die weiblichen Nebenrollen leiden: Cate Blanchett ist nach ihrer 1999 für den Oscar nominierten Darstellung von Königin Elisabeth zwar auch als amerikanische Mittelklasse-Hausfrau überzeugend, dient jedoch – genauso wie ihre Kollegin Angelina Jolie – vor allem als Mittel zum Zweck. Die beiden sind nicht mehr als zwei Figuren auf dem Schachbrett der Drehbuchbuchautoren Glen und Les Charles. Vor "Turbulenzen" haben die Gebrüder Fernseh-Sitcoms produziert – und so fühlt sich der Film auch immer wieder an.




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Land: USA
Jahr: 1999
Genre: Thriller, Komödie
Länge: 124 Minuten
FSK: 6
Kinostart: 29.06.2000
Regie: Mike Newell
Darsteller: John Cusack als Nick Falzone, Billy Bob Thornton als Russell Bell, Cate Blanchett als Connie Falzone
Verleih: 20th Century Fox

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