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Kritik: The Mexican (2000)


"Julia Roberts und Brad Pitt gemeinsam vor der Kamera!" - mit diesem dreisten Werbespruch ködert der Helkon-Filmverleih zurzeit sein potenzielles Publikum. Diese Behauptung ist, gelinde gesagt, irreführend: Roberts und Pitt treten in "Mexican" nämlich nur kurz gemeinsam auf. Die Zugkraft beider Megastars genügte folglich nicht, um diesen ziellos zwischen Genres hin- und herirrenden Film zu einem Kassenhit zu machen: Der in den USA bereits im März gestartete Streifen spielte dort weniger als 70 Millionen Dollar ein. Regisseur Gore Verbinski ("Mäusejagd") mochte sich einfach nicht entscheiden, ob "Mexican" ein Thriller oder eine romantische Komödie ist. Außerdem: Julia Roberts und Brad Pitt getrennt in einem Film - das will natürlich wirklich keiner sehen. Brad Pitt gibt dabei zudem einen solchen Trottel ab, dass man sich vor der Leinwand immer wieder ernsthaft wundert, wie seine Filmfigur das wüste Treiben jenseits der US-Staatsgrenze überlebt. Roberts und Gandolfini haben es besser getroffen: Ihr Subplot ist differenzierter und bietet beiden Schauspielern Entfaltungsmöglichkeiten. Am Ende aber bleibt ein schaler Nachgeschmack - erinnert einen der von seinen Stimmungswechseln arg gebeutelte Film doch an die unsäglichen schwarzen Filmkomödien unserer deutschen Nachwuchsregisseure.





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