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James Bond 007: Leben und sterben lassen
James Bond 007: Leben und sterben lassen
© United Artists

Kritik: James Bond 007: Leben und sterben lassen (1973)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Dieser mittelprächtige britische Abenteuerfilm ist einer für die Geschichtsbücher: Denn mit "Live and Let Die" übernahm erstmals Moore die Rolle des Superspions 007. Eine ungewöhnliche und damals umstrittene Wahl, denn der eher amüsiert dreinschauende, mit trockenem Witz daherkommende Engländer hat nur noch wenig gemeim mit dem raubtierhaften, mitleidlosen Agenten aus den Romanvorlagen von Ian Fleming. Doch über die Jahre gelang es Roger, der Rolle seinen Stempel aufzudrücken und zu beweisen, dass sich eine hochgezogene Augenbraue und zupackende Geheimdiensttätigkeit nicht ausschließen müssen.
Sein erster Beitrag leidet noch unter der Entscheidung der Produzenten und Filmemacher, sich allzu sehr an die damalige "Blaxploitation"-Welle ranzuhängen - Filme von und mit Afro-Amerikanern, in denen es gewaltmäßig und sexuell zur Sache ging. "Live and Let Die" wurden dann rassistische Stereotypen unterstellt, die sicherlich nicht ganz von der Hand zu weisen sind. Wenn der kürzlich verstorbene Geoffrey Holder als Baron Samedi mit den Augen rollt, fragt man sich schon, ob wieder die Zwanziger Jahre angebrochen sind, wo Schwarze in Stummfilmen oft einen Affen aus sich machen mussten.
Die Handlung schleppt sich ziemlich dahin, der Action-Höhepunkt ist eine lange Bootsverfolgungsjagd durch Louisiana (die Entscheidung, dabei mit Clifton James als Redneck-Sheriff eine Prise mehr "Humor" aufzulegen, kann getrost als überflüssig bezeichnet werden) und bis heute am nachwirkendsten ist der Titelsong, für den Paul und Linda McCarthy für einen "Oscar" nominiert wurden.




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