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Spider-Man: Die Rückkehr des Helden
Spider-Man: Die Rückkehr des Helden
© Sony Pictures

Kritik: The Amazing Spider-Man 2 (2014)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Nach dem fulminanten Erfolg des ersten Teils, der weltweit über 750 Millionen Dollar einspielte, schielen die Macher nun darauf, diesen Erfolg mit dem zweiten Film der neuen Spidey-Reihe zu übertreffen. Und die Chancen stehen nicht schlecht, bietet der neue Film mit seinen erhöhten Action- und Humor-Anteilen noch mehr massentaugliche Blockbuster-Qualitäten. Auf dem Regie-Stuhl nahm erneut Marc Webb statt, der seine Fähigkeiten in der Vergangenheit auch im Bereich des anspruchsvolleren Indie-Films ("500 Days of Summer") unter Beweis stellte.

"The Amazing-Spider-Man 2" ist letztlich aufgrund der starken Ursprungstrilogie mit Tobey Maguire ebenso sinnlos und überflüssig wie Teil 1. Vergisst man diesen Umstand jedoch und lässt sich auf den Film ein, erwarten den Zuschauer 140 köstlich unterhaltende Minuten, die mit bombastischen Effekten und einer intensiven Love-Story punkten.

"The Amazing Spider-Man 2" ist der bis dato aufwendigste und teuerste Film, der in New York gedreht wurde. Und das sieht man dem Film nahezu jederzeit an. Die vielen Action-Sequenzen sind spektakulär und bildgewaltig in Szene gesetzt und die computergenerierten Effekte kommen noch überzeugender, da ästhetisch hochwertiger und plastischer, daher. Jamie Foxx spielt den Super-Bösewicht Electro, dem so viel Raum und Filmminuten zuteilwerden, wie noch keinem Spider-Man-Bösewicht zuvor. Foxx geht in seiner Rolle voll auf und schafft es vorzüglich, in seiner Figur komödiantische und tragische Zügen bzw. Wesensmerkmale zusammenzubringen. Andrew Garfield wirkt aufgrund der Tatsache, dass er seit dem ersten Teil schlicht zwei Jahre älter geworden ist, hier nicht mehr so zerbrechlich-bubenhaft und milchgesichtig wie im ersten Teil.

Großes Lob gebührt den Machern bei der Ausgestaltung und Kreation der dramatischen Liebesgeschichte zwischen Peter und seiner Freundin Gwen Stacy. Die Chemie der beiden Darsteller stimmt und man merkt, dass sich Garfield und Emma Stone auch privat sehr gut verstehen. Als Zuschauer fiebert man mit den Beiden und hofft, dass die unter keinem guten Stern stehende Beziehung am Ende noch gerettet werden kann. Weiterer Pluspunkt des Films ist der virtuos inszenierte Schlussakkord, der finale Akt, der als action- und effektegeladenes Spektakel mit starken visuellen Ideen daherkommt. Einzige größere Schwäche des mit 140 Minuten mindestens 20 Minuten zu lang geratenen Blockbusters ist die hohe Anzahl der Bösewichte. Neben Electro treten hier auch noch der bärenstarke Rhino und der Grüne Kobold auf, zwei Erzfeinde des sympathischen Spinnenmanns. Einen der Beiden hätte es definitiv nicht gebraucht, um die Story spannend und abwechslungsreich zu halten. Daher kann man sich des Eindrucks der inhaltlichen Überfrachtung nicht erwehren. Es werden schlicht zu viele Kriegsschauplätze eröffnet, hier wäre weniger mehr gewesen.

Fazit: Trotz der inhaltlichen Überfrachtung und der Überlange ein großartig unterhaltender Comic-Blockbuster mit starken Darstellern und herausragenden CGI-Effekten.





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