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Kritik: Paddington 2 (2017)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

2014 entwickelte sich der erste Teil zu einem unerwarteten Überraschungserfolg und riesigen Box-Office-Hit. Insgesamt fast 270 Millionen US-Dollar spielte die Mischung aus Real- und Animationsfilms ein. Die Zeichen auf einen ähnlichen Erfolg stehen für die Fortsetzung gut, konnten doch ein namhafter Cast sowie mit Paul King der Regisseur des Erstlings verpflichtet werden. Gedreht wurde das Sequel in und um London, darunter an so bekannten Orten wie Little Venice oder im Knebwort Park. Das Budget beläuft sich auf rund 12 Millionen US-Dollar.

Schon der erste Film um den liebenswerten Bären mit dem roten Schlapphut und dem blauen Dufflecoat bot köstliche Unterhaltung für die ganze Familie. "Paddington 2" steht dem in nichts nach. Die Macher erweisen sich hier sogar als noch kreativer und einfallsreicher, was die Ausgestaltung von Paddingtons zweitem Kino-Abenteuer betrifft. Denn der Film sprudelt geradezu über vor überraschenden Wendungen, herzerwärmenden Witzen und wichtigen, lehrreichen Botschaften für die kleinen Zuschauer. Und: er verfügt mit Phoenix Buchanan über einen besonders durchtriebenen Antagonisten.

Dieser wird von Hugh Grant mit ungeheurer, "diebischer" Spielfreude verkörpert. Der ehemalige Charming-Boy, der in den 90er- und frühen 00er-Jahren ausschließlich auf eindimensionale Rollen in massentauglichen Liebeskomödien festgelegt war, beweist damit: er kann auch böse. Und zwar so richtig. Angetrieben von einem von Grund auf fiesen Charakter, der Gier nach Reichtum sowie einer schizophrenen Erkrankung, erweist sich Phoenix Buchanan als Paddingtons härtester Gegner. Buchanan hat seine Rechnung ohne die Browns gemacht, die zunächst die Verfolgung aufnehmen: der Beginn einer spannenden Schnitzel- und Hetzjagd durch London, in denen Regisseur King auch die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Millionenmetropole in stilvollen, erhabenen Bildern einfängt: vom London Eye über den Tower of London bis hin zur St. Pauls Cathedral.

Der kleine Held des Films selbst, Paddington, kann sich – zunächst – nicht um die Verfolgung Buchanans kümmern. Denn die Macher haben sich für ihn noch einen Nebenstrang ausgedacht, in dem er im Zentrum steht: aufgrund eines Missverständnisses landet er im Gefängnis. Die Szenen hinter Gittern sind die komödiantischen Höhepunkte des Films. Auch weil es Paddington mit so allerlei skurrilen, verschrobenen Knastinsassen zu tun bekommt. Der witzigste von ihnen: Brendan Gleeson als leicht reizbarer, cholerischer Gefängniskoch und Safeknacker. Er hat die meisten Lacher auf seiner Seite.

Fazit: Der Gesamtmix stimmt wieder und überragt qualitativ sogar noch den Vorgänger: eine stimmige Mischung aus Humor und Spannung, toll in Szene gesetzte Impressionen der englischen Hauptstadt sowie spielfreudige Nebendarsteller machen aus "Paddington 2" ein spaßiges, kurzweiliges Vergnügen für Groß und Klein.




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