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Kritik: The Meg (2017)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Regisseur Jon Turteltaub wurde Mitte der 90er-Jahre mit Filmen wie "Cool Runnings" und "Während du schliefst" international bekannt. "The Meg" ist sein erster Film seit der Komödie "Last Vegas" von 2012. Der Film beruht auf dem Erfolgsroman "Meg: A novel of deep Terror" von Steve Alten, der 1997 erschien. Schon Mitte der 00er-Jahre sollte das Buch verfilmt werden und als mögliche Regisseure wurden damals Namen wie Jan de Bont ("Speed"), Guillermo del Toro ("Crimson Peak") sowie Eli Roth ("Hostel") genannt. "The Meg" wurde im Herbst und Winter 2016 auf Neuseeland gedreht.

"The Meg" ist genau jener ironischer, unterhaltsamer Sommer-Blockbuster, wie ihn die Fans erwartet haben. Ein Film, dessen Handlung man nicht ernst nehmen und mit einem Augenzwinkern betrachten sollte. Dann erlebt man 105 amüsante Minuten, die Jason Statham in einer wie für ihn geschaffenen Rolle zeigen. Mit markigen Sprüchen und knackigen One-Linern gibt er hier sehr überzeugend den unnahbaren Taucher und Weltenretter. Weniger überzeugend sind einige der anderen Figuren angelegt, darunter ein schwerreicher Unsympath namens Morris (gespielt von Rainn Wilson). Morris finanziert die Arbeit der Forschungseinrichtung – geht dem Zuschauer mit seinem enervierenden Halbwissen und einem egoistischen Alleingang am Ende aber gehörig auf die Nerven.

Die erste halbe Stunde des Films widmet sich in erster Linie der Rettung der um ihr Leben kämpfenden Besatzung, während es danach fast ausschließlich um die Jagd auf den Monsterhai geht. Und diese Jagd wird äußerst spaßig und kurzweilig aufbereitet, auch weil man einen solchen tierischen Gegenspieler – trotz der Fülle an ähnlich angelegten Produktionen – noch in keinem anderen Hai-Film gesehen hat. Ein 20-Meter-Ungetüm aus der Urzeit gab es in dieser Form noch nicht. Und schon gar nicht in einem 150-Millionen teuren Hollywood-Blockbuster, dessen CGI-Effekte im Großen und Ganzen überzeugen. Das verleiht "The Meg" etwas Frisches und Unverbrauchtes, auch wenn der Film in Sachen Spannung nicht an "The Shallows", "Open Water" oder gar "Der weiße Hai" heranreicht.

Zwei Aspekte enttäuschen: Der Action-Anteil hätte höher sein können und dem Film hätte ein wenig mehr Blut gut getan. Ihn als harmlosen Tier-Horrorfilm zu bezeichnen, wäre aufgrund der (Over-the-top-) Tötungsszenen durch den Hai dennoch übertrieben. Allerdings ist "The Meg" schon deutlich anzumerken, dass das produzierende Studio aus kommerziellen Gründen eine Freigabe ab Zwölf angestrebt hat – und dem Film damit leider viel von seinem Schrecken nimmt, der durchaus möglich gewesen wäre.

Fazit: Kurzweiliger, mit schrägen und herrlich überzogenen Tötungsszenen garnierter Sommer-Blockbuster mit einem überzeugenden Jason Statham, der jedoch mehr Action und Blut vertragen hätte.




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