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Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen
Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen
© Warner Bros.

Kritik: Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen (2018)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 5 / 5

Harry-Potter-Erfinderin Joanne K. Rowling legte das Spin-Off auf insgesamt fünf Filme an. Fünf Filme, in denen stets der exzentrische und weltreisende Zauberer Newt Scamander im Mittelpunkt steht. Der Fachmann für magische Tierwesen war bereits Hauptfigur eines kommerziell enorm erfolgreichen ersten Teils, der weltweilt mehr als 800 Millionen US-Dollar einspielte. Die Regie bei "Grindelwalds Verbrechen" übernahm erneut David Yates, K. Rowling schrieb wieder das Drehbuch. Gedreht wurde in und um London, darunter zu weiten Teilen in den Warner Bros. Studios in Leavesden.

Die gute Nachricht für alle Fans gleich vorweg: "Phantastische Tierwesen 2" befindet sich qualitativ nicht nur auf demselben Level wie der Vorgänger. Der zweite Film der Scamander-Reihe fügt dem Universum auch neue Facetten hinzu und entwickelt die Figuren weiter. Nicht zuletzt Scamander selbst, der in vielen Szenen schwermütiger und nachdenklicher wirkt. Die Botschaft ist klar: Die Ereignisse aus dem ersten Film haben ihn gezeichnet – und innerlich reifen lassen.

In seiner gesamten Stimmung und Atmosphäre gestaltet sich aber der gesamte Film bedrückender und düsterer. Das beginnt bereits bei der Optik und reicht bis zum Antagonisten Grindelwald, den Johnny Depp ungemein glaubwürdig als grimmigen, emotionslosen Superschurken anlegt. Dessen Unerbittlichkeit und Brutalität zeigt sich bereits in der Eröffnungssequenz. Aber er erscheint auch als äußerst charismatischer, gewiefter Schwerverbrecher, der so manch reinblütigen Zauberer um sich schart und die Herrschaft über die Menschen anstrebt.

Für jede Menge Abwechslung sorgen neben den prächtigen visuellen Effekten und der detailreichen Ausgestaltung der Welten natürlich wieder die liebenswürdigen "phantastischen Tierwesen". Diese verkommen bei David Yates sehr jeher nie zu blassen Sidekicks. Nahezu jede Kreatur verfügt über eine eigene Persönlichkeit, einige sind sogar für den Handlungsverlauf unerlässlich. Besonders bezaubernd sind der Niffler, ein flauschiges Wühltier mit einer langen, schnabelartigen Schnauze und der vertrauensselige, niedliche kleine Baumwächter Bowtruckle. Zudem kommen Harry-Potter-Fans auf ihre Kosten, da "Phantastische Tierwesen 2" mehr denn je ein Wiedersehen mit bekannten Charakteren aus dem Potter-Universum ermöglicht. Und damit ist nicht nur (der junge) Dumbledore gemeint, sondern zum Beispiel auch Voldemorts spätere Schlange Nagini.

Fazit: Phantasievolle, großartig bebilderte Fortsetzung mit pfiffigen Fabelwesen, vielen interessanten menschlichen Nebenfiguren und einem bärenstarken Johnny Depp, der dem Scamander-Universum eine gehörige Portion Bedrohlichkeit und Finsternis einverleibt.




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