oder

Planet der Affen (2001)

Planet of the Apes

Noch ein Remake, das die Welt nicht braucht.User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.7 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 3 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Wir schreiben das Jahr 2029. Astronaut Leo Davidson gerät mit seinem Raumschiff in einen elektro-magnetischen Sturm und wird quer durchs All geschleudert. Auf einem unbekannten Planeten kann er schließlich notlanden, sein Shuttle versinkt jedoch mit samt Waffen und Ausrüstung in einem See. Davidson bleibt keine Verschnaufpause, denn er muss feststellen, dass er ausgerechnet auf einem Planeten gelandet ist, auf dem Affen herrschen und Menschen allenfalls als Sklaven gehalten werden. Er selbst gerät in Gefangenschaft, doch zu seinem Glück rettet ihn Meschenrechtlerin Ari, eine Schimpansin, vor dem bösartigen General Thade. Gemeinsam fliehen sie in Richtung der verbotenen Zone Calima. Doch General Thade will mit seiner Affenarmee verhindern, dass sie die verbotene Zone jemals erreichen. Denn dort findet sich die Antwort auf das Geheimnis um die Entwicklungsgeschichte des Planeten der Affen...

Filmkritik

Die Story ist bekannt: Alle Macht den Affen, Menschen in die Sklaverei. Im von Rassenunruhen erschütterten Amerika von Martin Luther King war solch eine Allegorie gewagt und provokant. Kein Wunder, dass Franklin J. Schaffners Originalverfilmung von Pierre Boulles Roman vor 33 Jahren hohe Wellen schlug, zumal die Machart seinerzeit die Grenzen des Gewohnten überschritt. Und Jerry Goldsmiths atonaler Score gilt sogar heute noch als Meilenstein der Filmmusik.


Derzeit ist man in Hollywood von einer solchen Aufbruchstimmung weit entfernt. Teure Filmprojekte müssen massentauglich, also jugendtauglich sein: Jeder ab 13 soll ein Kinoticket lösen dürfen. Angesichts solcher Vorzeichen ist eine kommerzielle Neuverfilmung von "Planet der Affen" ziemlich überflüssig.



Trotzdem keimt Hoffnung auf: Immerhin heißt der Regisseur Tim Burton ("Batman"), und dessen Einfallsreichtum hat schon manchen Film gerettet . Burtons Hommage, die er als Auftragsregisseur realisierte, ist allerdings stromlinienförmig – und musste den strikten Moralvorstellungen von "Mainstream-USA" genügen. Richtige Affenliebe zwischen Menschen und Primaten war da natürlich ein Tabu.


Burtons Aufguss ist ein Sci-Fi-Abenteuerfilm für Popcorn-Abende – gefällig inszeniert und ohne jeden Mut zum Risiko. Schaut man etwas genauer hin, entdeckt man eine nicht gerade logische Geschichte, die zum aufwändigen Finale hin sogar in blanken Unsinn mündet. Auch das neue, bis zuletzt geheim gehaltene Ende ist bei näherer Betrachtung nur ein Witz: "Ape Lincoln" – mehr wird nicht verraten.


So ist das Highlight dieses Films Helena Bonham Carter, die ein nettes Affenmädchen spielt – und ein Cameo-Auftritt Charlton Hestons, der vor allem eines zeigt: nämlich wie farblos Nachfolger Mark Wahlberg doch in seiner Rolle ist. Rick Bakers Make-up-Künste sind phänomenal und garantieren ihm wohl einen weiteren Oscar. Tim Burtons Potenzial hingegen bleibt weit gehend ungenutzt – und das ist eine Affenschande.




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Land: USA
Jahr: 2001
Genre: Science Fiction
Länge: 120 Minuten
Kinostart: 30.08.2001
Regie: Tim Burton
Darsteller: Mark Wahlberg, Tim Roth, Helena Bonham Carter
Verleih: 20th Century Fox

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