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Daddys Home mit Will Ferrell und Mark Wahlberg
Daddys Home mit Will Ferrell und Mark Wahlberg
© Paramount Pictures

US-Kinostarts: Will Ferrell als "Star Wars"-Verfolger

Bringt Jennifer Lawrence wirklich "Joy"?

Das Weihnachtswochenende ist die Zeit der Amerikaner, ins Kino zu gehen. Nach dem Rekordwochenende vor einer Woche, als "Star Wars: The Force Awakens" die Säle füllte wie noch nie, steht den US-Lichtspielhäusern wieder ein äußerst geschäftiges und lukratives Wochenende bevor. Gleich fünf Filme starten neu oder werden in der Kopienzahl auf eine landesweite Abdeckung erhöht.

Doch keine Frage: Der mit dem Rekordergebnis von 247 Millionen Dollar gestartete "Star Wars: The Force Awakens" wird erneut die Kinokassenkrone unbehelligt aufsetzen können. Zwar schwanken die Voraussagen, ob der J.J. Abrams-Streifen nun 133 oder bis zu 178 Millionen Dollar wird einspielen können - für einen neuen Rekord für das umsatzstärkste zweite Wochenende aller Zeiten - noch hält "Jurassic World" dies mit 106 Millionen Dollar - und die unangefochtene Goldmedaillie reichen alle diese Zahlen.

Größter Herausforderer ist "Daddy's Home". Paramount Pictures starten die Komödie mit Will Ferrell und Mark Wahlberg im Kampf Stiefvater gegen Vater auf 3271 Leinwänden. Der Streifen hat im Gegensatz zu "The Other Guys" ("Die etwas anderen Cops") von 2010, in welchem Ferrell und Wahlberg bereits zusammen gespielt haben, schwache Kritiken und gemischte Zuschauerreaktionen geerntet. Analysten erwarten daher zwar den zweiten Platz für das Werk von Sean Anders ("Kill the Boss 2"), aber nur 18 bis 20 Millionen Dollar für den 50 Millionen Dollar teuren Streifen.

Wer braucht eine Wiederverfilmung von "Point Break" ("Gefährliche Brandung") aus dem Jahr 1991? Eigentlich niemand, zumal "The Fast and the Furious" die Wiese schon 2001 erfolgreich ein zweites Mal gemäht hat. Doch bei Warner Brothers hielt man mit "Point Brake" ein Remake offenbar für eine gute Idee und setzt den Thriller auf 2910 Spielpläne. Aber das Vertrauen in das Werk von Ericson Core ("Unbesiegbar - Der Traum seines Lebens") - ehemals Kameramann bei, genau, "The Fast and the Furious" - reicht offensichtlich nicht so weit, dass man seinen Streifen vorab den Kritikern zeigen wollte. Ein Warnsignal, das durch die ersten miesen Zuschauermeinungen untermauert wird. Die Branchenkenner erwarten eine harte Bruchlandung für das 120 Millionen Dollar teure Werk mit einem einstelligen Millioneneinspiel von 7 bis 9 Millionen Dollar, einem hinteren Platz in den Top Ten und einem kolossal vermasselten Jahresabschluss in den Büchern bei Warner Brothers.

Regisseur und Drehbuchautor David O. Russell hat sich nach "Silver Linings Playbook" und "American Hustle" ein drittes Mal mit Jennifer Lawrence, Bradley Cooper und Robert De Niro zusammengetan, um das Drama "Joy" zu inszenieren. Doch aller guten Dinge scheinen hier nicht drei gewesen zu sein, denn die Geschichte über eine Frau, die trotz ihrer chaotischen Familiengeschichte eine erfolgreiche Geschäftsfrau wird, hat nur gemischte Reaktionen bei Rezensenten und Zuschauern hervorgerufen. 20th Century Fox haben 2896 Spielstätten geordert, in denen Analysten ein Einspiel von lediglich 13 bis 16 Millionen Dollar erwarten. Damit dürfte "Joy" trotz der Popularität der wieder einmal starken Lawrence keine große Rolle an diesem Wochenende spielen und Fox, die 60 Millionen Dollar alleine in die Produktion investiert haben, auch keine große Freude bereiten.

2007 stellte Will Smith mit "I Am Legend" einen neuen Startrekord für den Dezember auf. Selbst wenn es "Star Wars" nicht gebe, würde das dem Schauspieler mit "Concussion" ("Erschütternde Wahrheit") bei weitem nicht gelingen. Das Drama, das die wahre Geschichte über die Vertuschungsversuche der Nationalen Football-Liga von einer durch den Sport ausgelösten Erkrankung erzählt, startet in 2841 Sälen. Die Kritiken sind freundlich, die erste Mundpropaganda für die 35 Millionen Dollar teure Columbia Pictures-Produktion gemischt. Branchenkenner glauben nicht, dass das Interesse an dem Streifen von Regisseur und Drehbuchautor Peter Landesman ("Parkland - Das Attentat auf John F. Kennedy") zu mehr als 11 Millionen Dollar führen wird.

Schließlich ist da noch "The Big Short". Das für vier Golden Globes nominierte Drama ist bereits am 11. Dezember in einigen Großstadtkinos gestartet und wird jetzt von Paramount Pictures landesweit in 1585 Filmtheater gebracht. Der Film von Adam McKay ("Die etwas anderen Cops"), der sich mit der Finanzkrise Ende der nuller Jahre in den USA befasst, hat die mit Abstand besten Kritiken der Neustarter und verfügt mit Steve Carrell, Brad Pitt, Ryan Gosling und Christian Bale über ein beeindruckendes Ensemble. Die Zuschauerreaktionen sind hervorragend, aber die Reichweite wird wegen des wenig massentauglichen Inhalts und der noch recht geringen Kopienzahl dafür sorgen, dass laut Analysten nicht mehr als 10 bis 13 Millionen Dollar in den Kassen des 28 Millionen Dolla teuren Werks verbleiben werden.


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