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Bayerischer Filmpreis
Bayerischer Filmpreis
© Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien

Bayerische Filmpreise: Til Schweiger und Elyas M'Barek dabei

"Colognia Dignidad" als "Bester Film" geehrt

Gestern Abend sind im Münchener Prinzregententheater die 37. Bayerischen Filmpreise verliehen worden. Seit 1979 werden preiswürdige Leistungen auf Vorschlag einer Jury mit einer Porzellan-Figur namens "Pierrot" ausgezeichnet. Die Bayerische Landesregierung hat die Preise darüber hinaus mit insgesamt 310 000 Euro dotiert.

Hauptgewinner war gestern Abend der Thriller "Colonia Dignidad" mit Emma Watson und Daniel Brühl, der sich mit der Sekte Colonia Dignidad und ihrer Kumpanei mit der chilenischen Militärdiktatur beschäftigt. Den "Pierrot" für das Werk, das am 18. Februar in den deutschen Kinos startet, erhielten die Produzenten Christian Becker und Benjamin Herrmann.

Auf der von Christoph Süß moderierten dreistündigen Gala war in den Dankesreden der Ausgezeichneten immer wieder der Flüchtlingszustrom nach Deutschland ein Thema. So meint Rosalie Thomas, die für "Grüße aus Fukushima" als "Beste Darstellerin" geehrt wird: "Auch in diesem Jahr kommen wieder viele Flüchtlinge. Wir sollten ihnen mit offenem Herzen und wachen Verstand begegnen." Burhan Qurbani und Martin Behnke, die für "Wir sind jung, Wir sind stark.", der von den gewalttätigen Ausschreitungen gegen Asylbewerber in Rostock-Lichtenhagen handelt, den Preis für das "Beste Drehbuch" entgegen nahmen, erklärten: "Eigentlich hätte es eine Geschichte gegen das Vergessen werden sollen. Leider müssen wir feststellen, dass sich die Dinge, die 1992 passiert sind, wiederholen."

Für die "Beste Regie" erhielt Kai Wessel für sein Drama "Nebel im August" eine Auszeichnung, und als "Bester Darsteller" ehrte die Jury Burghart Klaußner für "Der Staat gegen Fritz Bauer". Als "Beste Nachwuchsdarsteller" wurde diesmal eine ganze Gruppe geehrt: Die Schauspieler der Klasse aus dem Mega-Hit "Fack ju Göhte 2". "Lehrer" Elyas M'Barek, Karoline Herfurth und Uschi Glas überreichten die Preise. Letztere warb gleich mal für eine weitere Fortsetzung.

Für die "Beste Bildgestaltung" konnte sich Jo Heim freuen, der für seine Kameraarbeit in "Ein letzter Tango" und "Unfriend" geehrt wurde. Regisseur Jens Schanze erhielt den Preis für den "Besten Dokumentarfilm" für "La buena vida - Das gute Leben". Für den "Besten Kinderfilm" erhielten die Produzenten Uli Putz und Jakob Claussen und ihr "Heidi" den "Pierrot". Uisenma Borchu nahm den Nachwuchsregiepreis für "Schau mich nicht so an" entgegen.

Der Publikumspreis, für welchen Fernsehzuschauer und Radiohörer abgestimmt hatten, ging an Til Schweiger für dessen Erfolgsfilm "Honig im Kopf". Der undotierte Ehrenpreis für das Lebenswerk erhielt die Filmproduzentin Molly von Fürstenberg, die viele von Dorris Dörrie's Werken produziert hat, darunter zuletzt "Grüße aus Fukushima". Die Bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner erklärte in der Laudatio, von Fürstenberg habe den deutschen Film seit rund 40 Jahren mit Wagemut und einem Gespür für interessante Stoffe und besondere Talente geprägt und maßgeblich zum Erfolg des deutschen Kinos beigetragen.



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